Archiv der Kategorie 'Tools'

Social Commerce 2009: Die Macht der Markenbotschafter

Verfasst am 3. August 2009 von Sebastian (Handelskraft).

2009. Das Update-Web „2.1″

Wir erleben im Jahre 2009 einen tiefgreifenden Umbruch im Handel. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass es der Werbe- und Medienlandschaft in diesem Jahr an den Kragen geht. Nach aktuellen Zahlen aus Studien von Compose, wird es immer schwieriger Marken über klassische Kommunikationskanäle an den Mann zu bringen. Gleichzeitig ist die Nutzung der sozialen Plattformen gegenüber den letzten Jahren explosionsartig gestiegen.

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Die Kunden bestimmen über die Auswahl der Marken, welche Form von Unterhaltungen und welchen Service sie haben wollen. Sie zwingen Unternehmen authentischer zu werden. Im Umkehrschluss könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Werbewelt zerbröselt. Streng genommen zerbröselt die derzeitige Werbescheinwelt langsam ins Nichts. Daher erlebt Social Commerce gerade ein neues Zeitalter. Weil soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und Co. mit aller Macht in unser Bewusstsein gelangt sind.
Und hier liegt das Problem: Marken und auch Medienhäuser haben eigentlich keine Ahnung, wie sie die Macht der Netzwerke für sich nutzen können. Mal eine Facebookseite hier oder ein paar Twittermeldungen da, bringen die Kassen noch lange nicht zum klingeln, denn das ‚social networken‘ will gelernt sein. Der Kunde ist den Unternehmen da weit voraus und merkt sofort, wenn da halbherzig an die Sache herangegangen wird. Und schwupps, geht die Markenbindung den Bach herunter! Denn so einfach wie es aussieht ist das ganze dann doch nicht. (Vodafone lässt grüßen!)

Die Organisation von heute ist das Individuum

In diesem Sommer haben wir sogar ein politisches Beispiel gesehen, wenn eine Masse von Individuen sich von einem oktroyierenden politischen System nicht mehr sagen lassen will, was sie zu glauben haben soll.
Für mich persönlich, war es sehr spannend zu sehen, wie sich junge Menschen Twitter als ihre Waffe zu Nutze machten, um ihre freie Meinung zu äußern. Über Twitter kamen Hinweise wo man sich bei Eskalationen in Sicherheit bringen konnte, wie man sich vor den Milizen schützen und was man gegen Tränengas tun kann. Twitter als politische ‚Waffe‘ des Volkes. Die Welt hat hingesehen, teilgenommen und mitgefühlt. Ein Teil dieser Welt.
Dabei ist es doch so einfach! Die jungen Menschen wollen den Dialog. Sie sind unzufrieden mit dem System und haben was zu sagen. Die Mullahs hätten einfach mal zum Hörer (Computer kennen Sie wahrscheinlich aus Altersgründen gar nicht) greifen sollen und ‚Dell‘ fragen: „Hey, wie habt ihr das hingekriegt?” Die Antwort wäre: „Fangt mit Zuhören an!” Ob sie wirklich zuhören wollen ist eine andere Frage.

Applikationen, das Öl der Maschine ‚Social Web‘

Der Durchbruch der Netzwerk-Plattformen ist zweifellos den vielen schönen (oder auch ein paar weniger schönen) Applikationen zu verdanken. Erst durch das Öffnen der Netzwerke für Dritt-Anwender ist die breite Masse bereit, sich damit zu beschäftigen. Viele kleine Tools verschönern den digitalen Alltag. Es werden Mashups für virale Kampagnen entwickelt oder einfach nur Spiele mit Freunden gespielt.
Wo viele noch von einem Phänomen sprechen, sind andere schon längst einen Schritt weiter und entwickeln komplexe Anwendungen für die Industrie, damit die neue Herausforderung besser zu bewältigen ist.

