Nie wieder WG-Castings und Mitbewohner-Frust mit WGfinden.de

Verfasst am 4. Juli 2012 von .

Wohnungssuche in Jena wird leichter mit WGfinden.de

Jena: Sehr schön und sehr überfüllt… (Foto:fh-jena.de)

Bei uns im Marketing der dotSource ist eins Dauerthema: Wohnungsbesichtigungen. Grund ist die Wohnraumnot in unserer Wahlheimatstadt Jena. Der Leerstand der Wohnungen beträgt hier unter 2%, mit anderen Worten, die Stadt ist voll.
Ob als Mieter in spe oder Kandidat eines WG Castings, Geschichten über die Wohnungssuche kann hier jeder erzählen.

Wäre es da nicht toll, ein Tool zu haben, das die Suche und die Auswahl der Wohngemeinschaft erleichtert? Genau das gibt es jetzt: WGfinden.de kombiniert die Funktionen einer klassischen Immobilienwebseite mit denen eines Datingportals. Man füllt also ein Persönlichkeitsprofil aus und erhält Vorschläge mit passenden WGs.

Hier finden sich Individualisten, die gern nebeneinander her leben möchten, Party Menschen oder Putzteufel zusammen. Im Idealfall erleichtert das das spätere Zusammenleben enorm, da gewisse Grundeinstellungen übereinstimmen. Wie schön das sein kann, zeigt das Promo Video von WGfinden.de:

Einziges Manko: In unserer Stadt gibt es bisher nur 2-3 Einträge, was wohl kaum realistisch ist. Um richtig Sinn zu machen muss WGfinden.de wohl noch ein wenig bekannter werden – woran wir hiermit unseren Anteil geleistet haben 😀

Kategorie: Social Web

TV-Werbung & E-Commerce: Effizienz vor Schönheit

Verfasst am 26. Oktober 2011 von .

Wenn etwas nicht zu meinen Kernkompetenzen gehört, dann würde ich sagen: Ich habe keinen blassen Schimmer, wie man einen Werbespot aufbaut; ich bin niemand, der sich mit zirkulärer Dramaturgie auskennt und die Werbespots von Saturn mit Michael Buffer & Co. führen bei mir zu schamhafter Gesichtsröte. Ein kurzer Rückblick auf die Evolution der Saturn-Claims ist angebracht:

  1. Geiz ist geil.
  2. Geil ist geil. (Mein persönlicher Favorit)
  3. Geiler geht nicht.

Das lasse ich jetzt mal so stehen. Und über die Media Markt Werbung spreche am besten auch nicht.

Aber wie ist das mit TV-Werbung für Startups? Lohnen sich solche Investitionen und sind es die richtigen Ziele, die Gründer ins Fernsehen zieht? Geht es um Branding, Umsatzsteigerung, Traffic-Steigerung oder will man die IT im Serverraum in den Wahnsinn treiben?

Zalando hat das Thema TV-Werbung mit sehr viel Druck aufgebaut und scheinbar keine Kosten gescheut, die Spots auch wirklich gut aussehen zu lassen. Wenn ich mir die Werbespots von Swoodoo oder von Fluege.de dazu im Vergleich anschaue, die scheinbar mit sehr viel weniger Budget arbeiten mussten, dann wird klar, was diese Unternehmen, abgesehen vom Budget, in der Zielstellung bei TV-Werbung unterscheidet: Zalando geht den emotionalen Weg, den „schönen“ Weg, bei dem das Branding sehr viel intensiver verfolgt wird.

Für Startups, die den Markt nicht so aggressiv penetrieren können wie Zalando, ist das jedoch nicht unbedingt der richtige Weg. Wenn man sich vor Augen führt, wie schnell die Kosten bei solchen Experimenten explodieren können, bleibt am Ende für Startups primär das Ziel der Umsatzsteigerung interessant.

