Es geht um Daten! Chief Data Officers gewinnen an Einfluss [5 Lesetipps]

Verfasst am 24. April 2017 von .

Quelle: pexels.com

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Vor kurzem hat die spanische Bankengruppe BBVA bekanntgegeben, dass sie eine neue Führungsposition geschaffen hat, den Global Head of Data, “um die strategische Nutzung von Daten in allen Bereichen und Unternehmen der Gruppe voranzutreiben”. Von diesem Vorgehen verspricht sich die BBVA eine einheitliche Sicht auf ihre Kunden und somit auch höhere Kundenzufriedenheit.
 
Außergewöhnlich ist vor allem, dass der Head of Data direkt dem CEO unterstellt ist, was bezeichnend dafür ist, dass der Einfluss und die Wichtigkeit dieser neuen Rolle immer weiter wachsen. Die BBVA möchte daher offensichtlich das Beste aus ihren Daten machen und eine „datengesteuerte Organisation“ werden. Aber was sind die Vorteile, wenn man sich um eine hohe Datenqualität bemüht? Welche anderen datenzentrierten Rollen werden 2017 an Bedeutung gewinnen?

Wofür ist der Head of Data im Fall der BBVA zuständig? Im Grunde dafür, eine konsistente Datenstrategie für die gesamte Organisation zu entwerfen und einzuführen, die Datenpolitik der BBVA zu verbessern und sicherzustellen, dass die für die Entwicklung von datenbasierten Lösungen verantwortlichen Teams die benötigten Ressourcen haben.

Unternehmen setzen Daten wirksam ein, um Geschäftspotenziale auszuschöpfen

Für Unternehmen, die nicht schon mit der „digitalen DNA“ in der Unternehmensstruktur gegründet wurden, ist die digitale Transformation die Säule, auf die sich ihr Wachstum und ihre Zukunft stützen. Weil das gesamte digitale Ökosystem immer komplexer wird, hat sich auch die Geschäftsleitung des klassischen Unternehmens weiterentwickelt und neue Leute dazugeholt, die für Aufgaben zuständig sind, die der CEO oder der CIO nicht länger abdecken können.

Kernaufgaben der digitalen Transformation bestehen darin, große Mengen an Rohdaten effizient zu verwalten, im Anschluss passende Informationen auszuspielen und die Frage zu beantworten, wer die Daten besitzt. Werden diese Aufgaben gut ausgeführt, können sich enorme Wettbewerbsvorteile und Geschäftsmöglichkeiten sowie ein tieferes Verständnis des Kundenverhaltens ergeben.

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Quelle: Grafik: Organisationen nutzen Daten, um den Umsatz zu steigern (61 %) und besseren Kundenservice zu leisten (56 %) – Experian

Neue Positionen für 2017

Laut PwC könnte “das Streben nach Wettbewerbsvorteilen erklären, warum es zu einer Verbreitung von Jobs auf der ‘digitalen Führungsebene‘gekommen ist, vom bereits länger bestehenden CIO und CTO bis zu neueren CXO-Titeln wie dem Chief Data Officer und dem Chief Digital Officer“.

Andere zunehmend gefragte CXO-Positionen sind unter anderem Chief Commercial Officer, Chief Compliance Officer, Chief Diversity Officer, Chief Marketing Officer und Chief Sustainability Officer.

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Quelle: Grafik: In den nächsten 12 Monaten werden Chief Data Officers (51 %) und Data Protection Officers (43 %) in mehr als einem Drittel der Unternehmen weltweit eingestellt – Experian

Wie geht es weiter?

Trotzdem sollten Firmen, bevor sie nur aus Spaß die Position eines CDOs schaffen, darüber nachdenken, wie wesentlich Daten zur Erreichung ihrer Unternehmensziele sind. Lautet die Antwort, dass Daten essenziell sind, ist ein CDO sinnvoll.

Nachdem die Entscheidung getroffen wurde, muss eine Sache unabhängig von Aufgaben, Fähigkeiten und Akronymen sicher sein: Nur hochwertige und saubere Daten können ein Unternehmen zum Besseren verändern. An dieser Stelle kann Algorithmen eine wichtige Rolle zukommen, da deren Zusammenspiel beim Dekodieren von Daten den Unterschied machen kann.

Wie ein Experte von Gartner kürzlich erklärte: “Der CDO wird sich weniger auf Daten als solche konzentrieren, sondern mehr auf die Algorithmen, die verwendet werden, um aus ihnen Nutzen zu ziehen. Daten ohne Algorithmen zu haben, ist wie ein Auto ohne Sprit zu haben.“

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