Archiv der Kategorie 'Prozesse & Usability'

Nachgefragt:Wie wichtig ist die Usability für Shopbetreiber?

Verfasst am 12. Juli 2010 von Sabine Bartmann.

“Alles wird bewertet und steuert die Kaufmotivation – manchmal sorgt sogar die Vorwahl der Kundenservice-Hotline für eine Entscheidung für oder gegen einen Anbieter.”

Andre-Morys_mediumIn seinem Blog konversionsKRAFT gibt André Morys, Vorstand der Web Arts AG, nützliche Tipps rund um das Thema Webseitenoptimierung. Handelskraft hat nachgefragt, wie wichtig dieses Thema für Onlineshopbetreiber ist.

Welche Rolle spielt die Usability für einen Onlineshop?

Eine gute Bedienbarkeit heißt für den Kunden “Ich kann kaufen” – verglichen mit der realen Welt ist dieser Zustand vergleichbar mit “Die Tür geht auf. Ich finde gut das richtige Regal.” Usability ist daher eine unabdingbare Grundvoraussetzung, um überhaupt etwas verkaufen zu können. Online und in der Realität beschäftigen sich Verkaufsoptimierer immer wieder damit, Kaufbarrieren aufgrund schlechter Bedienbarkeit aus dem Weg zu räumen. Aber: Eine gute Usability garantiert noch keinen Verkaufserfolg – dazu braucht es mehr. “User Experience” könnte man z. B. als Oberbegriff für das vom Nutzer subjektiv empfundene Erlebnis beim Nutzen der Seite bezeichnen – und das ist ein ungemein wichtiger Beitrag zur Kaufmotivation. User Experience bringt uns deutlich näher an die Ebene “Ich will kaufen”. Spannend wird es dann bei der “Das muss ich kaufen”-Ebene, denken wir z. B. an Mode, iPad oder Luxusmarken.

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Quelle mit neuem Online-Auftritt

Verfasst am 28. Mai 2009 von Sebastian (Handelskraft).

Quelle hat ihre Shopping-Plattform quelle.de komplett relauncht. Die Worte von Thomas Schaeben, Leiter Vertrieb und Marketing E-Commerce der Quelle GmbH, sind glasklar:

Unser Ziel ist es, quelle.de zur ersten Anlaufstelle für Mode, Wohnen und Technik in Deutschland zu machen.

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Und das gilt für Stammkunden, sowie für neue Zielgruppen. Optimierungsmaßnahmen wurden an der Navigation, Shopstruktur und an der Nutzerführung durchgeführt.

Handelskraft hat vor zwei Wochen einen kleinen Beitrag zur Quelle-Studie „Webshopping 2009″ verfasst, die nun endgültig veröffentlicht wurde.

Wie es scheint, hat Quelle selbst auf einige Punkte der eigenen Studie reagiert: 47,9 Prozent der Befragten gaben an, dass gutes Fotomaterial den Erlebnisfaktor im E-Commerce steigert. Quelle hat darauf äußerst ansprechend reagiert. Mit einer Lupe kann man sich im Bild bewegen und teils noch größer auflösen, als auf folgendem Screenshot:

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Was weiterhin besonders in den Fokus der Überarbeitung geraten ist: der Produktzugang.So können Kunden nun über fünf verschiedene Reiter (siehe folgenden Screenshot) die Angebotspalette entdecken, jeder Reiter beinhaltet weitere tiefer gehende Reiter, die das Spektrum übersichtlich freilegen. Strukturiert nach Nachfrage und Kundenwünsche, werden die Sortimente und Shops hierarchisch nach Beliebtheit gelistet; Beliebtere rutschen also nach oben.

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Ebenfalls neu: Quelle bietet nun personalisierte Angebote nach dem individuellen Klick- und Kaufverhalten an, was wir ja auch bereits von Amazon etc. kennen. Die Richtung ist also klar und stimmt auch, wenn man einige Dinge nicht außer Acht lässt.

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Als nächstes sollen die Suchfunktion und der Warenkorb überarbeitet werden, denn auch zu diesem (also letzterem Thema), waren die Studienergebnisse eindeutig. Grafiken und weitere Ergebnisse sind der aktuellen “Internet World Business” (11/09) zu entnehmen.

Quelle läuft übrigens auf Enfinity von Intershop.