Wenn ich mir den ersten Werbespot von Swoodoo (als flugsupermarkt.com) anschaue, sehe ich das Ziel der Umsatzsteigerung noch weit vor dem Branding. Und auch wenn der Spot alles andere als schön ist, so bin ich mir sicher, dass das Budget besser angelegt war, als in SEM:

Experimente müssen nicht schön sein. Für den Anfang sollte für Startups die Effizienz im Vordergrund stehen. Wichtig sind dabei vor allem das genaue Reporting und das Messen der Konversion unmittelbar nach der Spot-Ausstrahlung. Davor sollte man sich und die IT (und die Server) gründlich vorbereiten. Denn das ganze Experiment taugt nichts, wenn die Server unter dem Peak zusammenbrechen. Startups, die diesen Weg gehen wollen, sollten vorher also genau abwägen, welche Ziele sie mit Werbespots verfolgen. Effizienz vor Schönheit, Umsatzsteigerung vor Branding sind für den Anfang ein guter Ansatz.

An dieser Stelle möchte ich auch noch mal den Zalando-Spot mit dem FKK-Campingplatz ins Kreuzfeuer nehmen: Oh mein Gott. Ich habe bewusst private Fernsehsender gemieden, damit ich den Spot nicht mehr sehen muss. Waren der erste und die letzten beiden Spots noch ganz witzig, so war der FKK-Spot einfach nicht zu ertragen.

Einen guten Spot zu machen heißt eben noch lange nicht, dass man es für immer kann.


Schwarmintelligenz, Social Communitys und Vertical Networks

Verfasst am 16. Dezember 2010 von .

Vor einigen Tagen bin ich auf eine interessante Doku zum Thema Schwarmintelligenz gestoßen. Dort wird die Frage erläutert, wie sich Massen ohne jegliche Hierarchie dennoch organisieren und an ihre Umwelt anpassen können. Nicht nur bei Tieren auch bei Menschen gibt es Logiken der Masse. Während eine Vielzahl von Fußgängern eine Straße entlang läuft bilden sich Ströme, entweder in die eine oder in die andere Richtung.

Im gewissen Sinn sind ist die Schwarmintelligenz auch auf Communitys im E-Commerce übertragbar. Ein Thema von großem Interesse für eine bestimmte Zielgruppe, ermöglicht es eine Community zu schaffen, ähnlich der Nahrungssuche im Fall von Tierschwärmen. Dass das nicht immer ausreicht, um ein Netzwerk zu vermarkten, stellte in diesem Jahr Stefan Pfannmoeller, Mitgründer der netzathleten, fest. Nachdem das Forum mit einem Magazin angereichert wurde, stiegen zwar die Zugriffszahlen, dennoch blieb ein vermarktungsrelevanter Erfolg aus. “Menschen orientieren sich eher am Freundeskreis, als am Thema”, so Pfannmoeller gegenüber deutsche startups.

netzathleten

Erst mit dem Aufbau eines Vertical Networks kam netzathleten.de zum gewünschten Ergebnis. Das Team bündelt über 100 verschiedener Themenwebsites und vermarktet nun die dadurch entstandene Reichweite. Insgesamt gesehen sind Menschen in der digitalen Welt eher eine träge Masse, so erklärt es auch eine Studie von Forrester Research in Europa, nach welcher gerade mal 14 Prozent der gesamten Online-Nutzerschaft Inhalte produzieren. Was hier deutlich wird, ist dass Communitybetreiber nach den ersten Onlinehypes nicht mehr nur ein reines Netzwerk aufsetzen können, um vermarktungsrelevant und profitabel zu agieren.

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Wettbewerb: Deutschlands innovativstes Startup 2010

Verfasst am 8. April 2010 von .

Wie beim Exceed Camp der Live Shopping Days 2010 (im Januar) von den Gründern angekündigt wurde, startet nun der Innovationswettbewerb der ECommerce Alliance aus München, bei dem das innovativste, deutsche Startup 2010 gesucht und gekürt werden soll: Der Gewinner erhält Preise im Wert von 45.000 Euro (als Startkapital).

echallenge

Interessierte Startups, die nach dem 1. Januar 2008 gegründet worden sind, bewerben sich mit einem 30-sekündigem bis maximal zwei Minuten langen Video, in dem sie die Besonderheiten des eigenen Konzeptes herausstellen.
Der Contest umfasst fünf Vorrunden und ein Finale Ende September in München. Pro Vorrunde können sich drei Startups qualifizieren. Der Einsendeschluss der ersten Vorrunde endet am 1. Mai.

Über das Weiterkommen der teilnehmenden Startups, sowie letztendlich über den Gewinner, entscheidet eine vierköpfige Jury, bestehend aus Jochen Krisch von Exciting Commerce, Viktoria Trosien von Tiburon-TV, Alexander Hüsing von Deutsche Startups und Daniel Wild von der ECommerce Alliance.
[via]


Chocri-Umsatz ist sechsstellig

Verfasst am 7. September 2009 von .

