Crowdsourcing: Kurze Einführung

Was verbirgt sich hinter dem Begriff?

Crowdsourcing ist ein Begriff aus dem Jahre 2006, der in Verbindung mit Web 2.0 immer mehr in die Herzen von Investoren und Aktivisten der E-Business-Community geschlossen wird. Dahinter steckt der einfache Gedanke der Auslagerung (engl.: Outsourcing) von Arbeit an eine Schar kostenloser oder gering bezahlter Amateure (engl.: Crowd), die bereitwillig Inhalte generiert, diverse Aufgaben und Probleme löst oder an Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligt ist (in Anlehnung an Wikipedia.org).

Gerade im Bereich des E-Commerce kann durch geschickte Auslagerung von Produktionsprozessen beispielsweise die Variantenvielzahl von Produkten im Netz deutlich erhöht werden.

Beispiel: Spreadshirt lässt Kunden designen

Ein gutes Beispiel ist die Plattform Spreadshirt, die durch die Auslagerung des Gestaltens von Textilien an die Nutzer mittlerweile auf ein riesiges Reservoir von Designs zugreifen kann. Der Kunde selbst wird als Gestalter aktiv und passt sich das Standard-Produkt (z.B. T-Shirt) seinen individuellen Wünschen an (engl. Mass Customization). Spreadshirt übernimmt anschließend die Produktion der maßgestalteten Textilien.

Beim Spreadshirt-Businessmodell ist jedoch weiterhin ausschlaggebend, dass durch die Möglichkeit der eigenen Shopgestaltung und Einbindung in externe Websites der Designer direkt zum Shopbetreiber werden kann. Die Anzahl angemeldeter Spreadshirt-Shops wird von Unternehmensinternen auf ca. 200.000 Shops beziffert. Damit lagert Spreadshirt nicht nur den Bereich der Gestaltung der Produkte, sondern auch Teile des Vertriebs aus dem Unternehmen aus und überlässt es “…einer Schar kostenloser und gering bezahlter Amateure…” (Wikipedia.org), was sich positiv auf die Kosten des Unternehmens niederschlägt. Zudem trägt der Kunde bzw. Shoppartner selbst einen großen Teil des Vertriebsrisikos der selbst gestalteten Shirts.

Damit ist Spreadshirt quasi ohne weiteren Aufwand nicht nur auf einem, sondern auf über 200.000 individuellen Onlineshops präsent.

Added Value – Die Crowd zum Mitmachen animieren

In punkto Risiko derartiger Geschäftsmodelle bleibt festzuhalten, dass es eines Motivationsmodells bedarf, um die externe Crowd zum Interagieren und Wertschöpfen zu animieren bzw. zu nutzen. Gerade hier können mit gesellschaftlicher Anerkennung in der angeschlossenen Community (Auszeichungen) und mit Preisen dotierte Wettbewerbe entsprechende Anreize liefern. Auch Umsatzbeteiligungen sowie die Bereitstellung von zusätzlichen Kundenspezifischen Inhalten (engl.: added value) für externe Websites können Anreize für Wertschöpfer sein. Bei Spreadshirt scheint es auch allein der Stolz des Designers zu sein, der ihm die notwendige Motivation zum (Eigen-)Vertrieb der Spreadshirt-Produkte verleiht, denn er möchte schließlich, dass sein Werk öffentlich zur Schau getragen wird.

Wichtig: Die Anreizmodelle sollten also gut durchdacht sein, um die entsprechend notwendigen Multiplikator-Effekte zu erzielen.

crowdsourcing

Netzwerkeffekte nutzen – Beispiel StudiVZ

Bedenken sollte man auch, ob beim Businessmodell Netzwerk- bzw. Verbundeffekte auftreten. Beispielsweise kann es durchaus der Fall sein, dass erst nach Herausbildung eines starken und großen Netzwerks die Vorteile und damit die Anreize für die angeschlossenen Nutzer sichtbar werden bzw. zum Teil überhaupt erst in Kraft treten. So bedarf die Startphase eventuell besonderer Strategien und kostenseitiger Aufwendungen.

