Headless CMS – Kopflos in die Zukunft?

Verfasst am 29. Juni 2017 von .

Der Begriff Headless- (oder auch Decoupled) Content-Management-System (CMS) ist ein Buzzword, welches immer mehr an Relevanz gewinnt. Doch was steckt eigentlich genau dahinter und für wen eignet sich die Systemarchitektur?

Ursprünglich lag die Hauptaufgabe eines CMS darin, die Bearbeitung von Inhalten über ein Backend zu ermöglichen und diese in einer Datenbank zu speichern. Anschließend werden die Daten über einen angelegten View auf der Webseite ausgegeben.

Doch die Anforderungen haben sich gewandelt: Die Webseite ist nur noch eines von vielen Medien, die für die Content-Ausgabe genutzt werden. Hinzu kommen sowohl immer mehr neue Geräte wie Smartphone und Tablet, Wearables und IoT-Geräte, als auch zusätzliche Kanäle wie Soziale Medien und Feeds. Ein reguläres CMS gerät da an seine Grenzen, da es nicht dafür konzipiert ist, Daten außerhalb der eigenen Template-Engine bereitzustellen.

Was ist ein Headless CMS und was kann es?

Ein Headless CMS besteht ausschließlich aus einem Backend, einer Datenbank und einer API, welche das Frontend vollständig ersetzt. Das CMS verzichtet also auf sein „Gesicht“. Neue Daten und Inhalte werden über eine API ausgeliefert und können dadurch mit den unterschiedlichsten Programmiersprachen abgerufen werden. Dies hat den Vorteil, dass Content nur noch einmal bearbeitet werden muss und anschließend an verschiedene Produkte und Kanäle ausgespielt werden kann.

Aufbau eines Headless CMS

Aufbau eines Headless CMS (Quelle: Forrester, Darstellung: dotSource)

Eignet sich die Headless CMS-Architektur für jeden?

Das neue Architekturprinzip bietet augenscheinlich einige Vorteile, eignet sich aber dennoch nicht für jeden Anwender. Sie ist empfehlenswert, wenn mehr Flexibilität und Agilität gefragt sind, besonders dann wenn viele verschiedene Kanäle bespielt werden sollen. Content muss nur einmal erstellt werden und kann dann unbegrenzt auf allen Kanälen und Touchpoints ausgespielt werden. Auch wenn hohe Anforderungen an die Skalierbarkeit bestehen, ist ein solches CMS von Vorteil.

Welche Nachteile birgt ein Headless CMS?

Bevor man jetzt aber denkt: „JA, das brauche ich!“, sollte man sich dennoch im Klaren sein, dass ein Headless CMS (wie jede andere Technologie auch) sicher nicht für jeden die richtige Lösung darstellt. Es fehlen beispielsweise die typischen Out-of-the-Box-Funktionalitäten, die klassische CMS meist bieten. Zudem wird das gesamte System komplexer, da es aus vielen unabhängigen Teilen besteht, das macht auch die Lokalisierung von Fehlern schwieriger.

Vor allem aber müssen Entwickler in der Lage sein die Daten aus verschiedenen Quellen zu integrieren und zu verbinden, damit das CMS die Daten im Frontend zusammenzuziehen und bestmöglich darstellen kann.

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