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Polyvore ist eine Mode-Portalplattform, basierend auf Empfehlungsmarketing. Innovativ ist, dass der User auf seinem Account per Drag & Drop seine Kollektionen zusammenstellen und auf Facebook veröffentlichen kann. Freunde dem User können ihre Meinungen mitteilen, ob sie die Kollektionen sexy finden oder eben doch nur daneben. Der User ist somit sein eigener Chefredakteur. Wenn man schon bereits einen Facebook-Account hat, dann entfällt der Anmeldeprozess bei Polyvore. Einfach nur seinen Usernamen und Passwort eingeben und ‚zack‘ man ist verbunden.

Die Tech-Kreativschmiede eblizz bringt im Spätsommer eine White-Label-Plattform auf den Markt, so dass sämtliche API unterstützende Netzwerke bereits auf der Webseite einbindet.
Basierend auf Silverlight-Technologie kann der User durch Drag & Drop nicht nur seinen eigenen Content generieren, sondern auch einzelne Informationen schnell und unkompliziert an seine Freunde in mehreren Netzwerken weiterempfehlen. Es kann entweder ein Sneaker, Videoclip von seiner Lieblingsband oder auch ein interessanter Artikel aus einer Fachzeitschrift sein. Alles in seiner Originalform, nicht kleine Links, sondern wahrlich auch ganze Internetseiten mit ihren Werbeplätzen. Somit verlängert sich das Leben des Contents und macht es daher auch für Werbeanzeigepartner attraktiver.


Hier zeigt sich, dass eblizz wirklich sehr weit voraus gedacht hat und nicht nur eine spezielle Branche anspricht, sondern branchenübergreifend eine Lösung anbietet. Die so genannten Markenbotschafter verteilen ihre Message leichter und einfacher in ihren Netzwerken ohne die üblichen Prozeduren der Anmeldungen vor sich zu haben. Ich bezeichne es als ‚One-click-recommendation‘!

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Otto, Quelle und Co. sollten sich schleunigst Social-Media-Experten ins Team holen, die diese Materie auch wirklich verstehen und Bedürfnisse erkennen. Auch die ständig jammernde Musikindustrie sollte sich mit den oben genannten Möglichkeiten beschäftigen. Endlich ist die Chance da wieder ihrer vorhandenen Community einen Grund zu liefern, Geld auszugeben.
Amazon, Vorreiter der Social Commerce Bewegung, hat sich mit dem Kauf von zappos.com für die Zukunft gut aufgestellt. Wie sagte Jeff Bezos in seiner Ankündigung, warum der Deal für Amazon richtig ist: Jeder Tag Online ist der Tag 1 im Handel! Ich bin gespannt und freu mich auf die Entwicklungen, auch wenn ich hier und da mit überhöhten Lobpreisungen von kongenialen Produkten leben muss. Einige davon sind es eben doch. Kongenial!

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Gastautor: Armin Towfigh Nia//ted paulson
Armin kann nicht oft genug erwähnen, dass er 1985 die ersten NIKE Air Jordan in Deutschland getragen hat. Seine Mutter besorgte ihm das Paar direkt aus den heiligen Hallen in Portland/Oregon. Obwohl zwei Nummer zu groß trug er sie selbstverständig nur aus einem Grund: „Schaut, wie cool ich bin!

Rückblickend war dieses Erlebnis seine erste Markenerfahrung. Ein emotionaler Moment! Eine Rohfassung von ‚Socializing‘.
Noch immer ist er süchtig nach Marken und mittlerweile nicht mehr alleine mit der Sucht. Mit Gleichgesinnten über Marken, Produkte oder Ideen zu sprechen, macht ihm einfach nur Spaß. Seine inhabergeführte Agentur ted paulson beschäftigt sich mit Themen wie soziale Medien, virales Marketing und Branded Entertainment. Unter den Kunden sind Nike, Sportswear International, Völkl, Golf Punk Masters, Take 2, Prof. Hannes Wettstein/ZKM, Stylepark AG, Deutsche Telekom AG, VDA, Nestle AG.

Wordpress und Wordpress MU sollen zukünftig vereint sein

Verfasst am 2. Juni 2009 von Sebastian (Handelskraft).

Wordpress und Wordpress MU sollen in Zukunft vereint werden, teilte Wordpress-Gründer Matt Mullenweg auf dem WordCamp San Francisco in einer Keynote mit. Wie und zu welchem Zeitpunkt, steht noch nicht fest. Aber diese Vorahnung hatte man bereits beim WordCamp hier in Jena, auf der Matt Mullenweg ebenfalls sprach.

