Archiv der Kategorie 'Logistik & Distribution'

Fashiongalerie – Eine interessante
E-Commerce-Lösung für den Einzelhandel

Verfasst am 28. März 2011 von Thomas Wetzel.

Mit einem vielversprechendem Konzept zur Verbindung von stationärem Handel und E-Commerce gehen 10 verschiedene Mode-Einzelhändler aus Deutschland an den Start.
Das Prinzip von Fashiongalerie ist, dass die verschiedenen Einzelhändler den Fashiongalerieshop auf ihrer Seite durch ein markantes Banner auf der Startseite verlinken und so dem Kunden die Möglichkeit geben auch online einzukaufen. Eine komplette Multi-Channeling-Lösung ist dieses neue Prinzip nicht, denn Marken des Online-Shops werden nicht alle zwangsweise auch in den Einzelhandelsgeschäften verkauft.


Die Einnahmen der Händler ergeben sich aus ihren 60% der Anteile von Fashiongalerie. Zusätzlich gibt es ein interessantes Provisionsmodell. Jeder der Anteilhaber hat ein zugewiesenes Postleitzahlgebiet. Die Onlineshopnutzer aus der jeweiligen Region bringen dem stationärem Händler so eine Provision, auch wenn dieser nicht durch die Händlerhomepage zu Fashiongalerie gefunden hat.
Zu Marketingzwecken wird ein Fashionblog geführt. Zusätzlich wird neben einem kleinen Magazin auch eine Facebookpräsenz aufgebaut.
Die Zahl von 10 Händlern soll nach Angaben der Seitenbetreiber in Deutschland noch auf 60 ausgebaut werden, um somit ein flächendeckendes Konzept zu ermöglichen.
Meiner Meinung nach bietet diese Variante der Kombination von Einzelhandel und einem eigenständigen Onlineshop Möglichkeiten für kleinere Händler aus allen Branchen, etwas vom großen E-Commerce-Potential abzuschöpfen. Ob sich das Prinzip gegenüber anderen reinen Onlineshops bewährt, bleibt  aber abzuwarten.

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Interview: ADD/UP – Vom Onlineshop zum stationären Handel

Verfasst am 15. Februar 2011 von Sabine Bartmann.

Das Vernetzen verschiedener Vertriebskanäle wird für den stationären Handel und Onlineshopbetreiber immer präsenter. Das Joint Venture ADD/UP, hervorgegangen aus Hermes Fulfilment und Meyer & Meyer, bietet speziell für die Fashionbranche Lösungen für ein integriertes Multi-Channeling an.

Geschäftsführerin Nina Ehrenberg erklärt im Interview mit Handelskraft die Vorteile der Leistungen von ADD/UP:

Aus welchem Grund haben Sie sich mit ADD/UP auf die Fashionbranche spezialisiert?

Im Modemarkt sehen wir derzeit das größte Potenzial. Immer mehr Modehändler und Marken, die bisher nur im Stationärhandel vertreten waren, entdecken den Webshop als wichtigen Wachstumstreiber für sich. Außerdem haben sowohl Meyer & Meyer als auch Hermes Fulfilment ihre Wurzeln im Fashion-Segment.

Welche Kanäle werden von Ihren Leistungen angesprochen?

Unsere Leistungen richten sich einerseits an Stationärhändler, seien es Multibrand- oder Monobrandläden, die zusätzlich einen Webshop eröffnen wollen, und andererseits an Online-Händler, die ihre Ware künftig auch in Filialen verkaufen wollen.

Was bedeutet „integriertes Multi-Channeling“ bei ADD/UP?

Wir verstehen unter integriertem Multi-Channeling, dass alle Vertriebskanäle miteinander verbunden und zentral gesteuert werden, damit der Endkunde rund um die Uhr einkaufen, aus einem größtmöglichen Sortiment auswählen und völlig frei zwischen Webshop und Filiale wählen kann.

