Archiv der Kategorie 'Zahlen, Daten, Fakten'

E-Commerce ist offen für alternative Bezahllösungen

Verfasst am 2. September 2010 von Sabine Bartmann.

Er kürzlich veröffentlichte das E-Commerce-Center Handel eine Studie über die Entwicklung des Online-Zahlungsverhaltens aus Händlersicht. Neben den üblichen Bezahlformen wie Lastschrift, Vorauskasse oder Rechnung, können Alternative Modelle wie Pay Pal oder Click and Buy einen Zuwachs verbuchen. Zum einen liegt dies an dem gestiegenen Vertrauen in die Transaktionssicherheit, zum anderen besteht hier ein enormes Potential für neuen Gaming und Shopping-Möglichkeiten, die im Netz zu finden sind. Besonders Facebook könnte von diesem Wandel profitieren, denn hier sind alternative Paymentlösungen am häufigsten anzutreffen.

Seit dem Start der Facebook Credits hat sich einiges getan. Viele Spiele in dem sozialen Netzwerk haben die Credits bereits als Zahlungsmöglichkeit angenommen. Mittlerweile kooperiert das Netzwerk mit dem malaysischen Zahlungsanbieter MOL. Die Credits können nun auch in 500.000 stationären Läden in Asien und Australien erworben werden.

Auch der Paymentanbieter Click and Buy, der, laut Studie, zu den alternativen Bezahlmöglichkeiten gezählt wird, geht seinen Weg in Richtung Facebook. Mit Buxter hat das Unternehmen Ende Juli einen Dienst gestartet, der das Bezahlen über eine Applikation möglich macht. Das Geld, das sich auf dem Click-and-Buy-Konto befindet, kann zu der Anwendung transferiert werden. Der Nutzer hat nun die Möglichkeit, seinen Freunden über Facebook Geld zu senden, einzufordern oder Applikationen zu kaufen. Auch weitere Umsetzungen sind für die Zukunft angedacht. Zugang zu der Anwendung Buxter erhält der Nutzer durch ein zusätzliches Passwort.  Für die Sicherheit der persönlichen Daten kann Click and Buy unter anderem Gütesiegel des TüV und von McAfee vorweisen, diese haben auch für die Anwendung Geltung. Von Click and Buy wird ausdrücklich versichert, dass keine Daten an Facebook oder andere weitergegeben werden.

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Neue Auflage des Schweizer E-Commerce Reports

Verfasst am 25. August 2010 von Sabine Bartmann.

Diesen Monat ist die erweiterte Auflage des Schweizer E-Commerce Reports der FHNW Basel erschienen. Acht Studien sind neu aufgenommen worden. Unter anderem zu Zahlungsverfahren, Onlineshop-Bewertungen und eine Auskopplung aus der Nielsen Global Online Survey.

ECommerceReport2010

Auch die deutsche E-Commerce Branche ist dieses Mal mit vier Studien vertreten. Interessante Einschätzungen liefert die die Analyse der Pangora GmbH und der ECC Handel zum Geschäftsklima im E-Commerce 2009/2010. Die größte Herausforderung im E-Commerce ist gemäß der Einschätzungen der Experten der steigende Preiskampf (35.2 %), gefolgt von fehlender Kundenbindung (23.0 %), sinkenden Margen (18.1 %) und mangelnder Abstimmung der Vertriebskanäle (17.3 %). Trotzdem schätzen die Befragten ihre Zukunft als positiv ein. Hier wird deutlich, wie wichtig es ist, neue Geschäftskonzepte und Strategien zu fördern, um sich von der steigenden Anzahl der Onlinehändler abheben zu können und auch noch mit geringen Margen ein Umsatzwachstum zu erzielen.

Siehe auch:

Frühere Einträge:

Das Interesse am Online-Lebensmittelmarkt

Verfasst am 19. August 2010 von Sabine Bartmann.