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Wie auch das t3n-Magazin soeben berichtete, ist dieser Schritt durchaus logisch und sinnvoll. Wordpress und Worpress MU unterscheiden sich kaum.

Das Standard-Wordpress ist die Variante für einzelne Blogs, die MU-Variante ermöglicht es hingegen mehrere Blogs unter einer einzigen Installation zu betreiben, was für viele Nutzer wirklich attraktiv ist. Mit der Verschmelzung definiert Wordpress einen zukünftigen Weg für Blogsysteme im Allgemeinen, bestärkt durch die Tatsache, dass mit der Verschmelzung Einpflegearbeit erspart bleibt. Das ist ein winziger aber ganz entscheidender Faktor.

Absolute Echtzeit mit Google Wave

Verfasst am 2. Juni 2009 von Sebastian (Handelskraft).

google-wave-0Facebook bot 500 Millionen Dollar für Twitter. Apple legte angeblich 700 Millionen Dollar für den Microblogging-Dienst auf den Tisch. Über Google gab es nur Spekulationen, irgendwas mit 750 Millionen Dollar.

Wie dem auch sei. Twitter lehnte alle Angebote ab, so wurde es nach außen zumindest kommuniziert. Bis auf die Gerüchte der Übernahme Googles war es merkwürdig still um den Daten-Riesen, zumindest in dieser Sache. Bis jetzt, bis Google Wave.

1. Google ist bereits im Besitz eines Finanzdebakels. Für die Nutzer mittlerweile fast unersetzlich (wenngleich Vimeo eine hervorragende Alternative ist): YouTube. Was soll Google mit einem zweiten YouTube? Und mal Hype beiseite, ich sehe Twitter nach wie vor ohne echte und gute Aussichten auf ein Geschäftsmodell. Zumindest keins, das sich unabhängig bewegt.
2. Außer ein paar Gerüchten, kam von Google nicht viel in der Übernahme-Sache Twitter. Es kam einem schon fast skurril vor, dass Google kaum über diesen Markt sprach. Es kommt einem so vor, als würde der Hype um den Microblogging-Dienst nur von der Übernahmewahrscheinlichkeit anderer genährt werden. Und wir warten (und berichten) über den Knall.

Twitter hat diesen Schub ausgezeichnet vermarktet. Twitter sagt Nein zu Angeboten. Google Wave erklärt nicht nur die eigenartige Stille seitens Google, sondern wird Twitter und Facebook erheblich Probleme bereiten. Schaue ich mir Google Wave genauer an, wird mir klar, dass Google nie nervös sein musste, was den Hype um Twitter und Facebook angeht.

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Google Wave, das noch dieses Jahr erscheinen soll, sieht absolut beeindruckend aus.

Ich schließe mich Jürgen Vielmeier von freshzweinull an: Echtzeit ist das neue Schlagwort. Und Google Wave unterscheidet sich da in einigen Punkten erheblich von Twitter, ähnelt dann sogar mehr Facebook. Das Gequatsche, das im Twitter-Kosmos ignoriert untergeht, erhält bei Google Wave eine fruchtbare Bearbeitungs-Sphäre.

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O stellte Google nun seinen baldigen Dienst Wave vor: Wave ermöglicht Zusammenarbeit an Blog-Seiten und Dokumenten in absoluter Echtzeit. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Instant Messaging, Chat und der klassischen E-Mail. Alles läuft live auf sogenannten Waves ab. Für die Interaktion bedeutet das, dass man während dieser einfach Freunde aus der Kontaktliste hinzuholen kann.Diese können dann direkt oder auch erst später ihre Meinung kundtun.

Vielversprechend sieht es aus. Aber anders als freshzweinull, sehe ich keine Revolution der E-Mail. Diese Revolution hat mit der Masse bereits in sozialen Netzwerken stattgefunden. Privates wird überwiegend in diesen geführt. Netzwertig.com liegt da schon richtig: Die Neuerfindung von E-Mail.

