Archiv der Kategorie 'Preispolitisches'

Es wird eng im Online-Retail-Bereich – Social Commerce und Individualisierung als Lösung!

Verfasst am 31. Januar 2012 von Thomas Wetzel.

In den letzten Wochen häuften sich die Nachrichten um die Marktführer. Amazon ist im Weihnachtsgeschäft (und überhaupt) unangefochten, eBay präsentierte erstaunliche Zahlen, Google greift überall an und Apple bleibt Apple. Die Freunde von KonversionsKRAFT sprachen sogar schon vom möglichen Weltuntergang durch Amazon in 2012. Thomas Promny zeigte auf, worin die Schwierigkeiten im Online-Retail liegen. Die Preisvergleiche verringern die Margen und ein fehlendes eigenes Angebot macht einen nicht konkurrenzfähig. Außerdem drängen die Online-Retailer auch in den Offline-Markt.

Media Markt ist den nötigen Weg in die andere Richtung gegangen, um die mögliche Pleite abzuwenden. Ob der Schritt vom reinen Offline-Händler zum Multichannel-Retailer gelingt, bleibt bei den starken Online-Pure-Playern im Technikbereich abzuwarten.

Eins ist klar! Für jeden wird es schwer Fuß zu fassen, denn die Ressourcen der Großen sind im Vergleich zu den Nischenanbietern selbstverständlich überlegen. Amazon z. B. überzeugt durch Geschwindigkeit, Vertriebswege, Vielfalt und Transparenz. eBay hat die Erfahrung, eine Marke und ein riesiges Netzwerk. Google als Dritter im Bunde hat seine fast Monopolstellung im Suchmaschinenbereich und dadurch eine gute Basis für alles.

Trotzdem gibt es für jeden Anbieter mindestens eine Möglichkeit sich immernoch erfolgreich im Retailing-Bereich zu etablieren. Der Shopper an sich gerät oftmals in den Hintergrund. Das Einkaufen in solchen Riesenshops ist im Vergleich zu guten Konzepten und dem Einzelhandel sehr unpersönlich und starr.

Die großen Stichwörter heißen Social Commerce und Individualisierung. Nicht nur unserer Meinung nach ist der Social Commerce die Zukunft der Alleinstellungsmerkmale. Egal ob in Zusammenarbeit mit den Großen, wie bei Konzepten wie Polyvore oder Stylight, oder als komplett eigener Shop. Der Aufbau einer aktiven Community mit ständigen Weiterentwicklungen und Aktionen kann ein Baustein für den Erfolg von kleineren Anbietern sein. Das perfekte Konzept gibt es nicht. So kommt man auch zum zweiten wichtigen Punkt. Abgrenzung durch Individualität. Im Zeitalter der Preisvergleiche ist es schwer mit Standardprodukten viel Geld zu verdienen und noch schwerer in den umkämpften Markt einzudringen. Deswegen ist es wichtig entweder eigene Produkte exklusiv anzubieten oder die Produkte zu individualisieren. Nicht umsonst wird der Mass-Customization-Industrie auch eine rosige Zukunft vorrausgesagt. Nicht nur die Fashionindustrie bietet dafür eine gute Möglichkeit und auf jeden Fall gibt es genügend Möglichkeiten sich im Onlinemarkt zu positionieren.

Neue Konzepte erwarten uns und die dotSource freut sich die eigenen Ideen und Lösungen für die kommenden Entwicklungen in den Bereichen Social Commerce und Mass Customization auf der CeBIT mit Vorträgen und einem Stand auf der Webciety Area (eCommerce Park) zu präsentieren. Wer noch kostenlose Tickets möchte schaut hier!

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Viel Tamtam für wenig Leistung – Media Markt Onlineshop enttäuscht

Verfasst am 17. Januar 2012 von Thomas Wetzel.

Mit einer für Media Markt normal übertriebenen Werbeaktion wurde der Start des Onlineshops angepriesen. Gestern war es dann soweit, dass der Shop eröffnet wurde. Die Meinung zum ersten Eindruck fällt fast ausschließlich negativ aus. Im Gegensatz zu dem Anblick eines Ferraris wirkt der rot-in-rot gestaltete Webauftritt von Media Markt designtechnisch missgelungen. Natürlich sind es die CI-Farben aber das vehement verwendete Rot erzeugt Unruhe und eine schlechten Fokus auf die wesentlichen Dinge der Seite. Diese sollten eigentlich die Sonderangebote in der Mitte sein, welche eine der wenigen Stärken des Onlineshops darstellen. Denn im Gegensatz zum fast kompletten Rest des Angebots kann man hier wirkliche Sonderangebote bzw. wettbewerbsfähige Preise ergattern. Der kurze Ausfall der Produktdarstellung am zweiten Tag fällt daher schwer ins Gewicht.