Beispielsweise wurden zur Einführung und Erweiterung des Netzwerks von studiVZ sog. Campus-Captains ernannt, die für die entsprechende Verbreitung des Netzwerk-Gedankens gesorgt haben. Ist jedoch einmal der Stein ins Rollen gebracht, ergeben sich zum Teil enorme Multiplikator- und Skalierungseffekte.

Denkbar: F&E an die Crowd abgeben

Neben den soeben dargestellten Produktions- und Vertriebsprozessen bietet sich auch die Möglichkeit, Aufgaben der Forschung und Entwicklung an die Nutzer auszulagern. Neben Open Source-Projekten, die eine entsprechende Weiter- und Fortentwicklung durch gemeinschaftliche Intelligenz erfahren, sind auch Forschungsprojekte bekannt, die durch Auslagerung an eine Masse von externen Mitarbeitern vorangetrieben werden.

Fazit

Damit kann Crowdsourcing über den kompletten Wertschöpfungsprozess Beiträge im und für Unternehmen leisten. Letztlich gilt es also für jedes Unternehmen herauszufinden, wie sich die unter dem Begriff Crowdsourcing gewonnenen Erkenntnisse gewinnbringend einsetzen lassen. Vielleicht kann auch hier wieder die breite Masse gute Ideen und Dienste leisten…

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11 Reaktionen zu “Crowdsourcing: Kurze Einführung”

  1. es mag jetzt komisch klingen, weil ich bei spreadshirt arbeite und wir ja genannt werden — aber das, was wir in unserem *kernbusiness* (der shoppartner plattform) machen, würde ich per se eigentlich nicht als als “paradebeispiel” für crowdsourcing definieren (longtail business usw. ja). ich denke noch darüber nach, wie man es besser abgrenzen kann, aber es sprechen IMO ein paar sachen dagegen:

    erstens ist es eine win/win situation: wir drucken und beliefern ab einem stück, der partner verdient bei einer bestellung ja in jedem fall seine provision.

    zweitens greifen nicht “wir” auf die designs zurück, sondern der jeweilige partner entscheidet selbst, wie er mit seinen designs verfährt, wie und wo er seinen shop einbindet.

    drittens haben wir den design-prozess wirklich “verlagert”, aber nicht komplett ausgelagert (wie häufig in anlehnung an IKEA oder die post oder den ALDI flaschenpfandautomaten vorgebracht). d.h. wir haben schon leute hier sitzen, die die designs von hand prüfen und auch von hand drucken.

    etwas anderes ist es bei lafraise – hier würde ich eher von “crowdsourcing” sprechen, weil es darum geht, dass wir durch die eingereichten designs und die bewertung durch die community unser verkaufsrisiko minimieren (in siebdruck produzierte t-shirts haben vorkosten) und quasi wirklich die community einspannen.

    insgesamt finde ich das natürlich super, wenn wir als paradebeispiel aufgeführt werden – ich fände es allerdings sehr spannend, wenn mal irgendwer mit messerscharfen argumenten eine richtig gute trennung von all den ähnlich gelagerten trends hinkriegt, also was unterscheidet crowdsourcing/ wisdom of the crowds/ open source marketing / open innovation / user involvement / user generated content / you_name_it_X
    (vlt. ist das jetzt auch schon eine art “crowdsourcing” — es ist zumindest nicht so gemeint, & nur als anregung;))

    viele gruesze,

    ami.)

  2. hey Ami,

    dank Dir für Deinen netten Beitrag.

    Ich denk hier gibt’s noch einiges zu tun in punkto Abgrenzungen.