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Was noch? Mit Google Wave kann man gemeinsam an Dokumenten, Websites oder Bildern arbeiten. Bekommt man eine E-Mail kann man diese genau an der Stelle beantworten, die man kommentieren möchte. Weiterhin können mehrere Personen Aufgaben in einem Dokument aufteilen. Einer schreibt eine Überschrift, der andere einen Absatz, der andere lädt ein Foto hoch. Und man kann bei diesen Aktionen stets beobachten, was die anderen schreiben. Live. Toll.

Anstelle von Twitter und Facebook denke ich gerade an andere E-Mail-Anbieter. Schlottern denen schon die Beine?

Was ich bemerkenswert finde, aber mir noch nicht vorstellen kann, ist das Live-Chatten. So kann man mit Leuten aus anderen Staaten chatten und jeweils in der eigenen Sprache. Google Wave übersetzt, live… wahrscheinlich eher zeitversetzt. Dennoch wäre das wirklich großartig.

Und auch hier: Kriegen Dolmetscher kalte Füße?

Quelle mit neuem Online-Auftritt

Verfasst am 28. Mai 2009 von Sebastian (Handelskraft).

Quelle hat ihre Shopping-Plattform quelle.de komplett relauncht. Die Worte von Thomas Schaeben, Leiter Vertrieb und Marketing E-Commerce der Quelle GmbH, sind glasklar:

Unser Ziel ist es, quelle.de zur ersten Anlaufstelle für Mode, Wohnen und Technik in Deutschland zu machen.

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Und das gilt für Stammkunden, sowie für neue Zielgruppen. Optimierungsmaßnahmen wurden an der Navigation, Shopstruktur und an der Nutzerführung durchgeführt.

Handelskraft hat vor zwei Wochen einen kleinen Beitrag zur Quelle-Studie „Webshopping 2009″ verfasst, die nun endgültig veröffentlicht wurde.

Wie es scheint, hat Quelle selbst auf einige Punkte der eigenen Studie reagiert: 47,9 Prozent der Befragten gaben an, dass gutes Fotomaterial den Erlebnisfaktor im E-Commerce steigert. Quelle hat darauf äußerst ansprechend reagiert. Mit einer Lupe kann man sich im Bild bewegen und teils noch größer auflösen, als auf folgendem Screenshot:

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Was weiterhin besonders in den Fokus der Überarbeitung geraten ist: der Produktzugang.So können Kunden nun über fünf verschiedene Reiter (siehe folgenden Screenshot) die Angebotspalette entdecken, jeder Reiter beinhaltet weitere tiefer gehende Reiter, die das Spektrum übersichtlich freilegen. Strukturiert nach Nachfrage und Kundenwünsche, werden die Sortimente und Shops hierarchisch nach Beliebtheit gelistet; Beliebtere rutschen also nach oben.

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Ebenfalls neu: Quelle bietet nun personalisierte Angebote nach dem individuellen Klick- und Kaufverhalten an, was wir ja auch bereits von Amazon etc. kennen. Die Richtung ist also klar und stimmt auch, wenn man einige Dinge nicht außer Acht lässt.

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Als nächstes sollen die Suchfunktion und der Warenkorb überarbeitet werden, denn auch zu diesem (also letzterem Thema), waren die Studienergebnisse eindeutig. Grafiken und weitere Ergebnisse sind der aktuellen “Internet World Business” (11/09) zu entnehmen.

Quelle läuft übrigens auf Enfinity von Intershop.

Quub: Organisationsapplikation für soziale Netzwerke

Verfasst am 20. Mai 2009 von Sebastian (Handelskraft).

quubVernetzung und Profilpflege auf sozialen Netzwerken ist selbstverständlich und zeitintensiv. Neue Organisationsstrukturen, um den Überblick über Updates von Bekannten, Freunden, Kollegen oder sonstigen Kontakten zu behalten, sollen uns dabei behilflich sein.

(Wie ich gestern „schockiert” festgestellt habe, hat Dänemark mehr Facebook-Nutzer als Deutschland.)

