Web 2.0 Expo: Monetarisierungs-Blasen? Pustekuchen!

Verfasst am 8. November 2007 von .

Wer nicht auf der web2expo in Berlin war, lese dieses Stimmungsbild.

Warum wohl launcht Google nun OpenSocial, hm? Aus Sicht des Riesen wird Werbung, wie wir sie heute wahrnehmen, langfristig verschwinden. Sie wird über den Weg der Personalisierung immer gezielter, relevanter – bis sie perfekt gezielt, nur noch als reine Information ankäme. Auf diesem Weg befinden sich besonders Facebook und MySpace bereits. Und das Zauberwort heißt Targeting, welches als nächste Entwicklungsstufe in der Evolution der Werbung verstanden werden muss. Google, wie wir es heute benutzen, kann das so noch nicht. Deswegen macht Google OpenSocial.

Auch wenn kritische Stimmen versuchen zu verdeutlichen, dass soziale Netze, die ja wegen der kommunikativen Auseinandersetzung sozial benannt sind, eben nicht zur Monetarisierung geeignet sein sollen.

Ich persönlich wage da einen? Zwischenruf! Was ist mit dem Grundbestreben jedes Individuums, sich mit seinem Umfeld zu identifizieren? Gleiches gesellt sich zu gleichem, sei es meinethalber wegen gemeinsamer Interessen, Vorstellungen, Ansichten. Die Abgrenzung von anderen Gruppen findet, meiner Meinung nach, nicht nur durch inhaltlich-soziale Unterschiede (soziale Codes (Wer hat eigentlich JizzleDizzleChickas erfunden? Richtig! Snoop Dog)), sondern auch und mehr und mehr durch Konsum-Faktoren als Identifikation, statt.

Die heutige Jugend weiß im Grunde ganz genau, dass sie alle gleich sind – deswegen müssen sie sich untereinander abgrenzen, um zu existieren und das geht nich wieder weg!

Bestes Beispiel das Haus Burda. Der hats gecheckt. Erspart mir jetzt das Raussuchen seiner einzelnen Community-Projekte. Aber die einen stehen heutzutage auf Öko (+Produkte) und andere haben Hunde (+Produkte). und genau darum gehts im Prinzip auch bei der aktuellen Ankündigung vom Facebook.

Man muß sich in naher Zukunft, jedenfalls als Merchant!!, mit dem Gedanken abfinden, dass bodenlose Gewinne und unermessliches Wachstum a la Globalisierungs-Quatsch der stabilen gruppenorientierten Identifikation, mit eben sonst was, weichen werden. Basta. Google wird im Punkto Wachstum wieder eine Ausnahme werden, vielleicht auch Facebook. Aber sie werden “nur” die Dächer, die Plattformen, vieler Gruppen sein, von denen viele gar nicht wissen werden, wen es da eigentlich sonst noch gibt im großen Haus – es interessiert sie auch gar nicht! So wird’s werden. Meiner Meinung nach.

Vielleicht ist ja O’Reyley deswegen nach Berlin gekommen, um allen nochmal zu erklären, worum es eigentlich geht.

(noch keine Bewertung)
Loading...



Eine Reaktion zu “Web 2.0 Expo: Monetarisierungs-Blasen? Pustekuchen!”

  1. Doch wieder die Glotze anmachen? ||| Handelskraft |||

    Am 9. November 2007 um 13:00 Uhr

    […] Okay Facebooks Beacon prallt auf den Hohn der Öffentlichkeit und das Hyper-Targeting von MySpace gefällt mir auch besser. Grund genug, die beiden Systeme mal gegenüberzustellen- im Fließtext. […]

Startseite zurück zur Startseite