Abholmöglichkeiten verbreiten sich zugunsten der Bequemlichkeit der Kunden [5 Lesetipps]

Verfasst am 14. August 2017 von .
Quelle: Brennan Ehrhardt on Unsplash + William Warby

Quelle: Brennan Ehrhardt on Unsplash + William Warby

Amazons Ambitionen mit City Logistik steigen immer weiter. Nach Shell und Aldi gewinnt „Amazon Locker“ einen neuen Partner: die Drogeriekette DM. Damit führt Amazon die Expansion seiner Paketboxen fort und macht Logistikanbietern zunehmend Druck, insbesondere dem Vorreiter DHL, der bis jetzt die Paketabholung dominiert.

Die Logistikbranche fokussiert sich aber nicht nur auf schnellere Zustellungen mit neuen Technologien wie Drohnen oder Robotern, sondern auch darauf seinen Kunden kürzere und bequemere Wege für die Abholung ihrer Pakete anzubieten. Die Vereinfachung der Paketannahme hat in der letzten Zeit eine hohe Priorität für Logistikanbieter, Onlinehändler und Händler. Welche Akteure sind hier die Vorreiter und welche Lieferoptionen sind am besten umgesetzt?

Abholstationen verbreiten sich

DHL brachte vor 3 Jahren seine exklusiven und damals innovativen Paketboxen auf den Markt. Die ursprüngliche Idee dahinter war es, die Abholung der Sendungen zu garantieren, wenn der Empfänger nicht zu Hause ist.

Seitdem haben andere Logistikanbieter ihre eigenen Lösungen entwickelt, um diese Herausforderung zu bewältigen. Von Parcellock und dem sogenannten Paketbutler bis hin zu Volvo und dem Stichwort „In-Car Delivery“.

Amazon strebt die Unabhängigkeit durch den Ausbau des eigenen Zuliefernetzwerks an. Den Grund hat Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber selbst im Interview erklärt: „So sehen wir, wo Probleme sind und testen neue Transportkonzepte.“

Screenshot: Amazon Locker

Screenshot: Amazon Locker

Nach Aldi und Shell will der E-Commerce-Riese seine Paketboxen Amazon Locker nun auch auf den Parkplätzen von DM-Drogeriemärkten aufstellen, verkündet Herr Kleber. Dadurch sind Kunden flexibler bei der Abholung und ihnen bieten sich neue Möglichkeiten, wenn sie unterwegs oder auf dem Heimweg sind. Stichwort: Convenience.

Die sich verbreitenden Packstationen von DHL, Hermes, DPD usw. dienen einem ähnlichen Zweck. Während die Abholung sich dort jedoch auf die Öffnungszeiten beschränkt, ist der Service bei Amazon Locker 24/7 verfügbar.

Außerdem hat Amazon in den USA kürzlich sein neues In-Home-Delivery Baby „The Hub“ vorgestellt. „The Hub“ ist die logische Alternative zu den Packstationen von DHL. Sie wurde für Wohnhäuser konzipiert. Ein Vorteil ist, dass dieser neue Lieferservice für jeden verfügbar ist, der ein Paket versenden möchte. (Nicht nur für Amazon und dessen Partner).

Pure Player bringen Click & Collect in Schwung

Einige Pure Player erobern den stationären Handel. Onlinehändler haben gemerkt, dass ein reines Onlineangebot in einer sich ständig weiter entwickelnden Omnichannel-Welt nicht genug ist. Eine nahtlose Verbindung der Online- und Offlineshops ist wichtiger denn je. Dafür haben die Pure Player (abgesehen von Amazon) Filialen eröffnet. Der wesentlichste Grund dafür ist, den Kunden Mehrwerte anzubieten.

Beispielweise nutzt Mymuesli seine Shops nicht nur als Verkaufskanal, sondern als eine zusätzliche Liefermöglichkeit. Bei den Mymuesli-Shops spielt Click & Collect eine große Rolle. Cyberport erweitert seine Abholoptionen mithilfe der Stores und sogar des Logistikzentrums: hier können Kunden die Ware selbst abholen oder per EILT!-Lieferung bestellen.

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