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Oliver Kling


Warum startet digitale Bildung nicht durch? Erkenntnisse vom Digital-Frühstück »Best Practice Veritas« in Linz

Verfasst am 19. Oktober 2017 von .

Quelle: dotSource

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Letzte Woche fand in der Tabakfabrik Linz das Handelskraft Digital-Frühstück »Best Practice Veritas« statt. Neben dem obligatorischen Frühstück und Netzwerken glänzten vor allem die Speaker mit klaren Botschaften. Unterstützt wurden wir von unserem österreichischen Kunden, dem Schulbuchverlag VERITAS sowie unserem Partner A-COMMERCE.
 
Die wichtigste Erkenntnis: Digitalisierung hat zwei Erfolgsfaktoren. Zum Einen die kundenzentrierte Nutzung von Technologie, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Zum Anderen den Rahmen, den Menschen und Recht vorgeben. Gerade die letztgenannten, dürfen nicht durch den ersten Faktor aus dem Fokus geraten. Es droht sonst dasselbe Schicksal, wie es gerade in Sachen digitaler Bildung stattfindet.

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Wie viel Commerce steckt wirklich in Facebook?

Verfasst am 11. Oktober 2017 von .

Quelle: pexels

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Facebook gehört bei einer Vielzahl von Unternehmen zum festen Bestandteil ihres Online-Marketing-Mixes. Langfristig wollen viele Händler und Hersteller via Facebook einen weiteren Absatzkanal für ihre Produkte schaffen. Die Frage ist nur: Wie?
 
Grundlegend ist eine klare Strategie und Zielstellung für die Marketing-, Vertriebs- und Serviceaktivitäten. Marken und Unternehmen müssen prüfen, ob sie diese mit den gegebenen Mitteln erreichen können. Hierbei muss man im Hinterkopf behalten, dass Facebook nicht als reiner Absatzkanal gedacht ist, sondern es ursprünglich darum ging, sich mit seinen Freunden zu verbinden. Genau da liegt der Anknüpfungspunkt: Man muss den Nutzer davon überzeugen, eine Verbindung zum Unternehmen zu entwickeln und Vertrauen aufzubauen.
 
Facebook als Plattform bietet viele Möglichkeiten, man muss diese aber auch zu nutzen wissen. Wir haben die Funktionalitäten des soziale Netzwerks deshalb unter verschiedenen Aspekten des Social Commerce unter die Lupe genommen und auf das Vertriebspotential geprüft.

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ECC studie verrät: Ohne Service ist Onlineshopping für Kunden langweilig!

Verfasst am 10. Oktober 2017 von .

Onlineshopping ist nicht nur Mittel zum Zweck. Produkt finden, in den Warenkorb legen, zahlen, liefern – diese customer journey gibt es auch, aber sie wird seltener. Warum? Ganz einfach, weil der Anteil der Wiederbesteller steigt. Je häufiger man online einkauft, desto höher klettern die Erwartungen an das Einkaufserlebnis. Und das soll für Nutzer möglichst bequem sein.
 
“Service-Evolution im Handel” nennt das ECC diese Entwicklung in ihrer gleichnamigen Studie, die Mitte letzter Woche erschienen ist. Die Essenz für Händler: das Sortiment ist kaum noch ein ausreichendes Differenzierungsmerkmal. Serviceangebote gewinnen an Bedeutung, um sich im Wettbewerb abzugrenzen und erfolgreich Kundenakquise und -bindung zu betreiben. Was bedeutet “Service sells.”?

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Wie geht digitale Transformation ohne Bullshit?

Verfasst am 5. Oktober 2017 von .

Quelle: pexels

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Die Begriffe “Digitalisierung” und “digitale Transformation” haben in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit erfahren. So große Aufmerksamkeit, dass selbst die eigene Großmutter mindestens einen der beiden Begriffe schon einmal gehört hat. Daran trägt nicht zuletzt die FDP Schuld, die ihren Bundestagswahlkampf 2017 quasi komplett auf diesen Begriff ausgerichtet hat. Ein Grund zur Freude? Nicht ganz, denn wenn “Digitalisierung” zur Ursache und Antwort aller Fragen gleichermaßen wird, besteht die Gefahr, dass der Begriff seines Sinns beraubt wird.
 
Zu Recht weist t3n-Chefredakteur Stephan Dörner in seinem Artikel “Warum die Digitalisierung zum Bullshit-Begriff zu verkommen droht” darauf hin, dass dem Begriff der Digitalisierung dasselbe Schicksal droht, wie zuvor dem Begriff der “Globalisierung”. Insbesondere kritisiert er, dass die Stilisierung zum Kampfbegriff dazu führt, dass alles, was unter dem Begriff gemeint sein kann, nicht mehr als politisch gestaltbar wahrgenommen wird bzw. wahrgenommen werden muss. Das die vielbeschworene “Industrie 4.0” aber einen politischen Rahmen für Menschen UND Maschinen dringend notwendig hat, habe ich letzte Woche hier geschrieben.
 
