Facebook Marketplace jetzt in Europa verfügbar. Muss eBay zittern? [5 Lesetipps]

Verfasst am 21. August 2017 von .

Quelle: facebook newsroom

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Ende letzten Jahres startete Facebook Marketplace in den USA, UK, Neuseeland und Australien. Letzte Woche kündigte Deborah Liu, Vice President Facebook Marketplace nun den Roll-Out für Europa an. Schon im November fragte ich auf Handelskraft, ob es der Todesstoß für eBay Kleinanzeigen sei. Schauen wir nochmal genau hin.

Facebook Marketplace in 17 europäischen Ländern

Belgien, die tschechische Republik, Dänemark, Deutschland, Finland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, Ungarn und die tschechische Republik bekommen den Marketplace. Muss sich der Onlinehandel nun sorgen?

NOCH nicht. Oder besser gesagt: immer noch nicht. Facebook Marketplace professionalisiert das Flohmarkterlebnis der bisherigen, meist regionalen, Gruppen. Vorteil für die Nutzer ist die Suchfunktion über den Marketplace-Tab. Es hat bisher wirklich genervt Produkte in den Facebook Flohmarktgruppen wiederzufinden.

Facebooks Mehrwert ist die Plattform und die Nutzererfahrung. Im Gegensatz zur Konkurrenz von eBay oder etsy müssen die Nutzer eine der meistverwendeten Apps ihrer mobilen Endgeräte nicht verlassen. Kaufen und Verkaufen werden Teil der Facebook-Welt in den Köpfen der Nutzer, so wie es auch der Messenger wurde.

Mehr Vorteile bleiben allerdings aus. Facebook empfiehlt, wie eBay Kleinanzeigen Barzahlung oder PayPal und die Übergabe der Produkte unter Zeugen vorzunehmen.

Blaues Auge für eBay, Amazon und Co.?

Onlinehändler, die aktuell über eBay und/oder Amazon erfolgreich sind, müssen den Facebook Marketplace vorerst nicht fürchten. Zu nah ist das Modell am Prinzip Kleinanzeigen und Flohmarkt. Mit Fernabsatzhandel hat das nur wenig zu tun.

Auch für lokale Manufakturen und Design-Läden wird Facebook Marketplace die Welt nicht ändern. Zu viel Angebot herrscht auf den Kanälen, um das eigene Angebot wirklich sichtbar zu machen. Da sollte man besser in die eigene Community oder Special-Interest-Marktplätze, wie dawanda investieren.

Was bleibt, ist erneut das Marketingpotential der Plattform. Buy-Buttons in den sozialen Streams könnten eine Renaissance erleben, wenn Nutzer sich daran gewöhnen Facebook und Einkauf zusammenzudenken. Doch auch hier sind Amazon und eBay dem Konkurrenten noch ein Stück voraus, denn Kaufen ist der ultimative Zweck ihrer Angebote.

Wie immer, heißt es dennoch wachsam zu bleiben und die Veränderungen der Plattform weiter zu beobachten.

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