Keine Panik! Der neue Facebook-Algorithmus macht uns noch besser! [5 Lesetipps]

Verfasst am 22. Januar 2018 von .

Quelle: pexels.com

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Kürzlich hat Facebook wieder einmal die Spielregeln geändert. Sein Algorithmus verfolgt nun einen neuen Ansatz. Facebook stuft die Inhalte von Freunden und Familienmitgliedern als relevanter ein, zum Nachteil von Inhalten, die Marken- und Medienseiten veröffentlichen. Die direkte Folge davon ist eine niedrigere organische Reichweite und der erste Eindruck, der entsteht, ist die jahrelange Arbeit an den Aufbau der eigenen Communities sei umsonst gewesen.
 
Aber keine Panik, es gibt auch einige Lichtblicke: Die Möglichkeit besser zu werden und die Nutzer glücklicher zu machen. Wie müssen Marketer darauf reagieren? Welche Alternativen gibt es? Was können Marken und Medien tun, um die Auswirkungen dieses Updates zu neutralisieren?

Was sind die Effekte des Updates?

Diese Ankündigung sollte für Nutzer sehr begrüßenswert gewesen sein. Da ab jetzt die Inhalte, die die Nutzer in ihrem News-Feed sehen können, genau ihren persönlichen Vorstellungen angepasst sind. Facebook versteht, dass die Inhalte von bekannten Personen für Nutzer interessanter sind, als Inhalte von Marken und Unternehmen.

Aber die Änderung hat weitreichendere Auswirkungen. Dazu hat Marc Zuckerberg in seiner Ankündigung angemerkt:

The first changes you’ll see will be in News Feed, where you can expect to see more from your friends, family and groups. As we roll this out, you’ll see less public content like posts from businesses, brands, and media. And the public content you see more will be held to the same standard — it should encourage meaningful interactions between people.

Dieser letzten Satz ist der Schlüssel, um die Effekte der Änderung zu begreifen. Mit dieser Änderung gilt nicht mehr das Engagement eines Beitrags, sondern woher die Inhalte kommen.

Auf der einen Seite bedeutet das, dass Facebook sich auf Posts konzentrieren wird, mit denen man interagieren möchte und sie auf prominenten Positionen im News-Feed platzieren wird. Beispielsweise: Ein Post von einem Freund, der nach Empfehlungen für seinen nächsten Urlaub sucht, wird eine höhere Priorität haben, als ein Content-Post eines Unternehmens.

Auf der anderen Seite heißt das, dass die Posts, die ein Familienmitglied geteilt hat, mehr Relevanz haben werden, als deine beliebteste Seite, obwohl die Posts von deinem Verwandten weniger Aktivität haben.

Dieses Update bringt Mehrwert für die Nutzer, weil sie endlich hochwertigen und auf sich zugeschnittenen Content erhalten werden. Die Seiten, deren Inhalt Unterhaltungen zwischen Freunden oder Bekannten generiert, leiden nicht unter dieser neuen Maßnahme, während die Unternehmen, die um ihre Performance besorgt sind, wissen sollten, dass es viele Alternativen außerhalb der organischen Reichweite von Facebook gibt, um die Zielgruppe zu erreichen.

Alternative Maßnahmen

1. Paid-Social-Advertising

Obwohl es widersinnig erscheint, lohnt es sich in Facebook Werbung zu investieren. Laut eMarketer wächst Paid-Social-Advertising rasant und 25,5 Prozent aller Ausgaben für digitale Werbung in den USA fließen in diese Art von Werbung. Dies ist das beste Mittel, um wieder mehr Facebook-Reichweite aufzubauen, auch wenn du dafür zahlen musst. Der größte Vorteil liegt daran, dass man mit guter Facebook Werbung die Zielgruppe zu wirklich niedrigen Preisen erreicht.

Bemerkenswert ist das Targeting durch Custom Audiences und Lookalike Audiences, mit denen man die Möglichkeit hat, User auf Facebook aufgrund von konkretem Verhalten anzusprechen und so genau die Leute zu erreichen, die zum Beispiel schon mal mit einer Website interagiert haben.

Aber wichtig ist, nicht einfach Geld auszugeben, sondern auf eine langfristige Facebook-Strategie zu setzten.

2. Messenger-Marketing

Die Anzahl der Nutzer von Messaging-Apps wie WhatsApp (auch für Unternehmen), Facebook Messenger & Co. wächst kontinuierlich und übersteigt global sogar längst die Nutzerzahlen von traditionellen Social-Media-Kanälen wie Instagram oder Twitter.

Hauptvorteile:

  • Messenger & Co. haben eine intrinsische Distributionsrate von 100%. Das bedeutet, dass eine Messenger-Nachricht alle Empfänger einer Broadcasting-Liste erreicht.
  • Um Hohe Öffnungs- und Klickraten zu erreichen, ist eine klare, konsistente und persönliche Content-Strategie notwendig.
  • Obwohl die besten Zeiten von Apps schon vorbei sind, haben Messenger-Apps eine höhere Retention-Rate als die übrigen Mobile Apps. Das liegt auch daran, dass Menschen diese Apps brauchen, um mit anderen Personen zu kommunizieren.

Fazit

Alles in allem ist diese Änderung des Algorithmus nicht dramatisch. Benutzer werden stark davon profitieren, weil es mehr sinnvollen Content in ihren News-Feeds gibt.

Diese Anforderungen zu erfüllen wird für Unternehmen und Marken allerdings sehr herausfordernd sein. Sie sollten aber in Erwähnung ziehen, dass derzeit Qualität mehr Bedeutung als Quantität hat und dass einzigartiger und nützlicher Content mehr denn je gefragt ist.

Unternehmen sollten sich mehr Mühe geben, um mithilfe von erstklassigem Content relevanter, kreativer und informativer für die Zielgruppe zu werden.

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