Die größte Sorge besteht meines Erachtens jedoch darin, dass die Akteure der Digitalisierung, also Unternehmen, Angestellte, Arbeiter, Nutzer und Politik selbst beginnen an die entfesselte Macht und Ungestaltbarkeit zu glauben und dementsprechend nicht mehr tätig werden. Das wäre fatal!

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Change-Management in der „Industrie 4.0“ – Politik für Menschen oder Maschinen? [Kommentar]

Verfasst am 27. September 2017 von .

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Was ist denn hier los? Wird Handelskraft jetzt politisch? NACH der Bundestagswahl? Nein und ja. Nein, weil Handelskraft auf die digitale Transformation von Unternehmen und Geschäftsmodellen blickt. Nein, weil die Digitalisierung von Marketing, Vertrieb und Service nichts per se Politisches ist. Nein, weil Handelskraft an Wandel und Erfolg durch unternehmerisches Handeln glaubt. Aber es gibt auch das Ja.
 
Ja, weil es Bereiche gibt an denen Digitalisierung an Grenzen stößt, da ihre erzeugten Effekte keine gewinnbringende Zukunftsoption für die Beteiligten darstellen. Ganz konkret hat mich ein Artikel zum Thema Fachkräftemangel sowie meine Erfahrungen aus der Digital Business School zu diesem Kommentar veranlasst. Worum geht’s?

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Die Marke als Ohrwurm – spotify als Marketingkanal

Verfasst am 19. September 2017 von .

Quelle: dotSource

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Sichtbar können Marken nur werden, wenn sie in den Streams der täglich genutzten Apps auftauchen. Getan ist es damit aber noch nicht. Gesehen zu werden bedeutet nicht automatisch wahrgenommen zu werden. Erst die Interaktion, das Stoppen des immerwährenden Wischens, ist der Einstieg in die individuelle Welt des Kunden.
 
Marken werden dadurch zum Gast auf der Party des Nutzers. Wer sich nicht benimmt, Gäste belästigt oder langweilt, fliegt raus! So steigen Marken in die Königsdisziplin des persönlichen Brandings auf: Sie übernehmen die Musikauswahl des Festes. Ewiger Ruhm oder ewige Verachtung erwarten den DJ.

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Netzfund: smarte Stromzähler sicher bedienen dank Morsecode

Verfasst am 15. September 2017 von .

Ja, es ist wirklich das Jahr 2017. Nein, es ist nicht der 1. April. Nein, die Quelle des heutigen Netzfunds ist nicht der Postillon. Nichts davon möchte man zunächst glauben, wenn man Ulrich Grevelers Blogeintrag “Digitalisierung mit der Taschenlampe” liest.

In Velbert, zwischen Essen und Wuppertal, beginnen die Stadtwerke den Tausch der alten Stromzähler und ersetzen sie innerhalb der nächsten acht bis zehn Jahre durch ihre smarten Nachfolger. Für 89 Prozent bedeutet das den Einbau einer Modernen Messeinrichtunge (mMe), für die übrigen 11 Prozent den Einbau eines intelligenten Messsystems (iMsys). Ob mMe oder iMsys entscheidet die Jahresverbrauchsgrenze von 6000 kWh. Für Kunden entstehen 20 Euro Mehrkosten jährlich. Wer über der 6000 kWh Grenze liegt, zahlt mehr.

Der wichtigste Unterschied zwischen “modern” und “intelligent” ist die Vernetzung. Beim modernen System kommt ganz klassisch einmal jährlich jemand zum ablesen vorbei. Nur die intelligenten Systeme sind ans Internet angeschlossen.

Credit: EVB, CC BY-SA 3.0 Smart Meter

Credit: EVB, CC BY-SA 3.0 Smart Meter

Ein großes Thema beim smarten Strom ist Sicherheit. Der Zähler EDL21 hat ein zweizeiliges Display, aber keine Eingabeeinheiten. Geschützt wird das System von einer unveränderlichen, beliebig oft ausprobierbaren vierstelligen Pin-Nummer, die man per Post erhält.

Man ist hin und hergerissen, ob das nun sicher ist oder nicht. Unveränderlicher Pin ohne Eingabeeinheit. Hrm…. Okay, es gibt eine Eingabeinheit. Einen Lichtsensor, der über eine handelsübliche Taschenlampe bedient werden kann. Blinken, um den Pin einzugeben. Blinken, um das System auf Null zu setzen, um beispielsweise den Stromverbrauch des Trockners zu ermitteln. Blinken, blinken, blinken. Aber nicht zu schnell und nicht zu lang!