Seit unserem Bericht im Dezember 2008, habe ich drei- oder viermal bei Chocri bestellt: Schokolade zum selber mixen. Kurz: die Lieferung wurde schnell abgewickelt, allzu teuer ist es nicht und die Schokolade ist absolut großartig. Wirklich empfehlenswert.

chocri2

Vor einem Jahr startete das Schokoladen-Startup aus Berlin. Unter der Führung von Michael Bruck und Franz Duge. Nach einem Jahr, so die Unternehmer, verließen knapp 120.000 Tafeln Schokolade die Produktion und landeten beim Verbraucher. Insbesondere spezielle Anlässe, wie Weihnachten, Valentinstag und Muttertag brachten verstärkt Umsatz. Weihnachten 2009 rechnen die Berliner mit einem Produktionsrekord. Zurzeit produzieren 15 Mitarbeiter die individuellen Schokoladenbestellungen.

Im Großen und Ganzen war es also ein ganz gutes Jahr für Chocri und ich hoffe, dass es so weitergeht. Immerhin hat das Startup in seinem ersten Jahr einen Umsatz im mittleren sechsstelligen Bereich gemacht. Das ist für den Anfang ganz passabel.

Was mir besonders auffällt, dass es um Selbstmixportale ziemlich still geworden ist. Sei es nun die Saftfabrik, die ganz fantastische Säfte mixen oder andere Player in diesem Segment. Irgendwie dringt kaum etwas durch. Das wichtigste ist die Qualität der Produkte. Aber danach kommen auch noch ein paar Dinge, die ein Startup beachten sollte, insbesondere wenn es sich nicht um Netz-Dienstleistungen dreht. Mir persönlich positionieren sich solche wirklich guten Startups zu wenig im Netz. Und wenn sie es doch tun, dann setzen sie sich meist selbst ins Rampenlicht.

Chocri hingegen möchte ab Herbst auch ins UK expandieren, ab 2010 sogar in die USA. So ganz ohne fruchtbare Aufmerksamkeit wird sich dieses Unterfangen schwierig gestalten. Dennoch drücken wir die Daumen, dass es auch klappt.
Auf Fremdkapital hat das Startup bisher, trotz Angebote, verzichtet.

Via deutsche-startups.de


Froodies.de: Lebensmittelversand im Internet

Verfasst am 22. Juni 2009 von .

froodiesLebensmittelversand über Internet? In Deutschland gibt es seit März dieses Jahres einen neuen Versuch dazu: das Dortmunder Startup froodies.de, das sich momentan in der Beta-Phase befindet.

Das Konzept:
Froodies hat einen Dortmunder Lebensmittelhändler an der Strippe. Geht auf froodies.de eine Bestellung ein, so wird auf dessen Sortiment zurückgegriffen. Das ist an sich wirklich gut, da man sich so Investitionen in ein eigenes Lebensmittellager sparen kann. Logistisch lief es bisher so, da man frisch liefern muss, wurde bisher nur der Dortmunder Raum mit Frischwaren beliefert.
In Restdeutschland konnte man dennoch Waren bestellen, die nicht gekühlt geliefert werden müssen. Aber man arbeitet bereits an einem Konzept (könnte man sich auch bei Saftfabrik.de abschauen; die haben sich diesem logistischem Problem bereits erfolgreich angenommen). Geliefert wird in Dortmund dreimal am Tag, wer vor 12 Uhr bestellt, hat abends 18 Uhr seine Bestellungen (oder sagen wir besser Einkäufe) an der Tür. Die Preise und Lieferpreise sind überraschend günstig: 4,90 Euro Versand im Dortmunder Raum, 6,90 Euro in Restdeutschland. Das ist okay.

