Digitale Kompetenzen: Wo sind die digitalen Talente versteckt? [5 Lesetipps]

Verfasst am 30. Oktober 2017 von .

Photo by al ghazali on Unsplash

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In Zeiten der digitalen Transformation sind digitale Kompetenzen und neue Rollen gefragt. Auch ein Umdenken in der Personalpolitik und Personalführung ist notwendig. Viele Unternehmen haben allerdings nur vage Vorstellungen, welche fachlichen und persönlichen Qualifikationen die Bewerber mitbringen sollen.
 
Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) und des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (BEVH), in denen spezialisierte Personalberater befragt wurden.

Rund 80 Prozent der befragten Recruiting-Spezialisten würden eine „steigende Nachfrage nach digitalen Talenten” bei ihren Klienten im E-Commerce feststellen. Ein weiteres Viertel hätte das Wachstum immerhin noch als „stark“ bezeichnet. Jedoch weiß jedes zweite Unternehmen nicht, was es sucht, wenn es um das Anforderungsprofil im Umgang mit digitalen Technologien geht. Wenn es eine steigende Nachfrage nach digitalen Experten gibt und die Unternehmen diesen Bedarf nicht decken können, heißt das, dass etwas fehlt.

Neue Positionen werden benötigt

Die digitale Transformation verlangt sowohl eine Neudefinition bestehender Positionen als auch die Schaffung neuer Stellen, um auf die Herausforderungen der technologischen Automatisierung und Digitalisierung am Arbeitsplatz zu reagieren.

Für die neuen Positionen werden Digitalexperten gesucht. Das ist klar. Aber welche digitalen Kompetenzen sind entscheidend und welche sollten von Unternehmen nachgefragt werden?

Obwohl diese Studie zeigt, dass Unternehmen keine Talente finden, gibt es auch Erhebungen wie jene von der Technischen Universität München in Zusammenarbeit mit SAP und der Forschungsplattform IDT, die unter anderem die wichtigsten Kompetenzbereiche für diese Positionen aufzeigt: digitale Sicherheit, Business-Change-Management, Business-Netzwerke, Big-Data-Analytics, Internet of Things, Produktservice-Angebote und mobile Technologien.

Aber es sieht so aus, als würde es nicht reichen ein paar digitale Kernkompetenzen zu identifizieren. In diesem Sinne sagt Regina Ruppert, Vizepräsidentin des BDU und Personalberaterin:

„Anders als in traditionellen Branchen fehlen für die Qualifikation von Fachkräften im E-Commerce noch einheitliche Standards und Abschlüsse“.

Anderseits zeigt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh, sich nicht überrascht über das Ergebnis der Umfrage. Tatsächlich zeigt es, „wie wichtig der mit von uns initiierte neue Ausbildungsberuf der ‚Kaufleute im E-Commerce‘ und im akademischen Bereich unser Projekt des ‚bevh-Hochschulatlas‘ sind.“

Kontinuierliche berufliche Weiterbildung ist gefragt

Man kann nach den Talenten suchen oder das Potenzial der eigenen Belegschaft fördern. Viele Unternehmen setzen auf die eigenen Mitarbeiter und investieren in kontinuierliche berufliche Weiterbildung, weil die Dynamik der Digitalbranche dies verlangt.

An der Digital Business School können sich Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Marketing, IT, Vertrieb und Business Development zum E-Commerce Manager und zum Digital Transformation Architect zertifizieren lassen. Anhand eines Business Cases und Grundlagen kann man lernen, wie sich bestehende Geschäftsmodelle transformieren lassen.

Parallel sollte jedes Unternehmen, das erfolgreich digitalisieren will, andere Maßnahmen (interne und externe) umsetzen. Beispielweise mehr Offenheit gegenüber Veränderungen unter allen Mitarbeitern fördern, Silos beseitigen und mehr Kollaboration zwischen den Abteilungen ermöglichen. Die Einheit zwischen Vertrieb, Marketing und IT wird in den kommenden Jahren entscheidend sein. Außerdem sollen die Geschäftsmodelle zu den digitalen Anforderungen passen und die richtigen Lösungen auswählt werden, um die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern. Abschießend sollten Kundenzentrierung und digitale und erstklassige Erlebnisse in Form von Services immer mehr im Mittelpunkt stehen.

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2 Reaktionen zu “Digitale Kompetenzen: Wo sind die digitalen Talente versteckt? [5 Lesetipps]”

  1. Jürgen J.

    Am 2. November 2017 um 01:23 Uhr

    Digitale Berufen kommen immer mehr in den Trend, wobei ich auch gerne mal als E-Commerce Manager arbeiten würde 🙂

  2. Lara

    Am 6. November 2017 um 17:31 Uhr

    Ich denke auch, dass digitale Berufe immer mehr im kommen sind. Das Internet ist kaum weg zu denken und verbindet so viele Menschen.

    LG

    Lara

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