Archiv der Kategorie 'Logistik & Distribution'

Das Sterben der Pure Player – Der Trend zu Multiline-Händlern

Verfasst am 8. Februar 2012 von Thomas Wetzel.

Egal ob Kleidung, Autos oder sogar Lebensmittel der Onlinehandel bietet keine Grenzen mehr in der Auswahl der Produkte. Der E-Commerce-Sektor boomt und der stationäre Handel sucht nach Möglichkeiten, sich gegen die starke Konkurrenz durchzusetzen. So scheint für viele ein zusätzlicher Onlineshop, neben dem Verkaufsladen, als geeignete Lösung. So will im Elektronikfachhandel nach Media Markt nun auch Expert einen eigenen Onlineshop an den Start bringen. Viele Lebensmittelketten steigen außerdem in das Onlinegeschäft ein oder haben es vor. Sogar Onlineapotheken gelten als die Zukunft der Branche.

Media Markt startete als Einzelhandelskette

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Dieser Schritt vom reinen Offline-Händler zum Multichannelanbieter scheint auch in der Entwicklung normal zu sein und kommt von vielen zu spät. Zusätzlich ergeben sich auf der anderen Seite der Pure Player im Internet Vorhaben, welche genau den entgegengesetzten Schritt forcieren. So kündigte Amazon in dieser Woche einen ersten eigenen Laden in Seattle an. So dürfen sich Häuser wie das Douglas Unternehmen Thalia, welches so schon Probleme hat, auf einen starken Mitstreiter im Laufgeschäft freuen. Denn Amazon will so auch internetferne bzw. -averse Gruppen auf den Kindle aufmerksam machen. Eventuell könnten die Stores auf lange Sicht auch ausgebaut und das Produktsotriment erweitert werden. Der Schritt von Zalando erste eigene Stores zu eröffnen, dürfte Anbieter der Schuh- und Modeindustrie in etwa genauso erschrecken. Ob diese “Riesen” wirklich endgültig in den Wettbewerb außerhalb ihrer sicheren Internetimperien treten, ist jedoch fraglich. Die Onlinegeschäfte laufen gut und das Potential ist noch nicht ausgereizt. Wenn die ersten Versuche mit solchen Showstores allerdings Erfolge mit sich bringen, kann eine Durchdringung des Marktes möglich sein.  Apple hat es, wenn auch nicht flächendeckend, erfolgreich vorgemacht.

Auf der anderen Seite sind die Investitionen dafür relativ umfangreich und so scheinen Lösungen wie das Shoppen von Plakatwänden oder Ansätze im Mobile-Bereich am erfolgsversprechendsten für die Zukunft. Mit Sicherheit kann man aber sagen, dass es in Zukunft für jeden wichtig wird, auch andere Vertriebswege zu nutzen.

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Schnelle Lieferung = Erfolg im E-Commerce? – 5 Lesetipps der Woche

Verfasst am 9. Januar 2012 von Thomas Wetzel.

Mit dem immer größer werdenden Onlineshopping Sektor entsteht natürlich auch eine immer größere Notwendigkeit der B2C-Logistik. Unternehmen in England bieten jetzt schon bei speziellen Lieferungen Lieferzeiten von 90-Minuten. Zalando und Amazon rüsten mit weiteren Vertriebszentren auf, um so schnellere Lieferzeiten zu ermöglichen und die Logistik für den steigenden Absatz abzusichern.  Die Lieferqualität wird in Zukunft ein noch wichtigerer Faktor im E-Commerce. Eine Betrachtung liefert unser erster Lesetipp.

Außerdem geht es in den weiteren Tipps um den möglichen schleichenden Untergang von Facebook wegen der verschlafenen Freundegruppierung, eine Zukunftsvision für den Handel, die Warenkorboptimierung für Cross-Selling und die altbewährte SMART-Regel für das Setzen von Zielen.

“90-Minutes- Delivery”: Entscheidet die Logistik über die Zukunft des E-Commerce?

Nobody Goes to Facebook Anymore. It`s too crowded

Handelszukunft: “Händler müssen den Kunden folgen”

Steigern Sie Ihre Abverkäufe durch Optimierung der Warenkorb-Zwischenseite

Freaky Friday: “Do not define goals!”

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GroupBuying im B2B-Sektor – Ist OrderWithMe das Next Big Thing?

Verfasst am 3. November 2011 von Thomas Wetzel.

