Digitale Transformation: Die geeignete Technologie-Auswahl für eine hochwertige digitale Experience

Verfasst am 18. Mai 2017 von .

Quelle: pexels.com

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Die Digitalisierung unseres Lebens bringt neue Anforderungen und viele Änderungen mit sich. Digital Marketing wächst daher immer stärker mit der IT und anderen Bereichen zusammen. Um die Erkenntnisse im Sinne des Kunden zu nutzen – die Touchpoints liegen ja nicht nur im Marketing – müssen auch Sales und Service mit ins Boot geholt werden.
 
Ebenfalls rücken (Service-)Content und Commerce zusammen. Klassische Abteilungsstrukturen machen daher immer weniger Sinn. Wenn die Abteilungen im Unternehmen zusammenwachsen, sollten das auch die Plattformen, könnte man daraus schließen.
 
Um eine sinnvolle und erfolgreiche digitale Transformation durchzuführen, spielen vier Aspekte eine große Rolle. Das Change Management sollte ein Kernattribut jedes Unternehmens werden, neue Rolle und starke Digitalkompetenzen sind gefragt und agile Methoden werden benötigt. Außerdem ist es für Unternehmen wichtig, die richtigen Lösungen auszuwählen.
 
In diesem Sinne werfen wir einen Blick auf die Vorteile der Microservices-Softwarearchitektur und die Trends bezüglich einer leistungsfähigen IT-Landschaft.

Die verstärkte Personalisierung der Kundenansprache, die Rationalisierung von Daten, Content-Integration sowie Mobile-App-Optionen sind die Anforderungen, die die neuen Lösungen bewältigen sollten.

Es mangelt an Akzeptanz: Integrierte Lösung nicht immer erwünscht

Händler wollen kein Universaltool, sondern das jeweils beste, das Detaileinsichten in den jeweils gewünschten Bereich gibt. Komplettlösungen stellen Unternehmen vor die Aussicht, alle bestehenden Systeme durch ein neues abzulösen.

Das birgt Chancen und Risiken – einerseits winkt die schnelle und umfassende Übersicht über alle Daten, die durch die bequeme Verknüpfung Übersicht über all diese sowie über alle Kennzahlen und alle Prozesse liefert. Andererseits begibt man sich in die Hand des Lösungsanbieters, der nicht in jeder Disziplin Klassenbester sein kann.

Hinzu kommen ggf. zusätzliche Kosten, weil bereits in die Verknüpfung bestehender Systeme investiert wurde oder personalseitig spezielle System-Kompetenzen aufgebaut wurden. Schließlich sind die Komplexität groß und die wechselseitigen Abhängigkeiten umfangreich.

Modulare IT-Systeme oder eine Komplettlösung – Was wird sich durschsetzen?

Infolgedessen tauchen vermehrt modulare und einfachere Ansätze auf, um der nie endenden Komplexität Lösungen zu bieten.

Aktuell erscheint es wahrscheinlicher, dass Unternehmen verstärkt darin investieren, die besten Drittsysteme leicht wart- und einsetzbar anzubinden. Hier stellt sich allerdings die Frage, wie kleinteilig sie ihre Plattform-Architektur modularisieren wollen. Die nächste Generation modularer IT-Systeme, angeführt von Microservices, soll das für Komplettlösungen charakteristische Gewirr von Kanälen aufräumen und große Datenmengen effizient verwalten.

Microservices: Ein neuer Player in der Welt der Plattformarchitektur

Der permanente Zuwachs an Anforderungen, das rapide Wachstum von Datenmengen sowie die Komplexität immer neuer Touchpoints, die in die Customer-Journey integriert werden müssen, haben die Schwachstellen monolithischer Systeme ans Licht gebracht.

Um diese Lücken zu schließen und Komplexität zu reduzieren, will ein neuer Architekturansatz E-Commerce-Infrastrukturen agil halten: Microservices.

“Microservices sind die perfekte Lösung für die wachsende Komplexität im E-Commerce”,

sagte Dr. Robert Zores von REWE Digital im Interview mit Handeslskraft.

Was bedeutet Microservices-Architektur?

Durch seine Unabhängigkeit und Granularität unterscheidet sich dieser revolutionäre Architekturansatz von der traditionellen monolithischen Infrastruktur. Die Architektur besteht aus verschiedenen Services (z. B. Payments), die durch eine Vielzahl kleiner Anwendungen, von denen jede in ihrem eigenen Prozess läuft, gekennzeichnet sind. Über Schnittstellen (APIs) interagieren die Anwendungen miteinander. Dieser neue Ansatz ermöglicht die schnellere und agile Entwicklung von E-Commerce-Plattformen.

Quelle: dotSource

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Vor- und Nachteile

Die größten Vorteile der Microservices- Architektur liegen in der reduzierten Software-Komplexität, dem »Keep it simple«-Ansatz allgemein und besonders im Hinblick auf Wartbarkeit und Updatefähigkeit, in der Unabhängigkeit bei Entwicklung, Testing und Betrieb und darin, dass Änderungen und Bug-Fixes zu jeder Zeit vorgenommen werden können, da sie sich nicht auf das Gesamtsystem auswirken.

Der Nachteil liegt allerdings in der Komplexität der Systemlandschaft, die sich in den zahlreichen Schnittstellen der einzelnen Services, der Betriebslast und der Datenverwaltung äußert. Außerdem muss die Architektur äußerst gut geplant sein.

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Zielgruppe

Early Adopter, die von Anfang an auf Microservices setzen, haben die beste Ausgangssituation. Unternehmen, die ihre bestehende Architektur umstellen wollen, müssen zunächst prüfen, ob sich ihre Systemlandschaft migrieren lässt. Durch den Einsatz von Microservices können auf Time to Market und Agilität ausgerichtete Projekte die bestmöglichen Ergebnisse erzielen.

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Eine Reaktion zu “Digitale Transformation: Die geeignete Technologie-Auswahl für eine hochwertige digitale Experience”

  1. Silvan

    Am 1. Juni 2017 um 13:26 Uhr

    Danke für den guten Beitrag! Ich sehe das so: je strukturierter die Geschäftsprozesse eines Unternehmens sind, desto besser bzw. desto eher lässt sich eine monolithische / standardisierte Software einsetzen. Wenn allerdings die Prozesse schon so individuell sind, dass keine Standardsoftware eine Chance hat, dann sollte zunächst analysiert werden und besser in kleinen Schritten die digitale Transformation vorangetrieben werden. Ein Beispiel sind einzelne Prozesse, wie eine WKZ oder Budget-Beantragung (die ggf. bisher in Papierform mit Laufzettel zur Buchhaltung ging) und nun über ein Webformular mit Freigabeprozess abgebildet werden könnte. Ich empfehle jedoch nicht, alle Prozesse komplett individuell “neu zu erfinden”, sondern eine Softwarebasis zu verwenden, die sich dafür eigenet und flexibel genug ist. Eine große, übermächtige Software ist dazu meist nicht in der Lage, weil es auch hier grenzen in der Kleinzelligkeit gibt. Ergo: entweder richtet sich die Firma nach der Software, oder die Software stellt sich auf die Firma und deren Prozesse ein.

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