Da gibt es schon einige Angebote im Netz, die sich auf Mass-Status-Updates aller sozialen Netzwerke, in denen man angemeldet ist, spezialisiert haben. Ein weiteres, meiner Meinung nach am intelligentesten und besten entwickelt, ist das frisch am 28. April gelaunchte Angebot Quub, das sich derzeit noch in einer begrenzten Beta-Version befindet und extrem stark daher kommt.

Im Grunde vereinfacht Quub das Leben von über-sozialisierten, über-vernetzten Menschen. Und davon gibt es mittlerweile nicht wenige. Quub ist unter anderem mit Facebook, Hi5, LinkedIn, MySpace, Plaxo, Plurk, Tumblr und Twitter vernetzbar.

Was ist jetzt das besondere an Quub?

Zum einen ist Quub besonders einfach zu bedienen, man wird durch den gesamten Prozess hindurch geführt, ohne herablassend behandelt zu werden oder sich als Power-User unterfordert fühlen muss:

Hier kommt eine künstliche Intelligenz zum Tragen, die sich an Dinge erinnert, die man bereits geschrieben hat. Während man also etwas eingibt, ahnt Quub, was man gerade tut und wiederholt die vergangenen Updates einfach. Wenn man also öfter mal „Gehe jetzt in den Park” eintippt, wird dieses Update bevorzugt beim Eingeben. Damit wird das Senden von Updates beschleunigt bzw. es werden maßgeschneiderte Informationen als Fertigbausatz zur Verfügung gestellt, die man im Laufe der Zeit selbst generiert.

Das sollte man neben dem Aha-Effekt jedoch auch kritisch sehen: Hat man bisher sein virtuelles Leben selbst organisieren müssen, übernimmt, wie im Real-Life, nun auch hier die Technologie Aufgaben, von denen wir uns aufgrund der Schnelllebigkeit entwöhnen. Mehr Zeit haben wir dadurch nicht. Das Gegenteil ist der Fall.

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Ein weiterer Vorteil ist, dass man nicht jedes Update auf alle verlinkten Netzwerke senden muss. Wenn man also ein Update an Twitter und Myspace senden will, kann man das per Liste auch so definieren. Mit jedem Update neu. Es gibt Kontakt- und Nachrichtenanordnungsmöglichkeiten.

Nachteile sind, dass Quub momentan noch nicht auf den moisten mobilen Plattformen arbeitet, derzeit noch kein Browser-Plugin und auch noch keine Desktop-Applikation existiert. Quub läuft via Browser und auf Android und Blackberry-Organizer. Es gibt auch keine URL-Verkürzungsmöglichkeiten wie TinyURL beispielsweise, auch kein Photo-Upload.

Möglicherweise werden diese Funktionen auch ach und nach eingesetzt. Dennoch ist Quub eine bemerkenswerte Applikation, die sehr großes Potential aufweist: Schnell, gut synchronisiert und leicht zu bedienen.

API-Online-Bildeditor Aviary für Onlineshops

Verfasst am 12. Mai 2009 von Sebastian (Handelskraft).

aviDas New Yorker Startup Aviary hat letzten Herbst eine Software in Netz gebracht, welche es Nutzern ermöglicht, im Internet Bilder so zu bearbeiten, wie es einem bisher nur teure Fotoeditoren wie Photoshop ermöglicht haben.

Solche Editoren bzw. Werkzeuge in die eigene Webseite zu integrieren ist eine fantastische Idee, die nun mit Aviary umgesetzt wurde: Über eine eigene Programmierschnittstelle (API).

Aviary ermöglicht so eine kollaborative Bildbearbeitung.

Vier Einzelwerkzeuge existieren derzeit in dieser Software:
1. Der Fotoeditor „Phoenix”.
2. „Raven”, Hilfe für Design und Vektorgrafik.
3. Der Bildmustergenerator „Peacock”.
4. „Toucan”, Verwaltung von Farben.

