Archiv der Kategorie 'Liveshopping'

Back to the Roots: Liveshopping-Portal Preisbock.de gehört wieder 100% zu dotSource

Verfasst am 10. August 2010 von Sabine Eberl.

Die dotSource GmbH hat das Liveshopping-Portal Preisbock.de von der bisherigen Investorengruppe zurückgekauft und wird es nun als 100%ige Tochter weiterführen. Back to the Roots heißt es in diesem Fall, weil Preisbock im Jahr 2007 von dotSource Gründer Christian Otto Grötsch ins Leben gerufen und ein Jahr später in eine eigenständige GmbH ausgegründet worden war.

Preisbock.de am 10.8.2010

Preisbock.de am 10.8.2010

Damals war das Liveshopping Prinzip gerade dabei, aus den USA auf den deutschen Markt überzugreifen. dotSource sprang mit dem eigenen Modellversuch früh auf den den neuen Trend auf – mit Erfolg: Der Liveshop mit dem prägnanten Ziegenbock im Logo erzielte innerhalb kurzer Zeit sehr gute Wachstumsraten und hatte nach einem halben Jahr eine Community mit 25.000 Nutzern aufgebaut.

Der logische nächste Schritt war im Jahr 2008 die Ausgründung des Projektes in die eigenständige Preisbock GmbH und die Investorensuche für den Sprint an die Spitze des deutschen Liveshopping-Segments.

Die dotSource Geschäftsführer halten auch in Zeiten “nichtmaximaler Gewinnerzielung” unvermindert am Preisbock fest. Preisbock bleibt für die Internetagentur ein wichtiges Standbein: Zum einen als eindrucksvolle Magento Referenz: Seit der Shopumstellung auf Magento in 2009 ist Preisbock eine der umfangreichsten existierenden Magento-Plattformen. Zum anderen als Testlabor für Social-Commerce-Funktionalitäten, von dotSource Experten für Preisbock programmiert und für den Einsatz im Shop optimiert. Und nicht zuletzt hat dotSource mit diesem Liveshop ihr Ohr immer ganz nah an den Bedürfnissen, den Freuden und Nöten eines Versandhändlers. Wie viele Internetagenturen in Deutschland lernen tagtäglich so viel über ihre Zielbranche?

Allen Unkenrufen zum Trotz ist Preisbock nicht am Ende, wie manch selbsternannter Branchenkenner glauben machen möchte: Das Portal zählt im August 2010 zu den t3N Top 25 der beliebtesten deutschen Startups.

Mit ihrer 100%igen Beteiligung an Preisbock möchten die dotSource Eigentümer auch noch etwas anderes signalisieren: Ihre potentielle Bereitschaft zu weiteren Investments in innovative E-Commerce-Projekte.

Mobile Commerce Teil 2 – Location Based Services und Market Follower

Verfasst am 2. Juni 2010 von Sabine Bartmann.

Die Schnäppchenjagd ist eröffnet – und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Nutzer können mit dem Einsatz von mobilen Applikationen vermehrt lokal die günstigsten Angebote im stationären Handel verfolgen. Location Based Services (LBS) waren bereits angedacht, bevor die ersten Smartphones auf den Markt kamen, doch erst jetzt gewinnen sie für die E-Commerce-Branche immer mehr an Bedeutung.

Aktuelle Entwicklungen:

Die ersten Händler, sowohl online als auch offline, sind bereits mobil vertreten. Einer davon ist der Coupon-Dienst Coupies, dort werden den Usern u. a. Angebote von Kentucky Fried Chicken oder Footlocker geliefert. Im April dieses Jahres verkündete Daily Deal in einer Pressemeldung zusammen mit friendticker in den Mobile-Commerce-Markt einzusteigen. Die aktuellen Deals können nun an jedem Standort per Handy abgerufen werden.

friendticker

Friendticker liefert nicht nur Angebote in der Umgebung des Handynutzers, sondern bietet darüber hinaus ein Belohnungssystem. Per Handy können die Nutzer in die Lokalitäten  „einchecken“ und damit „Items“ der beteiligten Unternehmen bekommen. Wer sich häufig in einer Lokalität einchecked, wird zum Präsident ernannt und kann besondere Geschenke oder Vergünstigungen erhalten. In einem Interview mit netzwertig.com führt Qype Gründer Stephan Uhrenbacher die Checkins als zukunftsträchtig an:

„Checkins als solche halte ich für eine “Commodity”, also für ein Feature, das für keinen Anbieter als Alleinstellungsmerkmal reicht, sondern zukünftig bei vielen Services zu finden sein wird.“

Die Location Based Services werden als gute Möglichkeit gesehen, dem stationären Handel wieder zu einem Aufschwung zu verhelfen. Durch Rabatte soll der Nutzer an die Lokalität gebunden werden. Mit den mobilen Anwendungen hat sich wieder ein lukrativer Kanal geöffnet. In den USA haben sich Dienste wie foursquare oder Gowalla bereits etabliert.