Ob Kunden sich so die bequeme Möglichkeit des Stromsparens vorgestellt haben, darf bezweifelt werden. Daran ändern weder Blink-Apps von Drittanbietern, noch Blink-Apps von Herstellern etwas.

Unvermeidlich muss man hier an Torsten Dierkes denken: Wenn Sie einen Scheißprozess digitalisieren, haben Sie einen scheiß digitalen Prozess!


IoT Marktchancen aus B2C-Sicht – 4 Use Cases

Verfasst am 13. September 2017 von .

Um zu verstehen, wie revolutionär das Internet der Dinge ist, reicht schon der Blick auf die Fähigkeiten, die ein physisches Produkt besitzen kann, sobald es um zusätzliche Hardwareeigenschaften von Sensoren und Konnektivitätsfunktionen über Datenerhebungsfähigkeiten bis hin zu digitalen Services erweitert wird. Letztere stellen hierbei den Höhepunkt der Optimierung dar.
 

Optimierte digitale Produkte, zahllose Geschäftsmodelle

Je mehr solcher Erweiterungen ein physisches Produkt besitzt, umso mehr Ansatzpunkte für neue Geschäftsmodelle und -chancen entstehen. So vervielfacht etwa ein Thermomix mit Internetverbindung die Möglichkeiten der Wertschöpfung durch ein verbessertes Kundenerlebnis, während der klassische Prototyp dies nicht tut.
 
Ein weiterer wichtiger Aspekt besteht darin, dass so optimierte Geräte kooperative Landschaften entstehen lassen, in denen alle Beteiligten auf irgendeine Art profitieren. Ermöglicht wird dies durch die Natur dieses Ökosystems, in dem zahlreiche Player interagieren und sich partnerschaftlich verbinden sollten, um einen Mehrwert zu bieten: mit dem Verkauf des Produktes selbst, dem Verkauf des integrierten Sensors (der wiederum einen Zusatzservice bietet), dem Verkauf der generierten Daten, der Steigerung des Engagements und der Kundenbindung (durch ein besseres, personalisiertes Erlebnis). In Verbindung mit dem parallel zur IoT-Evolution verlaufenden zunehmenden Einfluss der Digitalwirtschaft verändert diese Serviceorientierung die Geschäftsmodellgrundlagen vieler Unternehmen.

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Kundenbindung auch mal wörtlich nehmen – Nutzer wollen unterhalten werden

Verfasst am 12. September 2017 von .

Der Kunde ist satt. Größer, lauter, bunter, schneller – diese Werbezutaten lassen ihn kalt. Modernes Marketing braucht clevere Inhalte und fesselnde Erlebnisse. Informationen besorgt sich der Kunde schließlich selbst – im Netz, in Communities und durch Rezensionen.
 
Marken machen sich deshalb sowohl den Wissensdurst der Konsumenten als auch deren gefühlte Überlegenheit auf Grund von Informationen zunutze. So setzen sie auf lehrreiche Inhalte ebenso wie auf Ironie. Doch wer die Aufmerksamkeit des Kunden erst einmal hat, darf ihn nicht enttäuschen.
 
Marketing-Kampagnen setzen immer häufiger auf Inhalte, die über die emotionalisierte Produktpräsentation hinausgehen. Einige sind mutig genug vollkommen produktfremde Inhalte zu teilen.

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Netzfund: Jede Menge Zeit beim Arbeiten durch Arbeiten verschwenden

Verfasst am 8. September 2017 von .

Kaum jemand, dessen wichtigstes Arbeitsgerät der Computer oder das Smartphone ist, kennt dieses Phänomen nicht. Man sitzt stundenlang vorm Rechner und fragt sich am Ende des Tages: “Was habe ich heute eigentlich gemacht? Gefühlt habe ich nur rumgeklickt.”
 
Ja, diese Tage sind selten – sonst würden die Chefs dieser Welt wohl amtlich eskalieren. Aber: Es gibt sie!
 
Das Gefühl stumpfsinniger Klick- und Rechen”arbeit” wird im Browsergame »It Is As If You Were Doing Work« perfektioniert. Im Windows95-Stil tippt und klickt man sich durch einfache Büroarbeit. E-Mails schreiben, Buttons klicken, PopUps schließen, Ladezeiten überbrücken – alles um Punkte, Beförderungen und – nicht zu vergessen – Pausen zu erspielen.
 
Fazit: Man verliert unglaublich viel Zeit für die eigentliche Arbeit und fragt sich, was das eigentlich soll? Aber hey: Es ist Freitag und die moderne Welt der Automatisierung wird den Effizienzverlust schon wieder rausholen 😉
 
Jetzt spielen!

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