    Hier meine Statements:
    Ich neige sehr dazu, dass Ihr sehr wohl Eurer Risiko auslagert. Indem sich jemand kostenlos hinsetzt und anfängt zu designen, fallen bei Euch keine Kosten an. Das Risiko, ob das Kundendesign jemals verkauft wird und damit die Entwicklungskosten des Designs eingespielt werden, trägt der Designer und nicht ihr. Klar kommt wieder ein Teil dann von Euch (Prüfung und Druck), aber doch erst im Falle, wenn Bestellungen reinkommen, oder?! Eure Leistung, die Ihr verkauft, sind bedruckte Shirts. Und Teil des Drucks ist halt: Design. Und die Erstellung verlagert Ihr auf den Kunden. Unterschiede zwischen Euch und lafraise gibt es denooch mit Sicherheit.

    Zum zweiten Punkt:
    Die Menge eingestellter Designs in Verbindung mit Eurem System der individuellen Shops ermöglicht es Euch erst, derartig erfolgreich zu sein – meine Meinung. Die Designs in Verbindung mit Euren Shops bilden letztlich eine untrennbare Einheit. Ohne Designs kein Druck für Euch. Damit wäre ohne Kunden-Designs Euer Geschäftsmodell hinfällig. Ihr müsstet selbst designen. Und das kostet bei der Menge an Designs…

    Zum dritten Punkt:
    Crowdsourcing heißt ja, Teile des Wertschöpfungsprozesses auf die Kunden zu verlagern. Stell Dir vor, Ihr müsstet jedem Kunden den Shop einrichten und pflegen sowie jedes Kunden-Design ins Netz bringen. Ich denke, dass der Personalaufwand bei 200.000 Shoppartnern für Euch nicht tragbar wäre. Ich denke, dass Crowdsourcing nicht unmittelbar mit Communities verquickt sein muss. Auch Einzelpersonen sind bei Crowdsourcing möglich. Wichtig: Sie stellen dem Unternehmen kostenfrei Ihre Leistung zur Verfügung, werden aber eventuell bei guter Arbeit belohnt (z.B. durch Umsatzprovision; Stichwort: Motivation). Aber eben erst dann. Für Euch kein Risiko bei den Shirtpreisen 😉

    Zum Punkt der Messerscharfen Argumente:
    Ich habe gerade durch mein Studium festgestellt, dass jeder Begriff und jedes Abgrenzungsargument immer wieder anders ausgelegt und interpretiert werden kann. Vor allem dann, wenn viel weiteres und tiefgreifendes Wissen hinzukommt. Es gibt keine global gültigen Abgrenzungen, es sei den, man einigt sich auf eine solche. Ein Semantisches Problem also.

    Beispiel: Warum ist unsere Haut ein Sinnesorgan? Weil wir mit ihr fühlen? Wenn ich Zahnschmerzen habe, nehme ich auch mit den Zähnen wahr. Sind meine Zähne Sinnesorgane?

    Grüße,
    Holger

  3. moinsen,

    ich verfolge gerade auch die begriffsdefinitionen im crowdsourcing-blog und hab die von frank piller gelesen (interaktiver wertschöpfungsprozess) .. für mich persönlich trifft es das alles nicht 100%, das ist mir teilweise zu nah an den pfandmaschinen im ALDI, dem IKEA imbus schlüssel, auf der anderen seite zu nah am “kundendialog” der früher ein selbstverständlicher teil des geschäftsprozesses war und nur mit dem “massenmarkt” abhanden kam .. ein blog ist z.b. für mich per se auch kein “crowdsourcing” tool, nur weil leute ihre meinung beitragen wenn sie danach gefragt werden etc. pp..
    aber ich will damit keine haare (sinnesorgane?) spalten & ist in dem fall wohl wirklich wieder auslegungssache..

    viele gruesze,

    ami.)

  4. Hallo Holger,

    da ich wie der AMI bei Spreadshirt über die Flure husche, ist mir deren Geschäftsmodell ganz gut vertraut 😉

    Deshalb möchte ich meinen Senf auch dazu abgeben.

    “Ich neige sehr dazu, dass Ihr sehr wohl Eurer Risiko auslagert. Indem sich jemand kostenlos hinsetzt und anfängt zu designen, fallen bei Euch keine Kosten an.”