Shoptest: E(soteric)-Commerce

Verfasst am 28. Mai 2009 von Maik Hönicke.

Heut im Test: orgoneshop.com. Für alle, die nicht wissen was Orgone sind: hier ein kurzer Überblick. Der Aufbau des Shops ist relativ klassisch. Links befindet sich die Navigation, in der Mitte der Inhaltebereich und rechts werden weitere Produkte empfohlen.

or1Sehr gut gefällt mir, auf den ersten Blick, der Aufbau der Hauptnavigation. Hier werden tatsächlich klassische, blau unterstrichende Links verwendet. Etwas ungewöhnlich ist die Tatsache, dass Unterkategorien größer dargestellt werden als Oberkategorien. Das wirkt unlogisch, da der hierarchische Aufbau doch eine gegenteilige Darstellung erfordern würde.

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Eine Auszeichnungsfarbe des Shops ist lila. Es findet Verwendung bei Überschriften, aber auch um zu markieren in welcher Unterkategorie sich der Kunde aktuell befindet. Das Hauptproblem hierbei ist, dass im Web typischerweise besuchte Hyperlinks genauso dargestellt werden. Dies wirkt gerade auf interneterfahrene Nutzer sehr verwirrend.
Die Navigation mag noch als halbwegs standardkonform durchgehen, aber in den Kategorieseiten wurden alle guten Vorsätze vergessen. Die verlinkten Überschriften sind auf einmal lilafarben, nicht unterstrichen und in meiner Lieblingsschrift (Comic Sans) gestaltetet, also sehr gegensätzlich zur Navigation.

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Die beiden Links „in den Warenkorb“ und „mehr Information“ sehen nur auf den ersten Blick in Ordnung aus. Hier wurden unverständlicherweise Grafiken zur Darstellung eingesetzt, bei denen mal wieder kein Alt-Tag gesetzt wurde. Diese verhalten sich natürlich auch anders als der Rest der Links, hier ist ja auch kein Maus-Over-Effekt gegeben.

Was das Selbstmix-Portal Saftfabrik.de richtig macht

Verfasst am 6. Mai 2009 von Sebastian (Handelskraft).

saftfabrikSelbstmix-Portale schießen derzeit aus dem Boden wie Pilze. Einige sind viel versprechend, und damit sei nicht nur der ökonomische Aspekt gemeint, beispielsweise MyMuesli. Andere wiederum sehen nicht sehr viel versprechend aus, was im Falle von MeMarmelade – wie Handelskraft vor kurzem berichtete – vor allem auch an der nicht vorhandenen Produktpräsentation liegt. Auf der Website von MeMarmelade gab es nicht einmal das Glas mit dem Produkt zu sehen. Von daher würde ich doch lieber auf das Rezept meiner Großmutter zurückgreifen.

Ganz anders präsentiert sich das Berliner Startup Saftfabrik, gegründet im Juni 2008.

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Hier kann man sich Säfte selber zusammenstellen und mixen lassen. Dabei kann man aus einer Palette von 30 verschiedenen Zutaten wählen oder aus einem Angebot bereits gemixter Säfte (auf der Startseite) wählen. Dabei sind alle Zutaten und deren Mengenverhältnisse zueinander aufgeführt. Wirklich sehr gut. Zu kaufen gibt es die Säfte in 250ml -bis 500ml-Flaschen. Lieferung innerhalb eines Tages.

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Bleiben wir hier kurz stehen, fällt besonders angenehm auf, dass bereits die Startseite ein breites und übersichtliches Spektrum an Orientierungsmöglichkeiten für den Shop anbietet. Hinzu kommt, dass einem das fertige Produkt, sprich die Flasche (die wirklich ansehnlich daherkommt) bebildert direkt ins Gesicht springt, also sofort im Blickmittelpunkt liegt.

Auch das Online-Mixen ist einfach zu bedienen und optisch sehr ansprechend. Während man die Zutaten (Basis- und Pürierzutaten) der leeren Flasche hinzufügt (und damit bereits das Mischverhältnis variabel bestimmt), erhält man Auskünfte zu den Zutaten. Fehlt eigentlich nur noch die Auskunft, woher die Zutaten stammen, dann würde ich sogar „perfekt” sagen.