Das Sortiment ist mit 2500 Produkten relativ überschaubar und wie von vielen festgestellt ist die Kategorisierung mit einem Griffin Mini-Helikopter unter “Apple-Zubehör” im Bereich “Computer und Büro” wirklich schlecht. Die Suchfunktion hält es zum Beispiel bei der Eingabe des Wortes “Notebook” für relevanter Musiktitel im Gegensatz zu Hardware zu empfehlen.

Außerdem ist die angebotene Detailansicht zwar gut gemeint und bietet einen Zoom. In manchen Fällen ist sie aber eher wenig hilfreich. Das Beispiel bei einem der derzeitigen Topangebote zeigt  fast 3 identische Bilder des Produkts und bietet wenig Mehrwert.

Ein weiteres Manko sind die fehlenden Social Commerce Integrationen wie Kommentare, Bewertungen, Videos oder Social Plugins. Als Zahlungsmöglichkeiten stehen Sofortüberweisung, die Bezahlung per Geschenkkarte und eine Finanzierung über die Commerzbank zur Verfügung. Der Zahlungsprozess ist gut strukturiert und übersichtlich.

Nun ist nicht alles schlecht.Der Zahlungsprozess ist gut strukturiert und übersichtlich. Außerdem hat Media Markt das große Plus der möglichen Kundenkooperation und der Inanspruchnahme des Service beim lokalen bzw. nächsten Mediamarkt. Es ist möglich die Verfügbarkeit zu prüfen und die Produkte selbst abzuholen. Da bei Selbstabholung der eigentliche Zweck eines Onlineshops, nämlich die bequeme Lieferung, wegfällt kann hier aber auch nicht mit entfallenden Lieferkosten argumentiert werden.

Im Großen und Ganzen haben wahrscheinlich fast alle Beobachter mehr erwartet nachdem die Entscheidung für einen Onlineshop so ein wichtiger Schritt für MM ist. Für eine positive Entwicklung des Shops wurde der Grundstein gelegt, denn er bietet noch einige Potential. Ein Erfolg könnte sich aber wahrscheinlich durch die hohe Bekanntheit und das günstige Musikangebot trotzdem einstellen. Wer den Onlineshop gebaut hat bleibt offen. Eine Eigenentwicklung kann, genauso wie das Basissystem von IBM, vermutet werden.

Wie sind eure Meinungen zum Shop und den möglichen Gedanken der Entscheider hinter dem Shop?

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GroupBuying im B2B-Sektor – Ist OrderWithMe das Next Big Thing?

Verfasst am 3. November 2011 von Thomas Wetzel.

Groupon und LivingSocial planen den Börsengang, DailyDeal geht an Google und die Umsätze der drei Unternehmen steigen immer weiter. Die etablierten Größen sorgen so kontinuierlich für Schlagzeilen. Neben den Großen Plattformen gibt es aber auch immer wieder neue Versuche anderer StartUps in die Phalanx einzubrechen. Im Bereich des B2C wird es aber schwierig gegenüber den Marktführern Fuß zu fassen. Entweder werden sie aufgekauft oder haben einfach nicht die Mittel oder das Potential um langfristig zu bestehen.

Das StartUp OrderWithMe hat deßhalb einen anderen vielversprechenden Ansatz parat. Sie setzen das Modell einfach für den B2B-Sektor an und bekommen derzeit von allen Seiten gutes Feedback. Der Disrupt Peking Gewinner baut auf GroupBuying für KMUs aus Amerika. Diese haben im Kampf gegenüber Großkonzernen, wie z.B. Walmart, in der Preisgestaltung wenig Chancen zu bestehen. Durch die Plattform soll eine einfache Stückkostendegression für die kleineren Händler möglich werden. Services wie Alibaba.com haben zwar schon Angebote in diesem Bereich, OrderWithMe überzeugt demgegenüber aber vor allem durch Einfachheit und direkte Kontakte. Außerdem unterhält das Unternehmen keine eigenen Lager und ist somit ohne großes Risiko wettbewerbsfähig.

Bei den Produkten wollen sie sich zunächst auf Nischen-, Fashion- und Dekoartikel beschränken. Auf Deutschland bezogen wäre somit ein Preiskampf mit H&M, C&A oder anderen Textileinzelhandelsunternehmen auch für lokale Modeanbieter halbwegs möglich, denn die Mindestbestellmenge bei OrderWithMe beträgt nur 100 Stück.

Man darf gespannt sein, ob OrderWithMe den Service auch bald für Europa anbietet oder sich in geraumer Zeit ein Nachahmer im europäischen Raum findet. Das Konzept ist auf jeden Fall erfolgsversprechend und für viele bedrohte private Händler eventuell ein lukrativer Ausweg im Preiskampf mit den “Großen”.