Wie funktioniert „integriertes Multi-Channeling“ bei der Verbindung von stationärem- und Onlinehandel von der Bestellung bis hin zu der Lieferung?

Das Wichtigste dabei ist die gemeinsame Bestandsführung, das vernetzte Data-Warehouse und der übergreifende Blick auf alle Kundendaten. Nur so ist gewährleistet, dass für jeden Kanal sämtliche Informationen jederzeit abrufbar sind. Ein Beispiel: Wird ein Artikel über einen Kanal besonders gut verkauft, hat der Händler oder die Marke jederzeit die Möglichkeit, für Nachschub aus anderen Kanälen zu sorgen. Der Kanal, der zuerst verkaufen kann, erhält den freien Bestand. Warenwirtschaftssysteme, Bestandsführung und Kassensysteme existieren ja bereits für jeden Kanal, sie werden bei ADD/UP miteinander verbunden.

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Click and Collect – Douglas und Kaufhof wollen den On- und Offlinekanal vernetzen

Verfasst am 10. Februar 2011 von Sabine Bartmann.

Auf der Bilanzpressekonferenz am 12. Januar kündigte Henning Kreke, Vorstandsvorsitzender der Douglas Holding, an, das Onlinegeschäft erheblich zu verstärken. Dafür setzt er hohe Erwartungen in die stationären Läden des Konzerns.

“Mein Ziel ist es jetzt, dass kein Kunde mehr unseren Laden verlässt, ohne dass er in irgendeiner Weise auf unseren Onlineverkauf hingewiesen worden ist”

Umgekehrt gilt das gesetzte Credo ebenso. Die zur Douglas Holding zugehörige Buchhandlung Thalia bietet während des Zahlungsprozess im Onlineshop ihren Kunden an, Bücher direkt zur Abholung in die nächste Filiale liefern zu lassen. Ebenso kündigte Metro-Tochter Kaufhof verstärkte Onlineaktivitäten an. Kaufhof-Chef  Lovro Mandac äußerte sich gegenüber der Financial Times Deutschland, dass er nicht nur die Onlinepräsenz ausbauen möchte, sondern insbesondere ein Multichannel-Retailing einführen wird:

“Wir werden Galeria-kaufhof.de im kommenden Jahr deutlich erweitern und dann online wie in der Filiale ein breites Angebot bieten”. Und wir werden beide Vertriebswege verbinden im Sinne eines echten Multichannel-Retailing.”

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The Bakery – Eine Sprache für Multichannel-Transaktionen

Verfasst am 15. November 2010 von Sabine Bartmann.

TheBakeryDie Intershop-Tochter „The Bakery“ hat es sich zum Ziel gesetzt, den elektronischen Handel zu vereinheitlichen und damit zu vereinfachen. Heraus kam eine Transaktionsplattform, die Supplier und Channel miteinander vernetzt und alle dazugehörigen Prozesse performanter gestaltet. Mittlerweile zählen bekannte Namen wie Neckermann und Channel21 zu den Nutzern.

“The Bakery ist wie eine Sprache, die alle miteinander verbindet”,

so Klaus Skripalle, Geschäftsführer und Mitgründer. In einem Interview mit Handelskraft erklärte er die Vorzüge der Plattform:

Magento-Plugin „MagBakery“

Damit auch Shopbetreiber, die auf Magento setzen, die Leistungen von “The Bakery” in Anspruch nehmen können, gibt es nun ein geeignetes Plugin. Mit der Anbindung und entsprechender Vereinbarung profitieren Onlineshopbetreiber unmittelbar von den Dienstleistungen der Handelspartner. Momentan ist „MagBakery“ noch in der Beta-Version und kann unter diesem Link getestet werden: http://www.meeva.de/magbakery.html

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Design kontra Massenproduktion – Garmz, Nelou und gestyled.com

Verfasst am 22. September 2010 von Sabine Bartmann.