Düstere Prognosen für Onlinehändler?

Hat der stationäre Handel nun wieder die Nase vorn und ist der Trend des  wahrscheinlich bald klassischen Onlineshoppings vorbei? Müssen Onlineshopbetreiber jetzt mit Umsatzverlusten rechnen? Alexander Hüsing führt in dem Online-Magazin von deutsche-startups.de an:

„[…]wer über eine mobile Shopping-App oder einen Preisvergleich wie woabi eine Waschmaschine verkauft, wird dasselbe Produkt dem Kunden nicht noch einmal im klassischen Online-Shop verkaufen können.“

Mag sein, aber dies ist noch keine Absage für das momentane Onlineangebot. Was passiert, wenn die Waschmaschine online günstiger angeboten wird? Billiger.de zum Beispiel bietet Preisvergleiche auch mobil an. Wenn das Jagen nach lokal günstigen Angeboten erst einmal ausgebrochen ist, besteht vielleicht die Möglichkeit, dass andere Schnäppchen-Anbieter und somit auch Onlineshopbetreiber davon profitieren könnten. Wahrscheinlich liegt hier sogar großes Potential für Live-Shopping-Anbieter, die sich als Follower auf dem mobilen Markt platzieren können.

On-Demand-Adaptionen und Groupon-Klone: Spannung im deutschen E-Commerce

Verfasst am 16. Februar 2010 von Sebastian (Handelskraft).

MyFab.com startete Ende September 2009 in Deutschland, mit fünf Millionen Euro Risikokapital in der Tasche. Zwei Monate später folgte das erst als club-of-style.de angekündigte fashion4home.de mit Kapital aus dem Hause Samwer Rocket und Holtzbrinck Ventures. Fashion4Home folgte MyFab dann auch brav in die USA, Expansion will schließlich gelernt/gelehrt sein. Und nun drei Monate später, scheint der dritte On-Demand-(Designermöbel)-Anbieter im MyFab’schen Prinzip um das zunehmende Vertrauen der Nutzer im Internet zu buhlen: design2desire.com:

design2desire

Laut Gründerszene hat nun auch design2desire finanzielle Unterstützung aus China an Bord (>500000 Euro), die zweite Finanzierungsrunde für das Unternehmen, das im Juli 2009 in München gegründet wurde.

Das Prinzip ist relativ schnell erklärt: Anbieter wie MyFab, Fashion4Home oder design2desire lassen Möbel- und Designerstücke on demand produzieren. Nutzer können über die Angebotspalette der Online-Stores über Abstimmung mitentscheiden.

Das Faszinierende (und für Kapitalgeber und Investoren wirklich Interessante) ist jedoch, dass Kunden die Möbel bestellen und bezahlen, noch bevor diese in China gefertigt werden. Jochen Krisch bezeichnete diesen Vorgang treffenderweise als „Vertrauensvorschuss in eine unbekannte Plattform mit hochpreisigen Produkten“. Die Preise der erworbenen Designerstücke sind um bis zu 80 Prozent billiger, da der Zwischenhandel umgangen wird und der Endverbraucher quasi ab Fabrik einkauft (MyFab – Meine Fabrik). Geduld sollte man als Käufer dabei jedoch mitbringen.

Damit wird es hierzulande auch im Möbel-On-Demand-Markt kuschliger. Und wäre Samwer Rocket nicht schon vertreten, könnte man noch mit einem weiteren (ernstzunehmenden) Wettbewerber rechnen. Sowas wie eine Groupon-Klon-Hysterie wäre jetzt das letzte, was deutsche Kapitalgeber gebrauchen könnten.

