Die letzten Meter entscheiden: Differenzierung durch Exzellenz im Versand

Verfasst am 23. Mai 2017 von .

Die Reise des Kunden besteht nicht nur aus Wollen und Kaufen. Für ihn ist sie erst erfolgreich abgeschlossen, wenn er sein Produkt in den Händen hält oder auch einfach retournieren kann.
 
Die letzten Meter zum Kunden sind entscheidend und nicht selten von Frust geprägt. Die Sendung kann nicht nachverfolgt werden und das Warten wird schier endlos. Oder das Paket liegt beim Nachbarn, der eigentlich nie da ist. In Zukunft gehören diese Dinge der Vergangenheit an.

Herausforderungen und Innovation in der Onlinehandelslogistik

Logistik steht somit vor zwei Herausforderungen: Einerseits der Liefergeschwindigkeit und somit der Verkürzung der Zeit zwischen Kaufen und Haben. Andererseits der sicheren und bequemen Zustellung an den Empfänger. Und zwar aller 3,8 Milliarden Sendungen im Jahr.

Amazon will sich dafür von Logistikdienstleistern unabhängiger machen. Der Internetriese kümmert sich schließlich nicht nur um sein eigenes Sortiment, sondern ist Fulfillment-Dienstleister für einen Großteil seiner Marktplatzanbieter.

Die Unabhängigkeit strebt Amazon durch den Ausbau des eigenen Zuliefernetzwerkes an. In Berlin und München bietet Amazon mittlerweile die Einstundenlieferung. Außerdem testet man die Kooperation mit Shell, um ein eigenes Paketstationsnetzwerk aufzubauen.

Wirklich herausfordernd bleibt die tatsächliche Zustellung. Wie kann garantiert werden, dass der Empfänger seine Sendung erhält, wenn er nicht zu Hause ist?

Wohin hätten wir’s denn gern? Und wann?

Nach Audi und Smart experimentiert auch Volvo mit der Zustellung in den Kofferraum. Via Einmalschlüssel lässt sich die Heckklappe durch den Lieferanten öffnen.

Eine Ergänzung zum Smart-Home bietet die Telekom mit einer vernetzten Lieferbox für die Wohnungstür. Der sogenannte Paketbutler bietet Zugang via Code, den man per App teilt. Getestet wurde die Box bisher in Hamburg, München, Köln und Bonn.

Doch warum nicht einfach die Tür überwinden? Amazon testet gerade eine Partnerschaft mit den Zugangssystemanbietern August und Garage.io. Stichwort: In-Home-Delivery.

Einen anderen Ansatz verfolgen Dienstleister wie Pakadoo. Sie wollen die Zustellung privater Sendungen an den Arbeitsplatz etablieren. Via App soll den Mitarbeitern hinterm Empfangstresen Arbeit abgenommen und Rechtssicherheit gewährleistet werden.

Um diese Vielfalt auch beim Zusteller zu gewährleisten, experimentiert DHL zurzeit auch mit smarten Datenbrillen. Und auch Drohnenzustellung bleibt ein Dauerthema, mit dem nicht nur Logistikdienstleister wie DHL und UPS, sondern auch Pizzadienste wie Domino`s in Zukunft arbeiten wollen. Ergänzt wird es vom Lieferroboter 6D966, den Hermes in Hamburg testet.

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Eine Reaktion zu “Die letzten Meter entscheiden: Differenzierung durch Exzellenz im Versand”

  1. Olaf Rowas

    Am 23. Mai 2017 um 10:21 Uhr

    Schöne Darstellung der vielfältigen Möglichkeiten. Die Zukunft wird viele Zustelloptionen bieten. Der Kunde wird sich je nach Situation und Bedarf, die Passende auswählen – die notwendige Flexibilität auf Seiten der klassischen Paketdienste zu schaffen, wird auf jeden Fall eine Herausforderung.

    Interessant dürfte die Frage werden, welche Bedeutung künftig die “to-home-Zustellung” noch einnehmen wird.

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