Groupon und LivingSocial planen den Börsengang, DailyDeal geht an Google und die Umsätze der drei Unternehmen steigen immer weiter. Die etablierten Größen sorgen so kontinuierlich für Schlagzeilen. Neben den Großen Plattformen gibt es aber auch immer wieder neue Versuche anderer StartUps in die Phalanx einzubrechen. Im Bereich des B2C wird es aber schwierig gegenüber den Marktführern Fuß zu fassen. Entweder werden sie aufgekauft oder haben einfach nicht die Mittel oder das Potential um langfristig zu bestehen.

Das StartUp OrderWithMe hat deßhalb einen anderen vielversprechenden Ansatz parat. Sie setzen das Modell einfach für den B2B-Sektor an und bekommen derzeit von allen Seiten gutes Feedback. Der Disrupt Peking Gewinner baut auf GroupBuying für KMUs aus Amerika. Diese haben im Kampf gegenüber Großkonzernen, wie z.B. Walmart, in der Preisgestaltung wenig Chancen zu bestehen. Durch die Plattform soll eine einfache Stückkostendegression für die kleineren Händler möglich werden. Services wie Alibaba.com haben zwar schon Angebote in diesem Bereich, OrderWithMe überzeugt demgegenüber aber vor allem durch Einfachheit und direkte Kontakte. Außerdem unterhält das Unternehmen keine eigenen Lager und ist somit ohne großes Risiko wettbewerbsfähig.

Bei den Produkten wollen sie sich zunächst auf Nischen-, Fashion- und Dekoartikel beschränken. Auf Deutschland bezogen wäre somit ein Preiskampf mit H&M, C&A oder anderen Textileinzelhandelsunternehmen auch für lokale Modeanbieter halbwegs möglich, denn die Mindestbestellmenge bei OrderWithMe beträgt nur 100 Stück.

Man darf gespannt sein, ob OrderWithMe den Service auch bald für Europa anbietet oder sich in geraumer Zeit ein Nachahmer im europäischen Raum findet. Das Konzept ist auf jeden Fall erfolgsversprechend und für viele bedrohte private Händler eventuell ein lukrativer Ausweg im Preiskampf mit den “Großen”.

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“Die Qualität haben wir” – Handelskraft im Interview mit Urbanara Gründer Benjamin Esser

Verfasst am 8. September 2011 von Thomas Wetzel.

Nach der Ankündigung von letzter Woche bringen wir heute das Interview mit Benjamin Esser, dem Gründer und CEO von Urbanara. Nachdem das Start Up kontinuierlich gute Zahlen aufweist und stetig wächst ist für nächste Woche ein Facelift des Shops geplant. In einem lockeren Gespräch ging es um Marketing, den “erhofften” Flagship Store, die Vor- und Nachteile des Direktvertriebs und den Aufbau der Marke Urbanara.

Dein erstes Projekt MyFab verfolgt ja das gleiche Geschäftsmodell nur mit anderen Produkten, wie seid ihr dann auf den Direktvertrieb von Heimtextilien gekommen?

Der Schritt war eigentlich ganz simpel und logisch für mich, weil das Modell an sich auf der Kundenseite sehr gut ankommt und auch leicht verstanden wird. Sie sagen sich: Warum sollen wir für die ganzen Handelsstufen bezahlen wenn es mit MyFab oder Urbanara auch ohne diese und vor allem günstiger geht?

Bei Urbanara kommt noch dazu, dass im Gegensatz zum Möbelverkauf von MyFab die Ware schneller produziert und geliefert werden kann und außerdem der Bereich der Heimtextilien sehr hohe Margen bietet.

Neben den Vorteilen des Prinzips gibt es natürliche auch negative Einflüsse, welche sind deiner Meinung nach die schwerwiegendsten?

Natürlich liegen auch die Nachteile klar auf der Hand. Die Logistik ist die größte  Herausforderung, hat man sie aber einmal umgesetzt und die Abläufe und Routen über Südamerika, Afrika und Asien realisiert, ist das auch der klare Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

Gegenüber den Kunden ist der Nachteil, dass für Produkte die von heute auf morgen gebraucht werden, dass Prinzip nicht tragbar. Zusätzlich sind Kunden meistens nicht gewillt 1-3 Wochen auf Bettwäsche zu warten, die dann 10-20€ günstiger ist.

Und ab wann gehen Kunden diesen Kompromiss ein?

Es ist klar das es nur über den Wartezeit/Preisvergleich geht. Ich bin davon überzeugt, dass wenn der absolute Kostenvorteil bei 30-40€ liegt, die Kunden bereit sind auch wenige Wochen zu warten. Bei einer Kaschmirdecke die anstatt 500€ dann 200 oder 300€ kostet, gehen Käufer natürlich gerne diese Wartezeit ein.