Mindestens seit Etsy oder DaWanda ist individuelle Kleidung ein fester Bestandteil der Modewelt geworden. Zahlreiche DIY-Produkte finden auf den Portalen ihren Platz. Mit einigen neuen Geschäftsmodellen wird das individuelle Design nun auf ein neues Level befördert. Plattformen wie Garmz oder Nelou (Bewerber E-Challenge 2010) fördern junge Talente, indem sie es ihnen ermöglichen ihre Kollektion zu präsentieren.  Erstere setzt auf das Voten von Skizzen. Erzielt das Bekleidungsstück einen hohen Rang, wird es von Garmz produziert und zum Kauf angeboten. Im Gegensatz zu Garmz bietet Nelou eine Plattform für bereits bestehende Labels. Anders als bei gängigen Fashionshops werden auch hier gezielt noch unbekannte Designer gefördert.

Garmz

Nach meinem Empfinden holt die Demokratisierung des Modedesigns Bekleidung aus der DIY-Nische heraus. Darüber hinaus bergen beide Plattformen ihre Vor- und Nachteile.

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Magento: Barcode Shipping

Verfasst am 3. September 2010 von Sabine Bartmann.

Die Liste der Extensions für Magento reicht bis in alle Weiten. Diese Woche wurde mir ein Modul zugespielt, das eine Erwähnung wert ist: Barcode Shipping für Magento. Enwickelt wurde die Erweiterung von YBM-Deutschland, geführt von Stephan Wienczny. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung von Magento-Modulen. Mit der Erweiterung Barcode Shipping wird eine Bestellung ohne ein zusätzliches Warenwirtschaftssystem umgesetzt. Das lohnt sich besonders für Unternehmen die ihre bestehende Logistik nicht auslagern möchten, aber dennoch Wert auf eine unkomplizierte Abwicklung legen. Eine ausführliche Beschreibung lässt sich hier finden.

BarcodeShipping

Weitere Extensions unter magentocommerce.com

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Neckermann versucht es auf ein Neues

Verfasst am 31. August 2010 von Sabine Bartmann.

Vor einige Zeit war Neckermann mutiger Vorreiter für den klassischen Online-Versandhandel.  In der Schweiz schaffte das Unternehmen kurzzeitig den Katalog ab, um gleich darauf festzustellen, dass es ohne ihn doch nicht funktioniert. Branchenexperte Jochen Krisch prognostizierte eine düstere Zukunft:

Natürlich kann man als Katalogversender den Spagat schaffen und mit einer sog. Multi-Channel-Strategie glücklich werden, aber man kann damit eben schwerlich ein nachhaltig erfolgreicher Online-Händler werden, wie die Erfahrungen aus der Schweiz im allgemeinen und der Fall Neckermann im Speziellen zeigen.

Neckermann

In diesem Jahr feiert der Versandhändler das 15jährige Bestehen des Onlineshops und versucht weiter seine Aktivitäten auf das E-Commerce auszurichten. Thorsten Franz, der seine Karriere bei der Karstadt Warenhaus AG begann, ist nun neuer Marketingchef und tritt die Nachfolge von Timo Beyer an.  In der ONEtoONE ist zu lesen:

Zu den neuen Aufgaben von Franz bei Neckermann.de gehört die strategische Weiterentwicklung des Marketings, dort soll er die notwendige Online-Orientierung des Marktauftritts gewährleisten und gleichzeitig das Kataloggeschäft auf das E-Commerce-Geschäft ausrichten.

Weg vom Katalog auf zum E-Commerce, heißt hier einmal mehr die Devise. Im Gegenzug zu Otto setzt Neckermann verstärkt auf Vertriebspartner wie zum Beispiel S. Oliver. Mit Schuplus.de ist vor kurzem ein neuer Fang hinzu gekommen. Das Unternehmen setzt im E-Commerce nicht vorrangig auf neue Geschäftsmodelle, sonder versucht, so wie es scheint, mit Bekleidung in Übergrößen eine neue Nische zu finden. Wie es damit weiter geht, bleibt abzuwarten.

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