Schutzgeld.de-Pate auf Konfrontationskurs

Verfasst am 17. Dezember 2008 von .

Knapp einen Monat nachdem der deutsche Liveshopping-Pionier Schutzgeld.de seinen Betrieb aufgegeben hat, konnte man alles andere als von einkehrender Ruhe sprechen. Schutzgeld.de-Pate Peter Faisst lies es sich nicht nehmen, seinen Abschied mit einigen Bemerkungen zum Konzept der Liveshopping-Portale zu zelebrieren.

Nach knapp zwei Jahren hat man das individuelle Projekt des Paten und seiner Gang offiziell wegen einkehrender Langeweile geschlossen, wobei es kein Geheimnis ist, dass es an der Unwirtschaftlichkeit gelegen hat. Das Konzept des Liveshoppings ist, laut Faisst, durchaus ein tragfähiges Geschäftsmodell, das jedoch ohne spezielles Umfeld und etablierter Händler wenig Chancen hat. So weit so gut. Was sich Faisst allerdings bei der Aussage gedacht hat, der Markt für Liveshopping umfasse lediglich 30.000 bis 50.000 Mitglieder und wäre damit zu klein für Stand-alone-Anbieter, bleibt ein Rätsel. Diese Zahl würde sich auf sämtlichen Plattformen verteilen und kombiniert mit dem Vertrieb von margenknappen Elektronikartikeln einen Markt, der betriebswirtschaftlich einfach zu klein sei.
Weiter


Schutzgeld.de stellt Betrieb ein

Verfasst am 10. November 2008 von .

Schutzgeld.de, Deutschlands dienstältester Liveshopping-Anbieter, hat den Betrieb an diesem Wochenende überraschend ein- gestellt.

Über die Gründe zu diesem Entschluss äußerten sich die Liveshopping-Pioniere gewohnt unverkrampft:

Deutschlands erster Liveshopping-Anbieter Schutzgeld.de hat bereits 2006 die ersten Produkte für 24 Stunden lang zum Verkauf angeboten.

Nach nun über 2 Jahren müssen wir aber feststellen, dass dieses Konzept trotz der Aufmerksamkeit der Presse auf die Dauer immer langweiliger wird.

Ein Produkt am Tag? Der Pate musste wirklich lange nach Mitarbeitern suchen, die antriebslos genug für diese Aufgabe waren. Er ist zwar schließlich doch fündig geworden, aber trotzdem hat selbst diese antriebslose Schutzgeld-Gang nach kurzer Zeit angefangen, sich vor Langeweile die Arme zu ritzen…die Arme vom Luigi natürlich – nicht die eigenen…

Inwieweit Langeweile tatsächlich den Ausschlag für diese Entscheidung gab, oder ob letztlich zu geringer Traffic die Ursache war, kann man nur mutmaßen. Fakt ist aber, dass die deutsche E-Commerce Szene mit Schutzgeld einen der individuellsten Liveshopping-Anbieter verliert.

Ich wünsche dem Schutzgeld-Team alles Gute und auch in Zukunft immer eine Patrone in der Trommel. 😉


Startseite zurück zur Startseite