Emojis statt Esperanto: Storytelling à la 🍕 😍 👍

Verfasst am 8. August 2017 von .

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! Sprach-, Bild- und Videonachrichten rütteln an der Verwendung des geschriebenen Wortes. So, wie Messenger die SMS und das Telefonat ersetzt haben, verdrängen Emojis, GIFs und MEMEs den mühsam getippten Text. Sie sind ausdrucksstark und leicht zu benutzen – auch im globalen Kontext.

Marken-Kommunikation als Eye-Catcher

Tatsächlich geben 70,4 Prozent der US-Smartphone-Nutzer an, dass Emojis ihnen helfen genauer auszudrücken, was sie denken. Und ihr Gefühl scheint sie nicht zu trügen, denn 64,7 Prozent geben an, dass Emojis ihnen helfen andere Menschen besser zu verstehen. Hinzu kommt, dass vier von zehn Millennials eher mit Bildinhalten als mit Text interagieren. Emojis, GIFs und MEMEs bestimmen die Kommunikation in Messengern und sozialen Netzwerken. Die Kommunikation wird schneller und direkter. Worte können das nicht leisten.

Apps wie Gifboom und Instameme unterstützen Nutzer ihren Gedanken, ihren Bildern und ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen. So gewinnen Nachrichten an persönlichem Ton. Der individuelle kreative Fingerabdruck kann in allen Multimedia-Formaten in der gigantischen Community sozialer Netzwerke und Messenger hinterlassen werden.

OREO ist ein Paradebeispiel, wenn es um »Snackable Content«, also leicht verdauliche Inhalte, geht. (Pun intended!) Auf seinem Twitterprofil teilt der Süßwarenhersteller täglich GIFs und kurze Videos, die seine Zielgruppe zur Interaktion motivieren. Leitmotiv: Weniger ist mehr! OREO überlädt seinen Content nicht, sondern reduziert seine Kommunikation auf das Notwendigste in GIF-Form.

Commerce-Pionier der Bildsprache ist der Pizzadienst Domino`s. Sein Bestellprozess beginnt genial einfach: mit dem Pizza-Emoji auf Twitter. Das ist die ultimative Reduzierung der Zeit zwischen Wollen und Kaufen.

Ist die Zeit des Text-Contents damit vorbei? Keineswegs! Noch kann man mit Werbekampagnen in Emoji-Form herausstechen, wie die Promotion für den Film Deadpool und Yello Strom beweisen. Auf den Emoji-Hype aufzuspringen ist jedoch kein Erfolgsgarant und kann schnell peinlich werden, wie Chevrolet mit ultrakryptischen Nachrichten bewiesen hat.

Die Zielgruppe für Emoji-Content ist bisher noch schmal. Wer sie ins Visier nimmt, sollte Emojis für die eigene Strategie in Erwägung ziehen. Je besser das eigene Targeting ist und Marketing-Tools Inhalte an schmale Segmente personalisiert ausspielen können, desto eher lohnt es sich, die emoji-affine Zielgruppe in ihrer eigenen Sprache anzugehen.

Welches Emoji bringt die Marketingstrategie aufs nächste Level?

handelskraft2017-trendbuch-cover Höhlenmalerei und Hieroglyphen – Emojis könnten das Zeugnis der smarten Digital-Ära werden. Händler und Hersteller, die Kundenbindung der digitalen Mammutjagd vorziehen erfahren in unserem Trendkompass »Handelskraft 2017 – Von Menschen und Maschinen«, welche Entwicklungen das Digital Business bestimmen.

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