Fünf Mythen über Marketing-Automation

Verfasst am 1. Juni 2017 von .

Marketing Automation Mythen

Quelle: pexels

Die Implementierung neuer Software birgt viele Herausforderungen, aber auch großes Potential. Viele Unternehmen planen die Einführung einer Marketing-Automation-Lösung, sind jedoch immer wieder von diversen Gerüchten abgeschreckt. Daher wollen wir mit einigen der gängigsten Mythen aufräumen.

Marketing-Automatisierung ist zu kompliziert

Lösungen zur Automatisierung der Marketingaktivitäten sind sehr umfangreich – sie vereinen die Funktionen Lead-Management, Webtracking, Kommunikation, Workflows und CRM-Integration in einer umfassenden Software. Je mehr das System kann, desto größer das Potential. Daraus ziehen viele die Schlussfolgerung, die Software sei zu kompliziert in der Handhabung.

Die Usability ist natürlich von System zu System unterschiedlich, jedoch bieten viele der Lösungen intuitiv nutzbare Drag’n’Drop-Editoren, die das Aufsetzen von Kampagnen stark vereinfachen. Es empfiehlt sich, zunächst mit den grundlegenden Funktionen zu beginnen und sich schrittweise an komplexere Vorgänge zu wagen. Einige Anbieter bieten zudem Onboarding-Services und Schulungen an, um Mitarbeiter in die Systeme einzuführen.

Marketing-Automation führt automatisch zu mehr Leads

Auch wenn es die Wunschvorstellung vieler Marketer ist, dass allein die Einführung von Marketing-Automation-Software schon zu mehr Leads führt, erfordert es natürlich um einiges mehr als das.

Eine Marketing-Automation-Lösung kann dazu beitragen, Kundendaten zu strukturieren, Leads zu erkennen und in vertriebsreife Leads zu verwandeln. Erfahrungen im Lead-Management und Kenntnisse der Customer-Journey der eigenen Kunden sind jedoch von Vorteil, um sinnvolle Regeln zu definieren und Kunden zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Inhalten zu versorgen.

Marketing-Automation ist nichts anderes als E-Mail-Marketing-Software

Marketing-Automation wird oft mit E-Mail- oder Newsletter-Marketing auf eine Stufe gestellt. Das ist jedoch nicht korrekt.

Der automatisierte Versand von E-Mails bildet nur eine von vielen Funktionen, die mithilfe von Marketing-Automation umgesetzt werden können. Neben dem Versand von E-Mails bedienen die Systeme oft noch weitere Kanäle wie SMS, Push oder Direct Mail.

Automatisierungs-Tools arbeiten nur Online

Neben den bekannten Online-Marketing-Maßnahmen unterstützen einige Marketing-Automation-Systeme Unternehmen in klassischen Offline-Marketingdisziplinen wie dem Versenden von persönlichen Werbebriefen oder Infopaketen. Sie sind in der Lage, die für den Briefversand notwendigen Adressdaten automatisch in der Datenbank zu hinterlegen. Diese können im Anschluss an einen Dienstleister gesendet werden, der für den Versand des Mailings zuständig ist, oder vom Unternehmen selbst zum Versand der Unterlagen genutzt werden.

Auch klassische Werbemittel lassen sich mithilfe von Marketing-Automation durch personalisierte Links oder QR-Codes ergänzen, welche zu einer speziellen Landingpage führen. So ist es möglich, die Offline- mit der Online-Kommunikation zu verknüpfen.

Marketing-Automation eignet sich nur für B2C

Dass sich Marketing-Automation nur für B2C-Unternehmen eignet, ist schlichtweg falsch. Das Thema Marketing-Automation ist ursprünglich sogar eher mit dem B2B-Marketing verbunden. Dass B2B und B2C unterschiedliche Anforderungen aufweisen, ist natürlich richtig.

Am Markt gibt es daher Lösungen, die vorranging auf B2B-Unternehmen ausgerichtet sind, wie Hubspot oder Salesforce Pardot, sowie Lösungen, die sich eher auf den B2C-Bereich spezialisieren, wie Emarsys oder Adobe Campaign.

Die Auswahl an Marketing-Technologien ist zu groß

Laut der Marketing Technology Landscape existieren momentan 5.381 Marketing-Technologien am Markt, rund 200 davon im Bereich Marketing-Automation. Einerseits bringt diese Vielfalt Vorteile mit sich, andererseits erschwert sie auch die Auswahl.

Da das Angebot verschiedener Marketing-Automation-Systemanbieter stetig wächst, Anbieter sich zusammenschließen oder kleinere Systeme akquirieren, gestaltet es sich zunehmend schwierig, den Überblick zu behalten.

Aus diesem Grund sollte im ersten Schritt die individuelle Situation des Unternehmens betrachtet werden, um darauf aufbauend die gewünschten Anforderungen an einen Marketing-Automation-Systemanbieter definieren zu können. Dazu können die aktuellen Kennzahlen des Unternehmens, sowie die lang- und kurzfristigen Ziele betrachtet werden.

Des Weiteren ist die Evaluation bereits bestehender Systeme sinnvoll, um gegebenenfalls notwendige Schnittstellen zur Marketing-Automation-Software zu identifizieren. Sind die Anforderungen einmal definiert, schrumpft die Anzahl der in Frage kommenden Anbieter wie von selbst.

Marketing Automation WhitepaperDa ein solcher Auswahlprozess viel Zeit in Anspruch nimmt, lohnt es sich auf externes Know-How zurückzugreifen. Unsere dotSource-Experten haben einen umfassenden Blick über den Markt für Marketing-Automation und können anhand der individuellen Ziele und Bedürfnisse eine Strategie erarbeiten und passende Anbieter empfehlen. Zudem gibt unser Whitepaper „Marketing-Automation-Systeme auswählen“ einen ersten Überblick über die Funktionsweise von Marketing-Automation-Systemen und den bekanntesten Anbietern am Markt. Jetzt kostenlos herunterladen!

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Eine Reaktion zu “Fünf Mythen über Marketing-Automation”

  1. Mike

    Am 4. Juni 2017 um 00:29 Uhr

    Es gibt so viele B2B Unternehmen, die sich einfach nicht über die Automatisierungsmöglichkeiten bewusst sind. Immer wieder interessant zu sehen, wie hier noch Business betrieben wird. Danke für den interessanten Artikel! 🙂

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