Im Sinne der Adaptionen und Klonerei finde ich es übrigens wirklich nett, dass wir so langsam an die Grenzen nicht-kryptischer Hybridnamen für Unternehmungen im E-Commerce-Bereich stoßen: design2desire, brands4friends, fashion4home und meiner Großmutter verheimliche ich immer noch, dass es sowas wie eine Einkaufsmöglichkeit im Internet gibt. Sowas würde sie nur noch mehr verwirren.

Sollte dennoch eine weitere On-Demand-Adaption auf den deutschen Markt kommen, wünsche ich mir design4home.

Die kommenden Probleme und Chancen der deutschen Groupon-Klone

Verfasst am 2. Februar 2010 von Sebastian (Handelskraft).

Allen deutschen Groupon-Klon-Betreibern dürfte die gestrige Meldung – „Groupon-Fieber: CoupoMania gibt auf“  – Anlass zur Freude gegeben haben. Zeit zum Verschnaufen bleibt dennoch nicht.

Nachdem nun CoupoMania im Lichtgeschwindigkeits-Wettlauf der deutschen Groupon-Nachahmer die Puste ausgegangen ist, verbleiben nur noch acht Klone auf dem hart umkämpften Markt:

dailydeal

1. DailyDeal

2. CityDeal

3. cooledeals

4. Heimatpreis

5. Teambon

6. Reduti (startet voraussichtlich morgen)

7. UnserDeal (Start angekündigt)

8. iKupon (Start angekündigt)

Vor allem DailyDeal (läuft auf Magento), CityDeal und das voraussichtlich morgen startende Reduti setzen auf einen baldigen Expansionskurs (regional sowie international), wobei DailyDeal selektiv statt aggressiv vorgehen will. Dass lokalorientierte Coupon-Konzept der genannten Startups wird in ein bis zwei Jahren vor einem ähnlichen Problem stehen, mit dem sich auch „klassische“ Liveshopping-Plattformen heute hierzulande konfrontiert sehen: Das Angebot.

reduti

Bisher sind fast alle Groupon-Klone mit Massage-Coupons an den Start gegangen. Attraktive Angebote für Groupon-Kunden herauszusuchen, ist nur eine große Herausforderung, der sich alle Player stellen müssen. Und da lässt sich auch an einen Punkt anknüpfen, den Ex-Schutzgeld-Macher Murat Icer auf den Live Shopping Days ansprach: Das perfekte Zusammenspiel von Vermarktungs- und Beschaffungskompetenz. Nur eines von beiden reicht nicht aus, um das Konzept hierzulande dauerhaft erfolgreich am Markt zu positionieren.

Und während DailyDeal vor allem im „Dealscouting“, sprich: das Beschaffen attraktiver Angebote, investieren will (25 Mitarbeiter), Reduti den Fokus auf die Wiederkaufrate legen und als Cityguide und Ratgeber auftreten will, versucht Citydeal sich derzeit mit aggressiver PR den Wettbewerb vom Leib zu halten.

Rainer Maerkle von Holtzbrinck Ventures attestiert mehreren Groupon-Adaptionen Überlebenschancen, eine Einschätzung, die bereits vor wenigen Jahren für „klassische“ Liveshopping-Anbieter zur Debatte stand und kontrovers diskutiert wurde.

Und da wir es bei der Groupon-Manie mit einer Idee zu tun haben, die zurzeit in der Umsetzung schneller nicht sein kann, dürfte es nicht allzu lange dauern, bis der nächste ein oder andere Anbieter stolpert oder Seitenstechen bekommt.

Distorted People

Verfasst am 1. Februar 2010 von Sebastian (Handelskraft).

logo_distorted_peopleWie auch Gründerszene bereits berichtete, tummelte sich auf den Live Shopping Days ein starkes Offline-Publikum.

Ebenfalls aus dem Offline-Bereich, mehr noch: aus der Produktion, kommt Matthias Gnilka, der den Anwesenden interessante Einblicke in Distorted People gewährte.

distorted_people

Zwei Punkte im Operationsgeschäft von Distorted People, die besonders interessant waren:

1. Distorted People kommen selbst aus der Produktion. Umso erfrischender, dass das Unternehmen aus dem Fashion-Bereich gerne auf Experimente setzt, sich an verschiedenen Online-Kanälen andockt und jenes mit der eigentlichen Kernkompetenz kombiniert.