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Das Startup arbeitet ohne Konservierungsstoffe oder andere Zusätze und mixt mit Früchten oder Gemüse (nicht mit anderen Säften). Als ich heute bei Saftfabrik angerufen habe, hat man mir meine Fragen prompt, freundlich und ohne Ausschweifungen beantwortet. Diese Auskünfte waren nicht mal nötig, da auf dem firmeneigenen Weblog alles sehr transparent dokumentiert wird, auch die Produktion und Lagerung wird bebildert dargestellt. War das Angebot bis vor kurzem noch auf Berlin beschränkt, hat man nun mit logistischen Mitteln einen deutschlandweiten Verkauf ermöglicht. Die frisch zubereiteten Säfte ohne Zusätze haben eine kürzere Mindesthaltbarkeit (nach dem Produktionstag noch vier weitere Tage), womit sich mir die Frage gestellt hat, ob eine deutschlandweite Lieferung unter diesen Zuständen überhaupt möglich sei. Die Säfte bleiben weiterhin zusatzstofffrei und werden schnell und gekühlt geliefert, hat man mir am Telefon versichert. Außerdem hat mich interessiert wieso der Apfelsaft-Mix grün auf dem Bild ist, obwohl Apfelsaft braun ist. Die Antwort kam prompt: Keine Farbstoffe, jedoch ist diese Apfelsorte (deren Name ich mir nicht merken konnte) heller und im Verbund mit bestimmten anderen Zutaten grünlich. Die haben Ahnung, bemerkte ich spätestens an dieser Stelle. Also keine hässliche Farbfolie, die Flaschen bekommen ihr Logo im Vorfeld „eingraviert”.

Nun stellt sich abschließend noch eine weitere Frage, mit der sich jedes Selbstmix-Portal konfrontiert sehen muss: Ist ja alles super, aber ich kann mir einen Mix auch zu hause selber frisch zusammenstellen, ohne fünf bis mehr Euro zu bezahlen und ohne zu warten, was soll mich also von dieser Idee überzeugen?

In diesem Fall gibt es sogar zwei Antwortalternativen:

1. Kann man Gruppenbestellungen aufgeben, was sich neben dem Verbrauch als Einzelperson auch für Partys, Freunde oder Kollegen eignet. Die Gruppenbestellmöglichkeit findet man ebenfalls sofort auf der Startseite. Hier kann man den Bestellnamen bestimmen, den Liefertag, die Lieferoption (Lieferung oder Abholung) und sogar die Lieferuhrzeit bestimmen. Hat man das innerhalb von wenigen Sekunden erledigt, erhält man einen Link, den man an die entsprechenden Personen verschickt, die dann, jeder für sich, ihren eigenen Saft mixen oder aus vorgemixten Säften wählen können, um Verwechslungen hinterher zu vermeiden.

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2. New-Branding durch Events oder Firmen. Dieser Punkt ist ganz besonders interessant. Man kann sich für große Events Paletten von Saftproduktionen liefern lassen, die man optisch sogar komplett selber gestalten kann (wobei das Startup auch hierbei Hilfe anbietet), d.h. Logo und Design. Das ist für Messen, Barcamps oder Präsentation und Meetings sehr gut geeignet und verleiht Veranstaltungen einen subtilen Gesundheitsfaktor. Firmen können zwischen 150ml, 250ml und 500ml wählen und eigenskreierte Säfte an Kunden etc. verschenken oder diese sogar verkaufen. Die Saftfabrik steht beratend zur Seite.

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Weiterhin kann man Gutscheine verschenken oder ganze Saftpakete bestellen.

Ein derartigen Dialog und Support zwischen Kunde und Firma sieht man bei Startups äußerst selten. Die Transparenz, die man am Telefon oder auf dem Weblog spürt, ist mehr als zufriedenstellend und weckt Vertrauen. Für mich persönlich ist die Saftfabrik bisher das beste Selbstmix-Startup, das beweist, was man falsch und richtig machen kann. Ein Bekannter von mir, war mit der Qualität der Säfte so zufrieden, dass er dort auch für seinen Geburtstag bestellen wird.

Handelskraft hat nun auch dort bestellt (ein Update zur Qualität des Saftes folgt).

Wir wünschen solch einem Startup wie Saftfabrik auch weiterhin viel Erfolg und Produktivität.

Shoptest: Denglisch mal anders

Verfasst am 26. Februar 2009 von Maik Hönicke.