Aber wozu das alles? Spannend ist diese Idee nicht, geht es hier um den gewöhnlichen Lebensmittelerwerb. Lutz Preußners, Gründer von froodies.de (zusammengesetzt aus „fresh food deliveries”), äußerte sich deutsche-startups.de gegenüber folgendermaßen:

Der Versand von Lebensmitteln ist das letzte große Potential, das im Online-Bereich noch nicht bedient ist.

froodies2

Zwei Dinge seien hierzu angebracht: Es gibt, erstens, schon eine ganze Reihe von Anbietern, die Lebensmittel über das Netz vertreiben, überwiegend natürlich Selbstmix-Portale wie MyMuesli, Saftfabrik oder Chocri. Ob diese Portale momentan profitabel arbeiten bzw. eine Aussicht darauf haben, ist noch mal ein ganz anderes Paar Schuhe. Qualitativ sind diese jedoch top. Und zweitens: Der Bereich des richtigen Lebensmittelversandes, wie es froodies.de anpeilt, gab es bereits mal. Erfolglos. Die Handelskette Tegut unternahm 2001/2002 bereits einen großen Versuch, der aber recht schnell wieder eingestampft wurde. Tegut ist mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro kein Leichtgewicht.

Was liegt also näher als das Argument: Das war 2002 so, wir haben jetzt 2009. Ja, das Internet ist mittlerweile in fast allen Bevölkerungsgruppen populär geworden, aber reicht das aus, um dem Supermarkt an der Ecke Konkurrenz zu machen bzw. um erfolgreich mit so einer Idee zu werden? Ich persönlich glaube nicht daran. Und auch die Begründungen des froodies-Geschäftsführers klingen leicht gutgläubig:

Wir geben Menschen die Möglichkeit, sich in ihrer Freizeit mit schönen Dingen zu beschäftigen anstatt mit Einkaufen!” – “Mein Opa surft im Internet und ist längst keine Seltenheit mehr in dieser Generation!

Und sich dann im Ausland an funktionierenden Vorbildern zu orientieren halte ich für gefährlich, insbesondere den USA-Dienst freshdirect, die anders als tegut, seit mehreren Jahren im New Yorker Raum konstant geblieben sind. Jedoch kennen die Amerikaner, insbesondere die New Yorker, nicht den klassischen Supermarkt wie wir. Das Angebot freshdirect bedient also eine Nische, ähnlich wie gourmondo.de hierzulande. Das Konsumverhalten ist dort drüben ganz anders, des Weiteren ist die dortige Internetbevölkerung weitaus weiter was Vertrauen und gestandener Geschäftsmodelle angeht.

Auch das englische Lebensmittelportal tesco.com lässt sich schwer als vergleichbare Idee anbringen, da hinter tesco.com ein Supermarktkonzern mit einem Umsatzvolumen (2008) von 52,5 Milliarden Euro steht. Vor allem in Irland gibt es zu Tesco kaum Alternativen. Und was den Schweizer Food-Shop LeShop.ch angeht: Hier steht das größte Schweizer Detailhandelsunternehmen hinter (Migros), das 2008 rund 17,1 Milliarden Euro umgesetzt hat. Es sind oftmals auch nicht unbedingt die Marken an sich, die ausschlaggebend sind, sondern vor allem auch die Ketten, in denen man einkaufen geht. Viele Discounter und Ketten haben ein bestimmtes Image an denen man sich orientiert und die man im Stadtbild auch durch Präsenz wahrnehmen kann. Bei einem reinen unabhängigen Lebensmittel-Onlineshop stelle ich mir das schwieriger vor.

In den USA gibt es freshdirect, in England tesco.com, in der Schweiz LeShop.ch – die Zeit ist jetzt auch bei uns reif.

Nein, würde ich so nicht unterschreiben. Die Idee ist an sich nicht schlecht, aber das Einkaufen von Lebensmitteln gehört zu den banalen Alltagsübeln. Habe ich Feierabend, gehe ich auf dem Heimweg am Supermarkt vorbei. Oder wenn ich was spezielles Essen will, dann gehe ich eben spontan einkaufen. So kann ich mich vor Ort auch noch mal umentscheiden oder eine andere Auswahl treffen. Wer garantiert mir, dass die Lieferung frisch ist. Das ist weitaus problematischer als eine Saftlieferung, auf die ich nicht angewiesen bin. Und auch wenn die Lieferung günstig ist und die Preise fair, an der Supermarktkasse bezahle ich trotzdem weniger.


Schnäppchen-Community Luupo steht vor dem Aus

Verfasst am 19. Mai 2009 von .

luupo1Die Schnäppchen-Community Luupo, gegründet Juli 2007, hat Insolvenz angemeldet, gab Gründer Jörn Kunst gegenüber deutsche-startups.de bekannt. Gesprächsrunden zur Finanzierung scheiterten, obwohl Investoren potentiell interessiert waren. Luupo steht deswegen seit einigen Monaten auch zum Verkauf, inklusive 21.000 Usern.