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Facebookshops werden präsenter – 5 Lesetipps der Woche

Verfasst am 4. Oktober 2011 von Thomas Wetzel.

Das Thema Facebookshop entwickelt sich in den letzten Monaten. Verschiedene Anbieter, wie die Otto-Gruppe oder Threadless, experimentieren derzeit mit der neuen Möglichkeit. Auch die Facebook Applikationsseite Applosive bietet in der zusammengestellten Auswahl verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten an. Der Usabilityblog geht in diesem Zusammenhang  auf 2 Beispiele und ihren Aufbau und die Gestaltung ein.

In den weiteren Lesetipps geht es um SEO Tipps für IPad Darstellungen, die Antwort von Media Markt auf die Preisspirale, Konversionsoptimierung mit Hilfe von QR-Codes und eine Betrachtung von verschiedenen Logo-Historien mehrerer StartUps.

Shopping auf Facebook erleben: Produktpräsentation zwischen Netzwerk und Online-Shop

SEO for the IPad

Media Markt und die Panik vor der Preistransparenz

Konversionsoptimierung: Mit QR-Codes aus der Response-Falle

Start-Up-Logos im Wandel

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5 Lesetipps der Woche

Verfasst am 22. August 2011 von Thomas Wetzel.

Facebook ist mal wieder ins Visier der Datenschützer geraten. Das unabhängige Landeszentrum für Datenschutz aus Schleswig-Holstein hat sich gegen Facebook positioniert und probiert Facebook Fanpages und Plug Ins auf nationalen Seiten zu verbieten. Weitere Informationen finden sich im ersten Lesetipp wieder. Außerdem gibt es Tipps zum E-Mail Marketing, dem neuen Google Panda Update, internem Microblogging und der Umsetzung von NFC über die deutschen Mobilfunkanbieter.

5 Lesetipps der Woche:

- Facebook (mal wieder) im Visier der Datenschützer
- Präsentation: E-Mail Marketing Best Practices im Versandhandel
- Google Panda Update – Können Online Shops profitieren?
- Wie ein internes Twitter die Projektkommunikation verbessert
- mpass will an die Ladenkasse

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5 Lesetipps der Woche

Verfasst am 8. August 2011 von Thomas Wetzel.

Nachdem Ende Mai die Änderung des Widerrufsrechts beschlossen wurde, trat sie am 4.8.2011 in Kraft. Für alle Shopbetreiber bringt das kleine Änderungen mit sich. Eine direkte Umstellung ist wegen einer Übergangszeit von 3 Monaten nicht nötig, für alle Shopbetreiber jedoch sinnvoll. Der erste Lesetipp bezieht sich auf das zugehörige Whitepaper von Trusted Shops, welches sehr genau die nötigen Änderungen beschreibt.  Nach ein paar Tipps zum Link Building für E-Commerce Seiten und den Pflichten bei Preisangaben in ihrem Onlineshop, geht es in den weiteren Tipps um die Fragen, ob der Einzelhandel den Anschluss verpasst hat und wie man mit Shopping-Clubs eine loyale Shopping-Community schaffen kann.

5 Lesetipps der Woche:

- Neues Widerrufsrecht 2011
- Link Building for Ecommerce Sites
- Die Angabe von Preisen und Versandkosten im Online-Shop
- Verpasst der Einzelhandel den Anschluss?
- Mit Shopping-Clubs eine Shopping-Elite schaffen

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Facebook Deals ist in Deutschland gestartet

Verfasst am 2. Februar 2011 von Sabine Bartmann.

In einigen Blogs wurde bereits darüber berichtet – seit zwei Tagen sind die „Facebook Deals“ unter dem eingedeutschten Namen „Facebook Angebote“ auch hierzulande verfügbar. Der neue Service des größten sozialen Netzwerks funktioniert location based, was bedeutet, dass Offerten oder andere Dienste mit Orten über ein mobiles Endgerät verknüpft werden. Im Fall der Facebook Angebote erhalten Nutzer Rabatte oder anderen Vergünstigungen, wenn sie sich mit ihrem iPhone oder Android-Handy über die entsprechende Applikation an einem Ort identifiziert (einchecken).

Gleich zum Start sind einige große Unternehmen wie zum Beispiel Douglas, Esprit, Vapiano oder Gravis vertreten. Aber auch jeder andere Anbieter kann relativ simpel seine Lokalität dort listen. Ähnlich wie bei den Location Based Services von foursquare und Gowalla unterscheidet auch Facebook seine Offerten. So kann ein Unternehmen zum Beispiel Angebote für Gruppen oder besonders treue Nutzer erstellen, die eine bestimmte Anzahl an „Checkins“ aufweisen.

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