    Ich sehe uns als ein Druckserviceanbieter, der nur über das Internet seine Nachfrager effektiver erreicht. De facto designen die Leute nach ihrem Gusto und suchen DANN jemanden, der es für sie druckt.

    Sie übernehmen in keinem Falle “unser Risiko”, da deren Designentwürfe in keinster Weise in unseren Unternehmensbesitz übergehen. Sie generieren keine bleibenden Werte im Unternehmen. Auch haben wir in keinster Weise einen Einfluss darauf, was da kreiert wird. Wir nehmen es und drucken es. Auch das grenzt es von der zielführenden Wertschöpfung als solche ab.

    Wir sind nur die ausführende Instanz einer bestehenden Nachfrage des Druckbedürfnisses.

    In wie weit dieses generiert ist, darüber läßt sich wohlich streiten, aber das hat mit Crowd Sourcing nix zu tun, sondern beginnt in Deutschland in den frühen 60ern, als alle wieder satt waren 😉

    Übrigens folgt jede normale Offset-Druckerei deinem Risiko-Auslagerungskriterium. Sie erstellt die gedruckten Inhalte in der Regel nicht selbst. Aber ohne, kann sie auch nicht überleben. Und jede Druckerei hat auch dutzende Kunden. (bei uns ist der Skaleneffekt nur größer – mehr Kunden, die Fixkosten niedriger, dadurch die kritische Masse geringer – Stück = 1)

    Zweites einfaches Beispiel eine Autowerkstatt. Die wäre deiner Argumentation nach auch Crowd Sourcing. Denn bei ihr gilt, ohne Schäden kein Geschäft. Schäden werden jedoch nicht von der Werkstatt generiert, sondern durch jeden einzelnen Kunden. Also individuelle Schadensgeneration als Notwendigkeit zum Geschäftserfolg der einen Werkstatt. Außerhalb deren Geschäftsmodells.

    Trift den Nagel Crowd Sourcing für mich trotzdem nicht auf den Kopf, da der Schaden als solches keinen bleibenden Wert darstellt. Oder wir spinnen noch weiter und wenden das gleiche Beispiel auf die Ersatzteileproduktion der Autohersteller an.

    Jeder Unfall generiert einzigartige Schadens- und Reperaturmuster und daran verdienen die Autohersteller nicht schlecht. Besser als die Werkstatt 😉 Trotzdem würde niemand auf die Idee kommen, die Verkehrsunfälle als Crowd Sourcing für die Ersatzteilindustrie zu bezeichnen. Obwohl ich mir zugegebener Maßen grad auf die Zunge beiße, weil es doch ganz schön treffend ist 😉

    “Zum zweiten Punkt:
    Die Menge eingestellter Designs in Verbindung mit Eurem System der individuellen Shops ermöglicht es Euch erst, derartig erfolgreich zu sein -”

    Ich sehe da Economy of Scale. Klassisch. Brutal. Aber immer noch nicht Crowd-Sourcing-spezifisch. Der Skaleneffekt ist einzig von der Menge der einheitlich produzierten Güter auf die Menge der “einheitlich” administrierten Nachfrager gewandert.

    “Ohne Designs kein Druck für Euch.”

    Indirekt schon, da in vielen Shops jeder einzelne Neukunde wiederum sein eigenes Design hochladen kann und damit der Shop auch nur als Gerüst zur Serviceerfüllung dient, ohne das die dort abgelegten Designs eine Rolle spielen. Das vorher “stehende” und angebotene Design ist kein Kriterium.

    “Stell Dir vor, Ihr müsstet jedem Kunden den Shop einrichten und pflegen sowie jedes Kunden-Design ins Netz bringen.”

    Bevor du so etwas in die Waagschale wirfst, frag mal die Telekom wofür sie 50 Euro Anschlussgebühr bei jedem Kunden verlangt 😉 Im Ernst, das ist Automatisierung, nicht mehr und nicht weniger. Aus dem gleichen Grund kosten TFT-Bildschirme nur noch 200 Euro statt 6000 Euro, wie noch vor 6 Jahren.

