Checkliste: 4 Schritte vor der Einführung einer Marketing-Automation Lösung

Verfasst am 4. Mai 2017 von .

Die Auswahl sowie die Implementierung eines Marketing-Automation-Systems stellen ein umfassendes Projekt dar, dessen Umfang nicht unterschätzt werden sollte. Dennoch birgt die Einführung der Software großes Potenzial und bedeutet für Unternehmen einen entscheidenden Schritt hin zur Digitalisierung von Marketing, Vertrieb & Services.

In unserer Checkliste stellen wir vier Punkte vor, die unserer Erfahrung nach vor der Einführung eines Marketing-Automation-Systems unbedingt beachtet werden sollten:

1. Sind eine Lead-Management- und Content-Marketing-Strategie vorhanden?

Marketing-Automation vereinfacht und optimiert das Lead-Management. Das bedeutet aber auch, dass ohne eine durchdachte Lead-Management-Strategie und guten, nutzwertigen Content auch das stärkste Marketing-Automation-Tool nutzlos ist. Denn um Kunden mit personalisiertem Content zu bespielen, muss vorher festgelegt werden, wer wann mit welchen Inhalten versorgt werden soll. Entsprechende Inhalte sollten geplant oder bestenfalls bereits vorhanden sein. Daher ist es dringend notwendig, vor der Einführung des Systems Kampagnen- und Lead-Management-Strukturen zu überdenken und zu überlegen, wie sich diese im neuen System umsetzten lassen.

2. Sind alle Abteilungen in die Umsetzung involviert?

Die Implementierung eines Marketing-Automation-Systems erfordert die vorherige Abstimmung zwischen allen Abteilungen, die von der Einführung betroffen sind. Vor allem Geschäftsführung, Marketing, Vertrieb und IT müssen konkrete Anforderungen an das einzuführende System definieren, um diese miteinander koordinieren zu können. Marketing und Vertrieb müssen sich beispielsweise darüber abstimmen, wie der Costumer-Lifecycle definiert und wann ein Lead als vertriebsreif eingestuft wird. Marketing und IT wiederum sollten gemeinsam festlegen, welche Schnittstellen zu vorhandenen Systemen benötigt werden.

3. Ist eine Best-of-Breed oder eine All-in-One-Lösung gewünscht?

Bei der Implementierung neuer Software steht man oftmals vor der Frage: Lieber ein eigenes Software-Portfolio gestalten oder auf Marketing-Clouds setzten und somit alle Funktionen in einer Software vereinen?

Tech-Riesen wie Salesforce oder Adobe wollen Marketern alle wichtigen Funktionen, wie Marketing-Automation, CMS und mehr, in einer All-in-One-Marketing-Plattform zur Verfügung stellen. Anbieter wie Hubspot oder Marketo hingegen fokussieren sich auf eine spezielle Funktion, in diesem Fall Marketing-Automation. Sie vertreten die Aussage, dass eine Marketing-Suite nicht immer die perfekten Tools für jede Marketing-Aktivität jedes Unternehmens enthalten kann.

Marketing-Clouds haben den Vorteil, Komplexität zu reduzieren, da das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten gewährleistet ist und weniger Implementierungsaufwand betrieben werden muss. Besonders Enterprise-Unternehmen brauchen jedoch oftmals spezialisierte Services, die sich optimal an die Unternehmensprozesse anpassen lassen.

Beide Strategien haben ihre Vor- und Nachteile. Daher muss unternehmensabhängig entschieden werden, welche Lösung die beste ist. In jedem Fall sollte eine umfassende Evaluation der Software erfolgen. Sollte die Wahl auf eine Marketing-Cloud fallen, ist es ratsam, auch hier die einzelnen Produkte der Cloud zu evaluieren, um sicherzustellen, dass diese den Anforderungen des Unternehmens entsprechen.

4. Welche Schnittstellen werden benötigt?

Ein wichtiger Punkt bei der Implementierung jeglicher Software ist die Anbindung an Drittsysteme: Besteht die Möglichkeit, das vorhandene CRM-, PIM- oder Shopsystem zu integrieren? Ist eine Standart-Schnittstelle vorhanden oder sollen die Systeme mittels API angebunden werden?

In Bezug auf Marketing-Automation ist besonders die Integration mit dem vorhandenen CRM-System von Bedeutung. Es ist wichtig, dass ein regelmäßiger Datenaustausch in beide Richtungen stattfindet. Es werden sowohl Stammdaten, wie Name oder E-Mail-Adresse, als auch Daten zur zielgruppenspezifischen Selektion, wie Sprache oder Branche, ausgetauscht. Weiterhin können im Rahmen von Kampagnen protokollierte Daten vom Marketing-Automation- in das CRM-System übertragen werden. Im Ergebnis der CRM-Integration erhält man ein durchgängiges System, das es ermöglicht, die Kommunikation von der Lead-Generierung bis hin zum Kaufabschluss und noch darüber hinaus aufzuzeichnen.

Wie wähle ich den richtigen Anbieter?

Marketing Automation Whitepaper Sind die Anforderungen definiert und dokumentiert geht es an die Auswahl des passenden Systems. Die Vielfalt der Anbieter mit ihren unterschiedlichen Lösungsansätzen, Funktionen und Konditionen macht die Auswahl jedoch kompliziert. Die Prozesse für Informationsbeschaffung, Vergleich und Analyse sind sehr umfangreich und zeitaufwändig. Unser Whitepaper “Marketing-Automation-Systeme auswählen” liefert einen ersten Überblick über die am Markt vertretenen Anbieter, vergleicht diese und prüft deren Stärken und Schwächen.

Unsere Digital Commerce Manager haben einen umfassenden Blick über den Markt für Marketing-Automation-Systeme und können anhand der individuellen Ziele und Bedürfnisse eines Unternehmens eine Strategie erarbeiten und passende Anbieter empfehlen.

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