Diesen Monat wurde der Erfolg des online Verkaufs von Lebensmitteln stark kritisiert. Hauptsächlich das Angebot von Amazon  wurde unter Beschuss genommen.  Trotz der Kritik blicken die Versandhändler mit Zuversicht in die Zukunft. So führt Chehab Wahby von der Strategieberatung OC&C in der Welt Online an:

“Die Akzeptanz wird zunehmen”

und prognostiziert dem Geschäftsmodell bis 2015 ein Umsatzwachstum von 50-70%.

froodiesaktuell

Auch Lutz Preußners, Geschäftsführer des Online-Lebensmittelmarkts froodies.de bleibt optimistisch:

Ich denke, es ist bei der aktuellen Studie wichtig, zwischen dem Status Quo und den Aussichten für den Online-Lebensmittelhandel zu unterscheiden. Der aktuelle Anteil ist mit 0,1% noch sehr gering. Das liegt aus meiner Sicht weniger am nicht vorhandenen Interesse bzw. Bedarf der Verbraucher, denn dieser ist auch in Deutschland bereits jetzt vorhanden. Der Grund liegt vielmehr in der Tatsache, dass es in Deutschland aktuell noch keinen nennenswerten überregionalen Anbieter gibt, wie bspw. Tesco in Groß Britannien. Der Einstieg von Amazon in den Markt ist hier sicherlich ein deutliches Zeichen. Dass das Potenzial ist auch in Deutschland riesig. Die Annahmen gehen von 2-3% Umsatzanteil aus, das sind ca. 6 Mrd. Euro!

Kritisch bei Amazon sieht er den Umstand, dass Kunden, sobald sie bei mehreren Anbietern bestellen, auch gleich mehrfach Versandkosten zahlen müssen. Er ist sich jedoch sicher, dass hier bald für mehr Transparenz im Bestellprozess gesorgt wird. Die Entwicklungen auf dem Online-Lebensmittelmarkt bleiben somit weiterhin spannend.

Back to the Roots: Liveshopping-Portal Preisbock.de gehört wieder 100% zu dotSource

Verfasst am 10. August 2010 von Sabine Eberl.

Die dotSource GmbH hat das Liveshopping-Portal Preisbock.de von der bisherigen Investorengruppe zurückgekauft und wird es nun als 100%ige Tochter weiterführen. Back to the Roots heißt es in diesem Fall, weil Preisbock im Jahr 2007 von dotSource Gründer Christian Otto Grötsch ins Leben gerufen und ein Jahr später in eine eigenständige GmbH ausgegründet worden war.

Preisbock.de am 10.8.2010

Preisbock.de am 10.8.2010

Damals war das Liveshopping Prinzip gerade dabei, aus den USA auf den deutschen Markt überzugreifen. dotSource sprang mit dem eigenen Modellversuch früh auf den den neuen Trend auf – mit Erfolg: Der Liveshop mit dem prägnanten Ziegenbock im Logo erzielte innerhalb kurzer Zeit sehr gute Wachstumsraten und hatte nach einem halben Jahr eine Community mit 25.000 Nutzern aufgebaut.

Der logische nächste Schritt war im Jahr 2008 die Ausgründung des Projektes in die eigenständige Preisbock GmbH und die Investorensuche für den Sprint an die Spitze des deutschen Liveshopping-Segments.

Die dotSource Geschäftsführer halten auch in Zeiten “nichtmaximaler Gewinnerzielung” unvermindert am Preisbock fest. Preisbock bleibt für die Internetagentur ein wichtiges Standbein: Zum einen als eindrucksvolle Magento Referenz: Seit der Shopumstellung auf Magento in 2009 ist Preisbock eine der umfangreichsten existierenden Magento-Plattformen. Zum anderen als Testlabor für Social-Commerce-Funktionalitäten, von dotSource Experten für Preisbock programmiert und für den Einsatz im Shop optimiert. Und nicht zuletzt hat dotSource mit diesem Liveshop ihr Ohr immer ganz nah an den Bedürfnissen, den Freuden und Nöten eines Versandhändlers. Wie viele Internetagenturen in Deutschland lernen tagtäglich so viel über ihre Zielbranche?

Allen Unkenrufen zum Trotz ist Preisbock nicht am Ende, wie manch selbsternannter Branchenkenner glauben machen möchte: Das Portal zählt im August 2010 zu den t3N Top 25 der beliebtesten deutschen Startups.

Mit ihrer 100%igen Beteiligung an Preisbock möchten die dotSource Eigentümer auch noch etwas anderes signalisieren: Ihre potentielle Bereitschaft zu weiteren Investments in innovative E-Commerce-Projekte.