    Noch mal kurz: Ich halte Spreadshirts Erfolg für klassisches Economy of Scale. Die Neuerung liegt nur darin, dass es nicht mehr nur um die einheitlich standardisierte Massenproduktion geht, sondern das Internet es ermöglicht hat, diesen Effekt auch auf die Sammlung von Nachfragern zu Übertragen.

    Das nur als zweite Analyse von innen. Ich bin aber auch der Meinung das das Geschäftsmodell von Spreadshirt sehr schwer zu beschreiben ist, da wie gesagt da alle möglichen “neumodischen” Dinge mit einfließen.

    Wo ich AMI bedingungslos Recht gebe, ist La Fraise. Das ist ein Musterbeispiel für Crowdsourcing. Nicht nur, dass dort das Design nach gewissen Qualitätskriterien (=Wert) erstellt werden muss, die Community filtert vor der Produktion auch noch einmal alle Designs auf deren Popularität. Damit wird nicht nur das Produktionsrisiko ausgelagert, sondern gleichzeitig die Risikobewertung selbst. Im Grunde sogar eine einfache Form der Marktforschung.

    😉 Übrigens, die Zahnschmerzen hast du nicht an den Zähnen, sondern an dem darunter liegenden Nervensystem. Das hat mit einer Sinneswahrnehmung nichts zu tun, sondern ist nur eine Reizung. Der nackte Zahn selbst ist absolut schmerzunempfindlich, er läßt den äußeren Reiz nur durch, wenn etwas nicht stimmt.

  5. Hey,
    interessante Diskussion. Freu mich über derartige Beteiligung.

    Nachdem ich jetzt nochmal so über all die Dinge nachgedacht habe, ist mir sehr wohl aufgefallen, dass es bei mir eine Überschneidung hinsichtlich Dienstleistungen und Crowdsourcing gibt.

    Ich denke, dass es hierbei noch so einiges an Diskussionsbedarf gibt.

    Es ist richtig, wie ich finde, dass Spreadshirt als Dienstleister auftritt und die T-Shirts auf Wunsch der Kunden produziert (=Dienstleistung). Gleichzeitig können die Kunden wiederum eigene Shops einrichten, um die Motive samt Druck und textiler Unterlage zu verkaufen. An dieser Stelle sehe ich eindeutig Hinweise auf Crowdsourcing, wobei auch hier eine Art Dienstleistungscharakter unterstellbar ist.

    In jedem Fall sind Externe im Wertschöpfungsprozess bei Spreadshirt beteiligt. Im klassischen Betriebswirtschaft-Slang könnte man in jedem Fall von Externen Fakoren sprechen, wobei auch hier die Welt der Wirschaftslehre keine einhellige Meinung herausgebildet hat.

    Insbesondere finde ich es interessant die Frage zu stellen:

    Wer ist für wen Dienstleister?

    @christian: Warum ist die Haut Sinnesorgan?

  6. Hi Holger,

    um mal in der Biosphäre zu bleiben, könnte man die Abgrenzung intern/extern als halbdurchlässige Membran bezeichnen. Die Leute die bspw. bei Spreadshirt einen Shop haben sind zwar extern. Andererseits treten sie zu einem dritten Kunden wiederum auch in Gewinnerzielungsabsicht auf. Das heißt, sie sitzen dann irgendwie doch in unserem Boot. Also Hybrid, Bastard…

    Es wird sicher ein wenig Zeit brauchen, bis sich alle Begrifflichkeiten fest verankert haben.

    Noch mal zum Zahn zurück ;-). Die Haut ist im Gegensatz zum Zahn ein Sinnesorgan, da sie über verschiedenste Rezeptoren verfügt (der Zahn nich). Das heißt sie kann in einer gewissen Art und Weise die Umweld abtasten und mit dem Kumpel Hirn eine mentale Repräsentation dieser Abtastung erstellen. Kurz: Hitze und Druck als die prominentesten Vertreter. Spektakulärste Verwendung: Braille – Blindenschrift. Das kann keiner mit den Zähnen.