Der Hauptstandort für die Kontakte zu den Herstellern ist China, ist es heutzutage noch schwer dort schnell und erfolgreich Fuß zu fassen?

Ganz im Gegenteil, eigentlich ist es super einfach. Die Infrastruktur ist extrem weit entwickelt und steht Deutschland in nichts nach. Auch findet man hervorragende Mitarbeiter.  Es ist fast so, dass man als Neuling manchmal sogar das erwartete „Abenteuer China“ vermisst.

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ibi-Studie “Elektronische Rechnungsabwicklung – einfach, effizient, sicher”

Verfasst am 27. Juli 2011 von Thomas Wetzel.

Nachdem wir in unseren 5 Lesetipps schon die Übersicht der verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten dargestellt haben, wollen wir in diesem Artikel näher auf verschiedene Studien zur Untersuchung des wichtigen Elements der Rechnungsabwicklung in Unternehmensabläufen eingehen.

ibi Research arbeitet dazu an einer Informationsreihe mit dem Thema „Elektronische Rechnungsabwicklung – einfach, effizient, sicher“. Die Studie ist in vier Teile untergliedert und letzte Woche erschien bereits der dritte Teil „Ergebnisse einer Unternehmensbefragung“.

Im ersten Teil der Studie wird ein Marktüberblick über die verschiedenen Angebote der Branche gegeben. Zusätzlich werden allgemeine Fakten und Rahmenbedinungen erläutert. Die Übersicht vom Dezember 2010 stellt die verschiedenen Lösungsanbieter dar und vergleicht sie unter Aspekten wie der Zielgruppe, Art des Rechnungsempfangs oder Service und Kosten.

Nachdem zunächst allgemeine Fakten geklärt werden und ein Überblick über die Anbieter gegeben wird, befasst sich der zweite Teil eher mit praxisnahen Erkenntnissen. Bei der Betrachtung von Fallbeispielen erfahrener Unternehmen wird der Rechnungsempfang von Unternehmen, wie zum Beispiel Daimler oder weiter »

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Der „Bezahlmarkt“ entwickelt sich

Verfasst am 31. Mai 2011 von Thomas Wetzel.

Ein wichtiger Baustein jedes Online-Shops ist die Zahlungsabwicklung. Neben den etablierten Varianten, Rechnungskauf, Nachnahme, Paypal und Kreditkarte entsteht neue Konkurrenz. Der Payment Markt entwickelt sich derzeit rasant.

Vor allem PayPal wird mit direkten Konkurrenten konfrontiert, denn Amazon startete seinen eigenen Bezahlservice “Bezahlen über amazon” auch in Deutschland. Dieser Service ist zu dem nicht auf Amazon beschränkt und veranschlagt die gleichen Gebühren (1,9% der Kosten plus einen fixen Satz von 0,35€) wie PayPal auch. PayPal hat zwar den immensen zeitlichen Vorsprung und auch eine gute Marktdurchdringung. Amazon jedoch bietet rund um den Bezahlservice ein Komplettpaket für den ganzen Bestellvorgang. Außerdem steht der Name Amazon für Zuverlässigkeit und Erfahrung rund um E-Commerce-Tätigkeiten.

Ein weiterer Service der derzeit sehr kritisch betrachtet wird ist sofortüberweisung.de. Dieser nennt als großen Vorteil die schnelle Abwicklung und den daraus resultierenden sofortigen Versand. Sowohl Shopbetreiber als auch die Käufer sind wegen der Geschwindigkeit sehr positiv angetan, doch ist es fragwürdig seine bankeigenen Daten wie die PIN und die TANs für Drittanbieter zu verwenden, denn dadurch wird der Nutzungsvertrag für die Onlinedienste der Banken gebrochen. weiter »

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Agile Commerce als Weiterentwicklung des Multichannel Marketing

Verfasst am 19. Mai 2011 von Thomas Wetzel.

Das Paradigma des Multichannel Marketing vollzieht eine Wandlung. Durch eine stetige Weiterentwicklung der Technologie haben sich die Verkaufskanäle vermischt. Brian Walker beschreibt diesen Vorgang als Wandel vom Umgang der Kunden mit einem Kanal zur Interaktion des Kunden mit dem Unternehmen über mehrere, abhängige „Touchpoints“.

Diese Touchpoints sind neben den bisher normalen Kontaktpunkten wie Geschäften, Webseiten oder Call-Center auch soziale Interaktionen über die verschiedensten technischen Hilfsmittel. weiter »

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