Neuste Statistik des bvh – klassische Versandhändler punkten im Onlinebereich

Verfasst am 6. Juli 2010 von Sabine Bartmann.

bvh

Seit heute stehen die neusten Zahlen des Bundesverbands des deutschen Versandhandels online. Auch wenn die wichtigsten Fakten bereits fleißig getwittert werden, sind sie hier nochmal für alle Blogleser im Überblick:

* Umsatz steigt auf 29,9 Mrd. Euro (+2,7 %)
* Online-Handel mit Waren legt auf 17,8 Mrd. Euro zu (+1%)
* Deutsche geben insgesamt 24,3 Mrd. Euro im Internet aus (+12 %)
* Quelle-Insolvenz bleibt ohne Folgen für die Branche
* Anteil der Internet-Bestellungen steigt auf 71 Prozent
* Neue Technologien pushen E-Commerce
* 68 Prozent der Online-Käufer nutzen weiterhin gedruckte Kataloge
* Versender von Unterhaltungselektronik profitieren vom WM-Effekt

Weiterhin interessant: Der Umsatz der klassischen Versandhändler im Onlinebereich steigt weiter an. Wurde letztes Jahr die 50% Hürde geknackt, so ist dieser in diesem Jahr auf ganze 60% gewachsen. Weder Finanz- und Wirtschaftskrise noch die Insolvenz von Quelle hat sich negativ auf die Entwicklung ausgewirkt.

Siehe:

Finanzierungsrunde für Foursquare

Verfasst am 29. Juni 2010 von Sabine Bartmann.

Gestern Abend verkündete die Financial Times eine neue Finanzierungsrunde für Foursquare. Der Ortungsdienst macht momentan noch keinen Gewinn und kaum Umsatz, dennoch wird durch die Finanzierung das Potential des Dienstes bestätigt. Nach Angaben der Financial Times wird die Finanzierungsgruppe von Andreessen Horowitz, Gründer der Browserfirma Netscape, angeführt. Die Verhandlungen sollen in dieser Woche abgeschlossen werden.

foursquare2

Foursquare wird momentan schon sehr gehypt. Erst gestern habe ich die ersten Twittermeldungen bekommen, in denen Personen ihren Standort verkündet haben.

Siehe auch:

Frühere Handelskraft Einträge:

Opt-Out-Funktionen. Droht das Ende des Targeting?

Verfasst am 28. Juni 2010 von Sabine Bartmann.

Nächstes Jahr im Mai wird der Bundestag eine Datenschutznovelle verabschieden. Eine der Neuerungen befasst sich mit der Entlastung von Webseitenanbietern. Momentan haben diese noch die alleinige Verantwortung für den Schutz von Daten, auch wenn der Vermarkter diese missachtet. Neu ist auch die Regelung in Bezug auf das Sammeln von Daten mit Cookies. Der Grund für den Einsatz muss in naher Zukunft gegenüber den Besuchern der Seiten erklärt werden. Auch Thomas de Maizière hat erst kürzlich 14 Thesen zum Thema Datensicherheit veröffentlicht, die sich darauf beziehen, dass Internetnutzer mehr Transparenz gegenüber der Verwendung ihrer Daten bekommen sollen.

S. Hofschlaeger / pixelio.de
S. Hofschlaeger / pixelio.de

In einem Interview mit der Internet World Business (Juniausgabe 2010) führt Heike Lindner, Leiterin der Geschäfte für Mediaplex Deutschland und Osteuropa, an, dass es für Internetnutzer nicht möglich sei, alle Daten einzusehen. Die Erfassung geschieht anonymisiert, was bedeutet, dass die gesammelten Informationen nicht mehr auf einzelne Personen zurückführbar sind.

Lindner ruft in dem Artikel zu einer frühzeitigen Reaktion auf. Mediaplex möchte bald mit einer Opt-Out-Funktion (einem kleinen „i“ auf jedem Werbemittel) reagieren. Durch ein paar Klicks können Nutzer so Einsicht in die Verwendung ihrer Daten bekommen und auf Wunsch das Targeting ablehnen. Das Thema Vertrauen ist hier jedoch eine heikle Angelegenheit. Auch wenn Informationen sich nicht mehr auf einzelne Individuenbeziehen lassen, sollte zumindest angeführt werden, dass diese anonymisiert sind. Zudem sollten sich

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