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[weitere Screenshots sind bei Shopify zu finden]

Besonders für Onlineshops sollte diese Möglichkeit mit seinen Kunden zu interagieren von Interesse sein, denn Aviary wird direkt im Browser genutzt (dargestellt mit Hilfe von Flash). Speichert man Bilder, so landen diese Dateien auf dem Server der Firma. Weitere Vorteile für den Kunden sind vor allem, dass man nicht teure und große Prgrammpakete für die Fotobearbeitung installieren muss. Aus Betreibersicht ist jenes ebenfalls mehr als sinnvoll, da gerade kleinere Shops solche Programme im Web nicht nutzen können oder aber über keinen technischen Hintergrund verfügen. Schwere Desktop-Anwendungen und Hersteller dieser müssen umdenken. API ist ein solcher Weg, den sich Dienste wie Flickr oder Twitter schon zu einem Marktvorteil gemacht haben. Ein klarer Trend.

Der Nutzwert dieser Software ist immens groß: Online-Zeitschriften (wie es jüngst der „New Yorker” tat) können zum Beispiel mit Hilfe dieser Technik Design-Wettbewerbe ausschreiben. Spielerisch kann somit ein Unterhaltungsegment aktiviert werden, so ist es dank Aviary-API möglich auf der „New York Daily News” Pressebilder zu verändern.

Aufregend und sehr wichtig dürfte diese Entwicklung vor allem für die Branche E-Commerce werden:

Onlineshops beispielsweise können damit den Nutzern die Möglichkeit schaffen, Bilder von Produkten, die man zu verkaufen gedenkt, im Vorfeld zu retuschieren und zu bearbeiten, alles ohne Desktop-Installationen und ohne das Web zu verlassen, wobei auch der Spaßfaktor hierbei bedient wird. Es gibt bis dato keine Programme, weder Desktop- noch Web-Programme, die sich so leicht in ein bestehendes System integrieren ließen und dabei auch noch benutzbar blieben, berichtet Technology Review.

Und was alles mit so einem simplen API-Programm möglich ist, zeigt zum Beispiel dieses Video:

Sowohl für Onlineshops, die damit in gewisserweise auch ein nützliches Unterhaltungstool bereitstellen würden, als auch für Kunden, ist dieses Programm absolut großartig.

Full-Service-Internet-Agenturen können von Startups lernen

Verfasst am 11. Mai 2009 von Sebastian (Handelskraft).

Full-Service-Internet-Agenturen und -Dienstleister haben zwar das Geschäftsjahr 2008 laut BVDW mit 14,8 Prozent mehr Umsatz abgeschlossen, auch die Prognose für 2009 (ca. 8 Prozent) sieht gut aus, allerdings ist durch das New Media Service Ranking 2009 auch etwas bemerkenswertes zutage gekommen: Die absolute Mehrheit dieser Full-Service-Internet-Agenturen gehen bisher keinen bis wenigen Web-2.0-Aktivitäten nach. Warum?

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In den Top 10 des New Media Service Ranking 2009 befinden sich ausschließlich zwei Agenturen, die neben ihrer Webpräsenz noch hauseigene Weblogs betreiben: SinnerSchrader AG und die Euroweb Internet GmbH. Bis zur Top 50 sind es insgesamt sieben Agenturen, die eigene Weblogs betreiben, bis zur Top 100 sind es noch zwei Hand voll mehr Agenturen. Alles in allem eigentlich nicht sehr viel. Die meisten Agenturen bieten neben ihren Pressestellen auf der Webpräsenz noch Newsletter und RSS an. Das war es dann aber auch schon.

Ein absolut verschwindender Teil nutzt Twitter, geschweige denn Social Networks oder Bookmarks. Verwunderlich ist das schon. Des Weiteren nehmen sich die vorhandenen Agentur-Weblogs kaum branchenrelevanten Themen an, was inhaltlich dazu führt, PR und Firmenneuigkeiten gezielt ins Web-2.0 auszulagern. Die Weblogs, die von Full-Service-Internet-Agenturen betrieben werden, sind im wesentlichen schon aufgrund des Inhalts kaum relevant und eher als Firmentagebuch angelegt. Lediglich das SinnerSchrader-Weblog Fischmarkt bietet regelmäßig web- und branchenbezogenen Content, Kommentare oder Präsentationen, die man schon aufgrund der Leserzahlen als relevant bezeichnen kann.

Viele Agenturen bewegen sich durch dieses Branchensegment, wieso nicht auch im Web-2.0?