Der amerikanische Kleidungshersteller Stussy betreibt einen internationalen Onlineshop, in dem die eigenen T-Shirts, Sweatshirts und andere Bekleidung verkauft wird.

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Auf der Startseite werden dem Kunden neben acht Modells, auch News und eine Mischung von deutschen und englischen Links präsentiert. Unverständlich ist die Darstellung der Neuigkeiten als Grafik, in der Links als roter Text dargestellt werden. Dies erschwert wahrscheinlich auch die Übersetzung. Es sieht aber auch so aus, als ob die Übersetzung sowieso keine hohe Priorität hatte, davon zeugt jedenfalls der „Mein-Kanto“-Bereich.
Falls man sich eins der präsentierten Outfits genauer anschauen möchte, klickt man natürlich darauf um weitere Informationen zu erhalten. Das gelingt aber nicht, da alle Abbildungen mit der T-Shirt-Kategorie verlinkt sind. Natürlich ist auf keinem der Bilder ein Shirt zu sehen.

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Die Produktdetailseite wirkt eigentlich ganz aufgeräumt, aber auch hier sorgen verschiedene Sprachen für Verwirrung, wie beispielsweise bei den beiden Elementen „Please Select Size“ und „Bitte Stueckzahl eingeben“. Wählt der Kunde hier nicht die passende Größe erscheint die etwas kryptische Fehlermeldung:

The Item Blot Logo V-Neck Tee – Burgandy could not be added to cart because one or more options are required, please make sure all required options have been selected

Und die Aufforderung: “Weiter- hier klicken”. Es fehlt also die genaue Beschreibung des Fehlers. Der Nutzer wird nicht informiert was passiert wenn er auf weiter klickt und wer kein englisch kann… der wird hoffentlich die Seite schon eher verlassen haben.
Auch nicht ganz ausgereift ist der Button: „Weiter Einkaufen“. Hiermit wir der Nutzer auf die Startseite des Shops zurückgeworfen und nicht wie erhofft auf die vorherige Seite. Hier kann man Besuchern nur raten lieber die Zurück-Taste des Browsers zu benutzen.

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Auf der Warenkorbseite finden sich wieder einige interessante Optionen. Hier kann man einen „Gutschein anfordern“. Leider erscheint nachdem ich meine E-Mail-Adresse eingegeben habe eine Fehlermeldung mit „Invalid Coupon“… Versteh ich nicht, soll ich meine Postanschrift eingeben um den Gutschein zu erhalten?
Sympathisch wirkt der Button „Shop verlassen“, nach den vielen Missverständnissen. Leider verlässt man diesen nicht, sondern es wird der Checkout-Prozess gestartet, der scheint aber einen eigenen Shoptest verdient zu haben ;)

Shoptest: Schuhe kaufen bei Görtz

Verfasst am 12. Februar 2009 von Maik Hönicke.

Die Startseite von Görtz ist relativ kompakt gehalten. Den Nutzer erwarten hier gerade einmal zwei Produkte, der Rest der Page ist gefüllt mit aktuellen Kampagnen. Erstaunlich ist, dass dem Nutzer keine einzige Zeile echter Text präsentiert wird. Die ganze Seite, inklusive der Navigationselemente, besteht aus Grafiken. Obwohl die verwendete Schriftart relativ unspektakulär daherkommt, konnten sich die Designer nicht dazu durchringen, diese in Textform zu präsentieren. Auch konnte ich keinen einzigen Alternativtext auf der Seite finden.

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Shoptest: Holzspielzeug bei Paulitoys

Verfasst am 22. Januar 2009 von Maik Hönicke.

Der Shop von Paulitoys hat sich hauptsächlich auf Holzspielzeug aller Art spezialisiert. Hier gibt es alles vom Steckenpferd über Bollerwagen bis hin zum Holz-Kaufladen. Auf der Startseite erwartet den Kunden eine Übersicht der angebotenen Kategorien und ein besonders empfehlenswertes Produkt.

Zusätzlich ist dort der Blog zum Shop verlinkt. Den hätte man sicherlich auch in der Navigation abbilden können, denn so geht er leider etwas unter. Immerhin befindet sich der Link auch auf der Startseite nicht im Sichtfeld des Besuchers, erst muss gescrollt werden und auch die Linkgestaltung ist denkbar ungünstig gewählt.

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