Tipps gegen E-Commerce

Verfasst am 6. Juli 2012 von .

Stop E-Commerce SignIst auch Ihre Innenstadt in den letzten Jahren verdächtig leer geworden? Laufkundschaft ist zum Fremdwort verkommen? Sie sind Händler und diese Entwicklung macht Ihnen Angst?
Dann wird es Zeit, etwas gegen E-Commerce, der schleichenden Bedrohung des Einzelhandels zu tun.

Mit unseren Tipps setzen Sie ein Zeichen dagegen:

  1. Kooperieren Sie keinesfalls mit dem Online Handel. Sie tragen so nur zur weiteren Verschlimmerung der Lage bei. Mit der Verknüpfung Ihres Geschäftes mit einem Online Shop (sogenannte Multi-Channel Strategie) erreichen Sie höchstens sinnlose Kosten.
  2. Erinnern Sie sich: Das Internet ist nur eine Modeerscheinung. Man muss nicht jedem Trend hinterher rennen.
  3. Beharren Sie: Niemand kann Sie dazu zwingen, etwas an Ihrem Geschäftsmodell zu ändern. Dazu gehört auch die Verbesserung von Service oder dem Aussehen Ihrer Filialen. Ist Ihr Laden zu schön, könnte er für einen Showroom gehalten werden, in dem nicht verkauft wird. Das sollten Sie vermeiden.
  4. Bleiben Sie konsequent: Sprechen Sie sich gegen die Nutzung von Smartphones aus. Ein Kunde könnte sonst die Preise online vergleichen und Ihren Laden wieder verlassen. Hängen Sie am besten ein entsprechendes Schild ins Schaufenster. Weisen Sie die Kunden konsequent darauf hin, falls nötig.
  5. Senken Sie die Preise so stark wie möglich. Nur so kommen Sie gegen den Online Handel an. Dieser ist schließlich auf Versand angewiesen, Sie nicht.
  6. Sollten Sie eine Internetpräsenz haben, halten Sie diese knapp. Jede Information, die sich im Netz über Sie findet, kann gegen Sie verwendet werden. Außerdem wollen Sie nicht den Eindruck erwecken, dem Online Handel offen gegenüber zu stehen (s. Punkt 1)
  7. Boykottieren Sie Social Media: Engagement rächt sich auch hier (s. Punkt 6). “Shitstorms” können Ihren Ruf innerhalb von Stunden komplett ruinieren. Das Betreiben solcher Online Profile ist ohnehin Zeitverschwendung.

Es muss nicht immer schlimm sein, wenn Empfehlungen nicht zum Kauf führen

Verfasst am 25. November 2010 von .

MITIn Bezug zu Weiterempfehlungen existiert in mancherlei Köpfen noch das Bild der aufdringlichen Vertreter, die um jeden Preis ihrer Verwandtschaft oder Nachbarschaft Kosmetika oder Haushaltswaren verkaufen möchten.

In heutigen Zeiten, in denen Online-Communities stark ausgeprägt sind,  haben viele Unternehmen bereits erkannt, dass ein monetärer Anreiz für Empfehlungen sich auch negativ auswirken kann.

So setzen Marketers auf den viralen Effekt der sozialen Netzwerke, indem sie ausgeklügelte Kampagnen starten und entsprechende Buttons zu Facebook, Twitter und Co. setzen.

Eine auf den ersten Blick ernüchternde Nachricht

Laut MIT sind Empfehlungen jedoch nicht mehr als vergeudete Liebesmühe – zumindest wenn es um die Käufe geht, die dadurch zustande kommen sollen.

BecomeaFan

Diese Erkenntnis basiert auf der MusicLab-Studie der Universität Princeton. Die teilnehmenden ca. 14.000 Personen wurden in Gruppen aufgeteilt und mussten aus 48 Songs Samples erstellen.  Dies passierte während den Probanden immer wieder Informationen über die Songauswahl der anderen Teilnehmer gegeben wurde. Nach einer nähren Betrachtung des MIT wurde festgestellt, dass soziale Empfehlungen nicht zu einer intensiven Beschäftigung mit den Samples führten, sondern nur ein Ausprobieren veranlassten.  Einige Kritikpunkte können hier dennoch nicht außer Acht gelassen werden. Die Probanden waren in der Regel nicht eng miteinander befreundet. So führt Lada Ademic, Professor an der Universität Michigan, an, dass Freunde oder spezielle Personen (z.B. der „coole“ Junge der Klasse) einen Kauf begünstigen können.

Empfehlungen lohnen sich dennoch

Die Studienergebnisse stellten auch einen positiven Effekt der Empfehlungen heraus. In der Plattform des MusicLab-Experiments wurde eine Ranking-Funktion integriert. Die Samples, die am häufigsten weiterempfohlen wurden, waren unter den höchstplatzierten, die aufgrund des Rangs favorisiert wurden. Insbesondere für Produkte mit einem hohen Informationsbedarf kann dadurch Orientierung gegeben werden, so Adamic.

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