2. Daraus ableitend bekam man das Gefühl, dass sich die gewonnenen Erfahrungen aus den verschiedenen Online-Experimenten in der praktischen Umsetzung positiv bemerkbar machen und im Kern teilweise sogar sehr innovativ sind:

Beispielsweise verfolgt Distorted People bei Verkaufsaktionen bei Brands4Friends ein myfab-ähnliches Prinzip, bei dem erst nach Abschluss der Verkaufskampagne die Ware in China produziert wird, bevor sie dann nach einigen Wochen an den Kunden ausgeliefert werden kann. Die teilweise langen Wartezeiten sind allerdings nicht jedermanns Geschmack.

Auch im Live-Shopping-Bereich hat sich Distorted People aufgestellt (48 Hours Limited Edition):

distorted_people2

Hier sei das leider noch zu wenig hervorgehobene Produktvideo empfohlen, dass eine ganz klare Ansprache an die Zielgruppe ist. Ein schöner Ansatz, da das Produkt zwar dauerhaft gezeigt, allerdings im Einsatz gezeigt wird und so emotionalisierend wirkt: Die Zielgruppe im Einsatz mit dem Produkt und das möglichst sexy.

Unbedingt mal anschauen.

Fazit: Exceed Camp in Berlin

Verfasst am 29. Januar 2010 von Sebastian (Handelskraft).

Anfang des Jahres 2010 startete das Exciting Commerce Seed Programm (kurz: Exceed-Programm), das sich neuen, spannenden E-Commerce-Projekten widmen wird:

Das Exceed-Programm ist unser Sprungbrett für Leute, die es wissen wollen. Wir sind auf der Suche nach experimentierfreudigen, ambitionierten Gründern und Entrepreneuren, die wirklich etwas bewegen wollen und mit spektakulär neuen Verkaufskonzepten den (Online-)Handel aus den Angeln heben wollen.

Was so ambitioniert und hoffnungsweckend klingt, ist allerdings eine Reaktion auf die schwachen Ideenjahre 2008 und 2009 im E-Commerce. Am Mittwoch fanden sich einen Tag (und im Rahmen) vor den Live Shopping Days ungefähr 55-60 Teilnehmer auf dem Exceed-Camp unter der Leitung von Jochen Krisch ein.

Live Shopping DaysUnter den 35 Teilnehmern der „Ideenbörse – Ideen suchen Gründer“ fanden sich E-Commerce-Experten und Coaches aus allen Bereichen wieder: Murat Icer (Ex-Schutzgeld, Egenium GmbH), Tayfun Aksun (Egenium GmbH), Jochen Krisch (Exciting Commerce, Ex-HSE24, Peter Posztos (Ex-Guut, mydealz), Nicolas Speeck (Brands4Friends), Ingo Schnall (QVC), Daniel Schulz (WMF), Philipp Möhring (DuMont Ventures), u.v.m.

Als großes Fazit des Exceed-Camps lässt sich zunächst eines sagen: Wer damit gerechnet hat auf neue Ideen zu stoßen, derjenige ist enttäuscht nach Hause gegangen. Allein aus diesem Grund hat sich das Exceed-Camp auf einen Schlag allerdings die Daseinsberechtigung verdient. Es hat ein Dilemma aufgezeigt, aus dem sich die deutsche E-Commerce-Branche (schon allein mithilfe solcher Veranstaltungen) hinaus zu kämpfen versucht. Es herrscht eine Ideensättigung und derzeitiger Erschöpfungsmoment für innovative Shoppingkonzepte.

Ähnlich wie auf dem Investorenpannel auf dem letzten Pangora-Kongress, konnte niemand eine Antwort auf die Frage „Was könnt ihr euch in Zukunft an Konzepten vorstellen“ formulieren. Das wäre vermutlich auch viel zu viel verlangt gewesen. Und so saß ich in einem vierstündigen, sehr produktiven Arbeitszirkel, in dem die letzten Jahre, bis zur Gegenwart analysiert und erfasst wurden. Was hat geklappt, was ging schief, was passiert auf dem Video-Shopping-Markt? Und das ganz große Thema: Wie kommen neuartige Shoppingkonzepte aus der Preisspirale raus?

Was versteht man unter der Emotionalisierung von Kunden? Was ist Emotionalisierung? Welche Ansätze gibt es bereits? All diese Fragen wurden angeregt an einem runden Tisch diskutiert. Berichte von Schutzgeld und QVC, sowie von Guut und mydealz wurden intensiv besprochen. Brands4Friends und Vente-Privée ebenfalls.

