Der Handel der Zukunft wird zweifellos digital [5 Lesetipps]

Verfasst am 7. August 2017 von .

Quelle: Photo by Samuel Zeller on Unsplash

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Laut Bitkom Research haben heute noch immer 11 Prozent der befragten Händler keine eigene Website. Unter den stationären Händlern steigt diese Zahl sogar auf 36 Prozent.
 
Allerdings sehen die Händler in der aktuellen Bitkom-Umfrage auch einen immer stärker wachsenden digitalen Handel im Jahr 2030. Wie sieht der zukünftige Handel aus? Und noch wichtiger: was können Händler und Hersteller tun, um sich rechtzeitig darauf vorzubereiten?

Quelle: BitKom

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Effektive und effiziente Nutzung der Spitzentechnologien

Wie die Grafik zeigt, werden wir durch Virtual Reality Waren und Items im stationären Handel entdecken. Heutzutage stecken VR und AR, unten anderem, noch in den Kinderschuhen. Allerdings haben einige Unternehmen bereits damit begonnen diese vielversprechenden Technologien zu testen, um Kunden mit einem einzigartigen Einkaufserlebnis zu begeistern.

Die VR-Technologie ist nicht mehr nur ein Hype, sondern ein echter Trend. Allein in Deutschland hat Samsung bisher 200.000 Gear-VR-Brillen verkauft.

Sowohl AR als auch VR werden zunehmend zum Innovationstreiber für B2B. Mithilfe der beiden Technologien könnten die internen Prozesse eines Unternehmens effizienter und effektiver werden. Außerdem erweitern sie B2B-Marketing und –Vertrieb. WMF beispielsweise nutzt Augmented Reality zum Verkauf hochwertiger Kaffeemaschinen für Unternehmen. So können Kunden visualisieren, wie die Maschine an der gewünschten Stelle aussieht und wie sie wirkt. VR ermöglicht immersives Marketing. Dadurch können sich Kunden komplexe und große Produkten mithilfe einer VR-Brille ansehen, anstatt vor Ort.

Es scheint jedoch, dass das größte Potential der AR beim Konsumenten liegt. In der Möbelbranche vereinfachen Ikea oder Wayfair schon lange die Online-Einkaufsentscheidung. In ähnlicher Weise haben auch Modemarken, wie Memomi oder Kosmetikketten, wie Sephora AR-Features integriert, damit Kunden virtuell Kleidung anprobieren oder Kosmetik testen können.

Die Rolle der Filialen und ihre Transformation

In Folge des Wandels des Kundenverhaltens und den jeweiligen Anforderungen, muss der PoS neu definiert werden. Daher haben bereits einige Marken und Händler den stationären Shop mit Spitzentechnologien untermauert. Ein paar Vorreiter bieten schon jetzt ein digitalisiertes Einkauferlebnis vor Ort. Das Hauptziel ist die Omnichannel-Anforderungen zu erfüllen, effizienter zu werden und die Kundenbindung durch personalisierte Kundenbetreuung zu verstärken.

Modemarken sind sehr aktiv in diesem Bereich und gehen mit gutem Beispiel voran. Rebecca Minkoff hat smarte Spiegel und kürzlich Selbstbedienungskassen in seinen Boutiquen integriert. Nike wiederum eröffnete Anfang des Jahres einen neuen Flagshipstore in New York voll mit technischen Funktionen und digitalen Hilfsmitteln. Dort kann man unter anderem mit Apple Pay bezahlen oder Produkte direkt über riesige Touchscreens, die an Wänden hängen, bestellen.

Die Entwicklung der Zahlungsmethoden

Laut der Grafik, wird der Zahlungsvorgang in Zukunft automatisiert. Man sollte jedoch kleine Schritte in diese Richtung machen, bevor das Amazon Go-Konzept verbreitet wird. Denn Konsumenten sollten sich zuerst an die neuen Zahlarten gewöhnen. Zurzeit ist das beliebteste Zahlungsverfahren für deutsche Heavy-Online-Shopper PayPal, aber das meistgenutzte ist noch immer die Rechnung.

Obwohl Händler immer mehr Zahlungsarten integrieren, gibt es auch steigende Anforderungen, besonders in Bezug auf Sicherheit und Kundenperspektive. Man darf nicht vergessen, dass Deutsche immer noch sehr vorsichtig sind, was den digitalen Geldtransfer betrifft.

Im Kontext des Internet-of-Things gewinnen diese Aspekte an Relevanz für die Verbraucher. In diesem Sinne und trotz der höchsten Sicherheitsstandards bezüglich der NFC-Terminals, dominieren laut der letzten ECC-Payment-Studie Scheine und Münzen immer noch den stationären Handel in Deutschland.

Es gibt also noch viel zu tun, um an Chinas Zahlen bezüglich Alipay heranzukommen und die Bitkom-Prognose zu erfüllen.

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