Insbesondere Startups benutzen das Web-2.0 um einen Branchen- und Kundenkontakt zu fördern bzw. einen solchen überhaupt erst herzustellen (neben ihren Produkten und Dienstleistungen).

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Erst vergangenen Freitag war auf IWB nachzulesen, dass laut einer Umfrage (mit 374 Teilnehmern) des Preisvergleichportals guenstiger.de die Hälfte der Onlinehändler in Social-Media-Marketing investieren will. Der Grund: Zur Steigerung der Bekanntheit (wofür 68 Prozent der Befragten ein Forum, 45 Prozent ein Weblog einsetzen wollen). Foren und Blogs werden unter Onlinehändlern als besonders bedeutend angesehen. Social Networks und Social Tools stellen für viele jedoch noch Rätsel dar: Gerade mal 23 Prozent nutzen soziale Netzwerke, 18 Prozent nutzen Bookmarks.

Und zur großen Überraschung und wider des Hypes nutzen nur drei Prozent der befragten Onlinehändler Twitter. Ein Drittel dieser Händler investiert noch überhaupt keine Ressourcen in Social-Media-Marketing.

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Es ging in dieser Umfrage lediglich um Onlinehändler, die Zahlen für Full-Service-Internet-Agenturen dürften noch viel geringer ausfallen. Zumindest bei denen, die im New Media Service Ranking erfasst wurden und profitabel arbeiten.

Nun lässt sich natürlich annehmen, dass die meisten dieser Agenturen keine Investitionen in der Web-2.0-Landschaft tätigen wollen, weil man sich bereits einen Kundenkreis erarbeitet hat und bereits bekannt ist. Denkbar wäre auch, dass die Strukturen einer wachsenden Agentur ab einer bestimmten Mitarbeiterzahl komplexer werden. Ebenso könnte es an mangelndem Interesse (nicht unbedingt Arroganz) oder gar an einem Web-Generationskonflikt liegen. Viele größere und ältere Agenturen haben sich möglicherweise schwer damit, denn Nutzen in Social-Media-Aktivitäten zu sehen oder haben gar ein Verständnisproblem mit diesen.

In dieser Hinsicht können größere Agenturen aus diesem Segment viel von Startups oder webaffinen Agenturen lernen. Natürlich wäre bei größeren Playern nicht der Sinn in diesen Aktivitäten den Bekanntheitsgrad zu erhöhen, zumindest nicht primär. Aber wer in diesem Segment tätig ist, sollte solche Möglichkeiten auch nutzen. Aus meinem Blickwinkel ist es schon befremdlich, dass Internet-Agenturen zwar redaktionellen Support und Blogaufbau anbieten, jedoch selber nichts anbieten. Das wäre in etwa so, als würde der Fleischer um die Ecke Veganer sein. Natürlich kann er hervorragende Produkte und Beratung anbieten, aber er ist selbst kein Konsument. Was kann er dann über Geschmack und Geschmacksunterschiede schon sagen?

So ist das auch mit Internet-Agenturen, die Full-Service anbieten. Weblogs, Twitter, Bookmarks und soziale Netzwerke bieten eine hervorragende Möglichkeit zum Offenlegen der eigenen Arbeit an, Orientierungsmöglichkeiten im Web oder bei Produkten und Dienstleistungen. Transparenz und Vertrauen kann durch qualitativ gute (und relevante) Arbeit im Web-2.0 bestens gefördert und ausgebaut werden. Das Licht fällt auf die Agentur zurück.

Wenn nicht Full-Service-Internet-Agenturen, wer dann?

Ich würde übrigens eine Umfrage bezüglich Web-2.0-Aktivitäten und Investitionen auch unter solchen Agenturen gerne mal sehen.

Übrigens mal in eigener Sache: Was das New Media Service Ranking und den darin gelisteten Full-Service-Internet-Agenturen angeht, ist Handelskraft anscheinend hinter Fischmarkt.de von SinnerSchrader auf Platz 2, was Leserschaft und relevanten Inhalt angeht (da Handelskraft.de das Firmenblog der Social Commerce Agentur dotSource ist).