Leider scheinen auch diese Unternehmungen im Sande verlaufen zu sein. Offenbar ist man mit Kaufinteressenten noch in Kontakt, jedoch wurden schon einige Angebote abgelehnt, weil man die Community nicht im Luupo-Sinn weiterführen wollte.

Die Entwicklung von Luupo ist für uns besonders interessant. Ewig und drei tagelang plädieren Denker der Branche zu Mut, kritisieren die Angst vor neuen Geschäftsmodellen und auch die Ideenlosigkeit. Besonders für Startups ist das eine hoch gesteckte und äußerst gefährliche Messlatte. Die Umsetzung von neuen Geschäftsmodellen ist schwierig und ohne Kapital so gut wie unmöglich. Das war knapp zusammengefasst die Erkenntnis, die Luupo-Gründer Kunst daraus ziehen konnte.

luupo

„Noch viele viele Ideen in der Tasche”, hieß es noch vor einiger Zeit bei Luupo. Leider erleben wir jetzt, wie diese Ideen auch in der Tasche bleiben, wenn es sie überhaupt jemals gegeben hat. Jedoch hat man Einsicht in die Liste gemachter Fehler erhalten können. So habe man zu wenig ins Marketing investiert, um das Wachstum und die Vernetzung der Community zu steigern. Zuviel Geld sei in die Programmierung geflossen, die extern getätigt wurde.

Das Konzept von Luupo war nicht unspannend und wies nähere Verwandschaft mit dem Liveshopping-Segment auf:
Bei Luupo sind alle Preise zunächst verdeckt. Durch den Einsatz von sogenannten Luupos (die man käuflich erwerben muss) kann jeder Nutzer den Preis seines Wunschartikels um 40 Cent senken. Gleichzeitig wird mit jedem Einsatz der Preis angezeigt.

Update: Die Webseite ist mittlerweile offline.


Das Selbstmix-Portal Saftfabrik.de – Teil 2

Verfasst am 13. Mai 2009 von .

saftfabrikGestern kam die ersehnte Lieferung der Saftfabrik. Das Berliner Startup hat uns, wie wir vor kurzem berichteten, mit seinem Konzept und seiner Website schon ziemlich beeindruckt und gefallen.

Kommen wir zum Produkt:

Die Lieferung erfolgte in einem gut verklebten Styroporpaket. Als ich nach dem Öffnen eine Flasche herausnahm, wurde ich gleich zufrieden gestellt. Die Säfte, die zwischen kleinen Kühlakkus und Styroporschnipseln standen, waren gekühlt. Das müssen sie auch sein, da die Säfte frisch sein müssen, schon allein weil sie ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe hergestellt werden.

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Wir haben eine breite Palette der vorgemixten Säfte erhalten, sodass wir uns einen Eindruck über die verschiedenen Geschmacksrichtungen und die Qualität machen konnten. Nicht alle Säfte haben uns geschmacklich überzeugt, was aber eher an den Zutaten lag. Einige Säfte waren hingegen absolut fantastisch. Sie rochen frisch und nach den Hauptzutaten und haben geschmacklich wirklich punkten können. Die Qualität der Säfte war, auch bei denen, die uns nicht zusagten, hervorragend und steht dem positiven Eindruck, den die Website hervorruft, um nichts nach.

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Das einzige Problem – das wurde auch schon sehr intensiv bei blogwave diskutiert – ist der Preis der Säfte. Das Argument, dass man sich die Säfte auch für den Bruchteil des Saftfabrik-Preises bei ALDI besorgen könnte, kann man so nicht anführen, da die Säfte hier wirklich frisch zubereitet werden. Natürlich könnte man auch selber solche Säfte zusammenmixen, aber das macht erstens viel Arbeit und Dreck und ist, verglichen mit der Zutatenpalette der Saftfabrik, nicht wirklich billiger, denn in Obst und Gemüse ist weniger Saft drin, als man denkt.

