Vier Schritte, um Geschäftsmodelle digital weiterzuentwickeln

Verfasst am 30. Mai 2017 von .

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Digitaler Wandel, Disruption, das Verschwinden ganzer Unternehmen. Branchenübergreifend wurde das viele Jahre mit einem erfolgsverwöhnten »Aber uns betrifft das nicht!« beantwortet. Praktiker? Karstadt? Quelle? Sonderfälle, die man nicht mit dem eigenen Geschäft vergleichen könne.

1. Wie zukunftssicher ist das aktuelle Geschäft?

Die Fassade des Erfolgs bröckelt. Geschäftsmodelle wie UBER, Taxiunternehmen ohne eigene Flotte und Fahrer, und AirBnB, Hoteldienstleister ohne eigene Immobilien, beweisen: Wer den Kundennutzen um ein Vielfaches steigert, verdrängt in kürzester Zeit etablierte Player. Doch anstatt in Schockstarre zu verfallen und den Untergang einfach geschehen zu lassen, beginnen Unternehmen sich zu öffnen und ihr Geschäftsmodell zu überprüfen. Der erste Schritt, um zu überleben.

2. Wie gut ist der eigene Service?

Die Bedrohungslage ist klar: Das eigene Business, ob man nun will oder nicht, ist durch Globalisierung und Freihandel Teil des internationalen Wettbewerbs. Durch digitale Marktplätze werden Marktbegleiter zur ernstzunehmenden Konkurrenz, denn loyal ist der Kunde auf lange Sicht nur dem besten Angebot und Service – nicht der Tradition. In Zeiten, in denen Online-Pure-Player damit beginnen, Filialen zu eröffnen, gilt das gleichermaßen für erfolgreiche Offlinehändler.

Das bedeutet, dass analoge Produkte um digitale Services ergänzt werden müssen. Warum sollten Nutzer die SIM-Karte im vernetzten Auto beim Netzanbieter anstatt über das Kundenportal des Herstellers freischalten wollen? Integrierter Kundenservice ist der zweite Schritt, um zu überleben.

3. Wie stark ist Amazon?

Die Bedrohung, die Händler und Hersteller am stärksten wahrnehmen, ist Amazon. Man kann leicht vergessen, dass Amazon in seinen Anfangstagen den Buchhandel revolutioniert hat. Mittlerweile greift der Internetgigant mit Prime, Same-Day- und Same-Hour-Delivery sowie eigenen Paketstationen die Logistikbranche an. Amazon Fresh zwingt Lebensmittelhändler zur Digitalisierung der eigenen Services. Amazon Launchpad greift die erfolgreiche Kickstarter- und Crowdfunding-Community an. Amazon Web Service stellt die Infrastruktur für die digitale Ära und mit Amazon Business soll nun der B2B-Markt übernommen werden.

Es hilft nichts, zukunftsfähige Geschäftsmodelle brauchen auch eine Strategie zum Überleben mit Amazon. Das bedeutet, im dritten Schritt, vom Online-Riesen zu lernen, gegebenenfalls mit ihm zu kooperieren und den Vorteil des eigenen Geschäftsmodells deutlich für den Kunden herauszuarbeiten und weiter zu verbessern.

4. Wie hebe ich meinen Datenschatz?

Zuletzt, aber nicht weniger wichtig, müssen Unternehmen lernen das Potential ihrer Daten zu nutzen. In der Verknüpfung vorhandener Kunden-, Bestell-, Produkt-, Marketing- und Service-Daten liegt das größte Potential, die eigene Marken- und Produktwelt um passende digitale Services zu erweitern.

Morgen noch kraftvoll zubeißen können

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