Netzfund: AGB nicht gelesen? Dann Klo putzen!

Verfasst am 21. Juli 2017 von .

Neu App herunterladen. Neue Dienstleistung beauftragen. Bevor die Anmeldung erledigt ist, muss jeder die endlosen und unverständlichen AGB lesen und danach den Witz „Ich habe die AGB gelesen“ schnell abhacken, als Erlaubnis, um weiter zu gehen. Immer dasselbe Spiel. Aber wie oft lest ihr eigentlich die AGB von Apps, Online-Dienstleistungen, Händlern und Anbietern und wie lang?

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Der britische WLAN-Anbieter Purple wollte mit einer Aktion das Bewusstsein dafür wecken. Worum geht es? Der Anbieter hat in seinen AGB zwei Wochen lang einen Absatz hinzugefügt, in dem sich jeder Nutzer verpflichtet 1.000 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten, wie Klos auf Festivals zu putzen oder Kaugummis von der Straße zu entfernen.

Das Resultat: 20.000 Menschen haben die AGB so akzeptiert – was bedeutet, dass sie entweder der Verpflichtung zugestimmt oder sie den Inhalt der Geschäftsbedingungen wohl nicht gelesen haben. Insgesamt hat sich nur eine Person gemeldet!

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„Wir wollten zeigen, wie wenig Konsumenten darauf achten, zu was sie sich verpflichten, wenn sie freies WLAN nutzen“, erklärt das Unternehmen.

In einer Welt, in der immer mehr Menschen beunruhigt über die Datenschutz und Sicherheitslücken sind, fordert Purple die Verantwortung der Unternehmen für die Verbreitung dieser Best-Practices über Transparenz und Vertrauen. Andere Unternehmen müssen ihrem Beispiel folgen. Zugleich sollten die Nutzer ihre Stimme dazu erheben.

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