Dennoch wird Saftfabrik.de Probleme bekommen einen Kundenkreis aufzubauen, wenn man bei diesen Preisen bleibt, denn, dass muss auch ich zugeben, ich könnte nicht regelmäßig dort einkaufen. Es ist Aufgabe des Startups zu erkennen, dass das Produkt zwar qualitativ toll ist und auch spielerisch zusammengemixt werden kann, aber das der Privatkonsum nicht der Kundenkreis sein kann. Nicht mit diesen Preisen. Mit den richtigen Schritten sollten die Saft-Mixer aus Berlin einen Kundenkreis erschließen, der ein bisschen mehr Geld zur Verfügung hat. Ebenso sollte man im Messe- und Unternehmensbereich Kunden suchen und dementsprechend seine Werbemöglichkeiten ausschöpfen.

Die Qualität des Produktes, die Lieferung und das Angebot ist auf jeden Fall überzeugend.


Was das Selbstmix-Portal Saftfabrik.de richtig macht

Verfasst am 6. Mai 2009 von .

saftfabrikSelbstmix-Portale schießen derzeit aus dem Boden wie Pilze. Einige sind viel versprechend, und damit sei nicht nur der ökonomische Aspekt gemeint, beispielsweise MyMuesli. Andere wiederum sehen nicht sehr viel versprechend aus, was im Falle von MeMarmelade – wie Handelskraft vor kurzem berichtete – vor allem auch an der nicht vorhandenen Produktpräsentation liegt. Auf der Website von MeMarmelade gab es nicht einmal das Glas mit dem Produkt zu sehen. Von daher würde ich doch lieber auf das Rezept meiner Großmutter zurückgreifen.
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Empfehlungsdienst Plista.de geht online

Verfasst am 6. März 2009 von .

Der Personalisierungs- und Empfehlungsdienst Plista beendet seine mehrmonatige geschlossene Betaphase und startet nun vollends durch. Zusätzlich zur Firefox-Erweiterung und einer IE-Version bietet das Berliner Startup ein WordPress-Plugin und Facebook Connect. Wie auch auf deutsche-startups.de nachzulesen, teilt das Unternehmen mit, dass „die Integration den Import von Freunden [ermöglicht], um so Aktivitäten der Freunde über alle Domains hinweg folgen zu können.

plista

So werden neben dem Start der plista-Website in den nächsten Wochen, einige Social Features wie ein Live-Feed oder Freundeslisten die Entwicklung des Unternehmens festigen und voranbringen. Dass man sich bereits während der Betaphase innerhalb der noch beinah praxis-jungfräulichen Grenzen des Social Commerce bewegt hat, äußert auch plista-Chief Information Officer Andreas Richter und beweist damit, dass man einen guten Weg gegangen und seiner Dienstleistung gerecht geworden ist:

Wir konnten im geschlossenen Test umfangreiches Feedback und Wünsche unser Nutzer sammeln und so für den Start noch wichtige Verbesserungen an unserem Service realisieren. Wir freuen uns, dass wir unser Baby nun endlich der Öffentlichkeit vorstellen können.

Was magst du im Web? Unter diesem Slogan fällt der Arbeitsbereich von plista und erinnert in erster Linie an das individuelle Buchempfehlungssystem von Amazon, so auch der Kommentar von deutsche-startups. Man möchte dieses Prinzip, laut plista-Gründer Dominik Matyka, auf das gesamte Netz ausdehnen und mithilfe des anonymen Informationssammelns die Vorlieben der Webnutzer erschließen. Relevant sind hier vor allem Surf- und Kaufverhalten, außerdem die Bewertung von Artikeln. Verweise auf ähnliche Artikel sind ebenfalls integriert. Das Funktionsprinzip ist so simpel wie auf Amazon, in der Tat. Dieses Prinzip hat allerdings auch Schwachstellen und Denkfehler, auf welche die heutige Ausgabe des Elektrischen Reporters sehr interessant eingeht.

Die Einnahmequelle halte ich bisweilen (ich lasse mich gern eines besseren belehren) für nicht tragfähig: Für Nutzer ist dieses System kostenlos, für teilnehmende Websitebetreiber nicht. Für die Steigerung der Abrufzahlen soll eine Provision an plista gehen. In diesem Zusammenhang können auch teilnehmende Websites ihren Umsatz durch weitere Empfehlungen erhöhen. Abwarten. Ob ein Konzept funktioniert, ist in einer Betaphase leider noch nicht testbar.

Plista befindet sich also in der Betaphase 2. Viel Erfolg.

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Kategorie: Social Web

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