Internet of Things: Geschäftsmodelle und echte Herausforderungen – Handelskraft Digital-Frühstück in Zürich [Recap]

Verfasst am 16. November 2017 von .
Quelle: dotSource

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Unser letztes Handelskraft Digital-Frühstück des Jahres fand letzte Woche zum Thema „Internet of Things“ im Metropol Zürich statt. Neben dem leckeren Frühstück und intensiven Netzwerken haben die Referenten anhand ausgewählter Use-Cases und konkreter Botschaften die Chancen und Herausforderungen des Internet of Things für Händler und Hersteller beleuchtet.

Auf der einen Seite wurde die große Bedeutung der generierten Daten betont, auf der anderen Seite wurden aber auch die damit einhergehende Komplexität und Sicherheitsbedenken thematisiert. Welche Erkenntnisse konnten gewonnen werden?

Vom IoT zum Commerce-of-Things

Aktuell sind „nur“ sieben Milliarden vernetzte IoT-Geräte in Benutzung. 2021 wird es laut Prognosen schon 22,5 Milliarden IoT-Geräte geben. Intelligente Lautsprecher wie Amazon Echo, Smart-Home-Systeme wie Nest und Smart-Mirrors wie The Oak Fitting Room sind immer verbreiteter. Die IoT-Revolution hat bereits begonnen.

Oliver Kling, dotSource

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In diesem Kontext der zunehmend vernetzten Welt stand auch die erste Keynote. Handelskraft Autor und Digital Evangelist Oliver Kling zeigte zunächst, welche Aspekte Händler und Hersteller in Erwägung ziehen sollten, um von IoT zu profitieren.

Unter diesem Gesichtspunkt betrachtete er auch die Konsumenten, die tatsächlich mobil und omnichannel sind. Diese Realität beeinflusst natürlich das Einkaufsverhalten und verändert die Gewohnheiten und Erwartungen der Kunden. Das bedeutet, dass die Onlineshops zuerst diese Anforderungen erfüllen müssen. Beispielweise von der Mobile-Optimierung eines Webshops, über die Umsetzung der UX-Elemente, um das Einkauferlebnis nahtloser und angenehmer zu machen, bis hin zu der Entwicklung von Conversational-Interfaces.

Aber das ist nicht alles. Die Tatsache, dass immer mehr Produkte mit neuen und digitalen Funktionalitäten ausgestattet sind, birgt neue Chancen, aber auch neue Herausforderungen.

  1. Durch digitale Produkte wird eine große Menge an Daten generiert, die für Händler und Hersteller einen Mehrwert darstellen können. Hier betonte Oliver Kling:

    „Daten sind das neue Öl. Intelligenz das neue Benzin“.

    Um das richtig umzusetzen, müssen Unternehmen auch neue KPIs einsetzen. Das Ziel ist es, ein von datenbasierter Intelligenz getriebenes Unternehmen zu werden.

  2. Produkte sind mit Sensoren und Konnektivität ausgerüstet, die Daten generieren und erheben, die Unternehmen zu Informationen kombinieren. Dadurch sind die vernetzten Produkte nicht mehr nur Produkte an sich, sondern auch Einstiegspunkte für zahlreiche Geschäfts- und Servicemodelle.

Und diese Veränderungen können derzeit auf dem Markt beobachtet werden. Bosch oder Samsung bieten ganze IoT-Ökosysteme mit zusätzlichen Services in Verbindung mit ihrer smarten Produktpalette an. Caterpiller stellt auch einen „Reparatur vor Ausfall“-Service für ihre Kunden bereit sowie AR- und VR-Einsätze, um Maschinen zu Warten.

Realisierbare IoT-Projekte: Komplexität und Automatisierung

Unser Gastreferent Thomas Eichstädt-Engelen blickte auf die Unternehmen, die sich gerade mitten in der digitalen Transformation befinden, und erklärte, wie IoT-Produkte für die Optimierung der internen Prozesse genutzt werden können.

Anhand von Beispielen illustrierte Thomas aus der IT-Sicht die komplexen Prozesse hinter den vernetzten Produkten und den digitalen Services. Beispielsweise die entscheidende Rolle der IoT-Plattformen und die wertvolle Verknüpfung zwischen den eingebauten Sensoren und ERP-System eines Unternehmens. Diese Verbindung ermöglicht zahlreiche Geschäftsmodelle. Davon wollen auch Softwareanbieter profitieren, die für individuelle IoT-Use-Cases spezielle IoT-Softwarelösungen anbieten.

Diese Übersättigung der IoT-Software für jeden Teilschritt verursacht eine SaaS Blase, die Händler und Hersteller vermeiden sollten, warnte Thomas, da die IT-Kosten sonst langfristig unkalkulierbar würden. Der Grund dahinter ist der Mangel an internationalen IoT-Standards, die eine der größten Herausforderungen sind, um effektiv IoT-Projekte zu realisieren.

Rückblick auf unserem Handelskraft Digital-Frühstück zum Anhören und Anschauen

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2 Reaktionen zu “Internet of Things: Geschäftsmodelle und echte Herausforderungen – Handelskraft Digital-Frühstück in Zürich [Recap]”

  1. Claudia

    Am 19. November 2017 um 15:51 Uhr

    Sehr interessanter Artikel. Ich denke auch, dass das Thema Internet Of Things in den kommenden Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen wird.

  2. Sonja

    Am 26. November 2017 um 16:31 Uhr

    Toller Artikel über ein potentiales Thema – vielen Dank!

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