    Die Assi-Methode: der Wikipedia-Link

    Der Zahn könnte so etwas theoretisch nur, wenn du an drei verschiedenen Stellen gleichzeitig Zahnschmerzen hast, in einen Tisch beißt und durch die Verteilung der Schmerzimpulse im Mundraum die Form des Tisch “erleiden” kannst. Bitte nicht ausprobieren! 😉

  7. Wo waren wir? 😉

    Nun ja, ich denke, dass die Sache gerade angesichts der von Dir genannten halbdurchlassigen Membran doch etwas komplexer wird.

    Vielleicht sollten wir uns mal auf die Englisch-sprachigen Quellen konzentrieren. Ich habe festgestellt, dass durch Übersetzungen ins Deutsche so einige kleine aber feine Unterschiede hängenbleiben.

    Bspw. unterscheidet die englischsprachige Literatur nur in “Goods and Services”. Wir Deutschen haben uns den netten Begriff der Güter einfallen lassen, unter dem jetzt Produkte und Dienstleistungen subsumiert werden. Das macht’s uns damit nicht leichter.

    Gehen wir also von “Goods and Services” aus.

    Spreadshirt liefert “Goods”: Textilien
    Spreadshirt liefert “Services”: Druck des Kundendesigns

    Ich denk, soweit kann man erstmal problemlos mitgehen, oder?!
    Hier gibt’s noch keinen Unterschied zum “herkömmlichen” Dienstleister.

    Problematischer wird es bei folgenden Punkten:

    1.) Spreadshirt:

    – Bereitstellung der Shops = Dienstleistung oder Automat?
    (Achtung: Software 😉 )

    2.) Kunden:

    – Generierung eines Shops durch Anmeldung
    – Transformation eines Shops durch Anpassung des Designs
    – Implementierung eines Shops in Kundenwebsite
    – Einrichtung eines Shops mit eigenen Designs
    – Vertrieb seines Designs mittels Spreadshirt-Textilien & -Druck

    3.) Resultat:

    – Erhöhung der Repräsentanz von Spreadshirt-Shops im Web
    – Erhöhung der wahrgenommenen Varianten der Spreadshirt-Textilien

    Ich schau mal, was sich so findet. Mir fallen dabei noch sog. “Selbstbedienungspotentiale” (Automaten) ein. Vielleicht führt das zum gewünschten Erfolg. Irgendwie möchte ich gern die Nuss mich Euch knacken.

    Bin gespannt, wo wir landen…

  8. Pingback: Kulturmanagement
  9. Schöner Artikel interresant und gut geschrieben. Crowdsourcing ist schon was zwiespältiges man staunt immer wieder was damit möglich ist. auch ich habe einen t-shirt shop als partner eines spreadshirt recht ähnlichen unternehmens aufshirts-to-keep.de und von der Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen profitieren beide Seiten. Allerdings gewinnen bei der Sache die Unternehmer meiner meinung nach immer mehr als die gesourcte crowd. ich weiß einfach nicht ob ich das ganze gut oder schlecht finden soll.

  10. Das Design der Seite gefält mir.
    Ist das ein freies Template oder selbst gemacht?
    Wenn Frei gibs da zu einen Link 🙂

    Danke

  11. Danke für das Lob:)

    Das Design ist urheberrechtlich geschützt:(
    Leider kannst Du dies nicht benutzen oder kopieren
    weil es die Design-Unit der Social-Commerce Agentur
    dotSource (Fotos, Layout etc.) speziell entworfen und umgesetzt hat.
    Natürlich könntest Du das CSS und die notwendigen
    Elemente nach deinem Gusto modifizieren, aber
    die gestalterische Konzeption zu übernehmen
    bzw. zu adaptieren wäre ein rechtliches Problem.

    Dennoch Danke nochmals für das positive Feedback:)

    Dekan