Am Ende hatten alle Anwesenden einen ziemlich großen Überblick über die letzten Jahre, inklusive Ist-Situation und potentielle Ansätze. Dass aus dem Brainstorming kaum konkrete Antworten hervorgegangen sind, ist alles andere als dramatisch.

Im Großen und Ganzen ist spürbar geworden, dass fast alle Anwesenden in dieselbe Richtung denken: die beste Voraussetzung in Zukunft Kapitalgeber, Gründer und Impulsgeber zusammenzuführen.

Das Exceed Camp hat Ordnung in das Konzeptchaos gebracht, hat dazu beigetragen bestimmte Schwächen in einer Idee auszumachen. Murat Icer sprach insbesondere für das Konzept Live Shopping:  Sowohl Vermarktungs- als auch Beschaffungskompetenz müssen vorhanden sein, um eine gute Idee erfolgreich durchzuführen.

In dem einen oder anderen Kopf der Anwesenden sind sicher einige Ideen (Konzeptmischung) entstanden.

Was wir ebenfalls alle gelernt haben: Männer sind nicht immun gegen das erfolgreiche Tupperwaren-Konzept (dass man ins Netz übertragen möchte) des sozialen Drucks, WMF ist total gut und die QVC-Hypnose kann sogar junge Menschen dazu bringen, Dinge zu kaufen, die selbst meine Oma nicht mehr begeistern würde. Man muss es nur richtig anstellen.

Ich war an diesem Abend (glaube ich zumindest) der einzige Teilnehmer, der direkt aus dem Agentur-Dienstleister-Bereich kam. Und mir ist fast unbegreiflich, wieso ich der einzige aus diesem Bereich war. Die Diskussion hätte noch die eine oder weitere Einschätzung mit diesem Blickwinkel benötigt. Ich wollte erst jammern, aber dann kamen gestern schon die Live Shopping Days. Dort wurden die am Vorabend erarbeiteten Ergebnisse weiterverwertet und weitere Fronten aufgemacht. Fronten, an der sich neue Konzepte tummeln werden.

Vielen Dank an Jochen Krisch für diese großartige und notwendige Initiierung einer Expertenzusammenführung und Danke an den tollen und fruchtbaren Input aller Teilnehmer auf dem Exceed- Camp.

Exceed Camp und Live Shopping Days in Berlin

Verfasst am 26. Januar 2010 von Sebastian (Handelskraft).

Live Shopping DaysIn den kommenden zwei Tagen wird es für ambitionierte Unternehmer im E-Commerce spannend, sofern man Tickets für das Exceed Camp und für die Live Shopping Days in Berlin bekommen hat. Initiator und Organisator der beiden, sich ergänzenden Veranstaltungen ist Jochen Krisch von Exciting Commerce.

Persönlich freue ich mich besonders auf den morgigen Tag (Exceed Camp), der neben den thematischen Schwerpunkten „Virales (Anwendungs-)Design“, „Applikationen“ und „Magento für innovativen E-Commerce“ auch mit einer Ideenbörse starten wird, in der in einem großen Brainstorming und Erfahrungsaustusch Ideen mit mutigen Gründern zusammengeführt werden.

Nach der/dem Investorenpanne(l) auf dem letzten Pangora-Kongress in München, fände ich es auch wirklich interessant, wie relevant das Thema „eingesetzte Shoppingsysteme“ (wie beispielsweise Magento oder Oxid) bei Investoren ist, wenn sie ihre Gelder in Ideen stecken. Interessant deshalb, weil man auf dem Pangora-Kongress in merklich ratlose Gesichter geblickt hat, als die Frage aufkam in welchen Bereichen man Potential für Investitionen sehen würde. Dass man sich mit diesen Fragen nicht beschäftigen würde und Vorhandenes bewerten würde, klang nach einer Antwort, die im Subtext vor allem eins zutage brachte: Man war überfordert.

In dieser Hinsicht sind Veranstaltungen wie die Live Shopping Days natürlich ein lobenswerter Schritt, der gesamten Branche aus sich heraus Feuer unter dem Hintern zu machen, neue Impulse zu setzen. Ich hoffe, morgen und übermorgen sind auch Investoren anwesend um sich inspirieren zu lassen. Alles andere wäre ja fast schon unverständlich.

Eine ausführliche Berichterstattung der beiden Events folgt dann am Freitag.