StudiVZ, Myspace, Facebook: Werbung in sozialen Netzen!

facebook.pngIm November fuhr Facebook ja ein polarisierendes Werbe-System, genannt Beacon, an. Es war ein Versuch im dialogorientierten Marketing, in denen die User selbst Produkte promoten sollten – gewissermaßen unter Freunden und Kontakten. Das Problem, das zur Revolte führte, war die liebe Privatsphäre. Man konnte das Programm zwar wie Spam behandeln, sprich abschalten

Doch was bislang bleibt, ist der Fingerzeig in Richtung Zukunft der Online-Werbung: Persönlicher Bezug anstelle gestreuter Einheitsbotschaften.

space.jpgUngefähr zur selben Zeit launchte Myspace ein ähnliches Werbe-Programm, genannt Hyper Targeting. Die Grundlage zum Herstellen einer User-Werbung-Beziehung sind auch hier die persönlichen Daten der User-Profile.

Flut von Werbemails nach Verkauf von Nutzerdaten?

studi.pngDie neue Werbestrategie nun von StudiVZ war auch seit Monaten bekannt. Reger Protest regte sich ab letzten Freitag seit dem Bericht über die Veränderung der AGB. Manche user überlegten plötzlich, was ihnen da passieren könnte und probten den Aufstand:

Werbetreibenden sollen relevante Daten der Userprofile, also zum Beispiel Studiengang, Hochschule, Alter, Hobby-Angaben, zur Verfügung gestellt werden, um die Nutzer gezielt informieren zu können.. sogar per SMS sollten User derartig Werbung erhalten.

Also: Facebook ruderte ein Stück zurück und StudiVZ ruderte nach Bekundung von Unmut beunruhigter User ebenfalls ein Stück zurück. Jedenfalls ist der Werbe-SMS-Dienst erstmal vom Tisch – zumindest das finde ich gut, wäre das doch der unsympatische Weg zur Kontaktaufnahme.

Doch warum regen sich alle so auf?

Wegen den falschen Berichten der allgemeinen Newsersteller? Verkauft wird hier gar nix! Nur relevant informiert.. zwar noch mit Email-marketing-Feeling. Aber hey! Man muss gar nichts kaufen. Werbung besteht nur nicht länger ohne die Verknüpfung zum Individuum. Wenn schon personalisierte Infos per Mail kommen, dann sicher nicht in Masse.

Werbemails? Widgets!

widget.jpgIch würde das in Netzwerken ohnehin mehr über den echten Mehrwert Widget versuchen, zusätzlich zu qualifiziert versendeten Mails – besonders bei jüngeren Nutzern ohne silbernen Rücken:

Mit Widgets kann man einiges mehr anstellen, als mit schicken Mails und bunten Bildchen – ohne dass die tragende Plattform irgendwelche Informationen weitergeben muss. Das wiederum müssen die Unternehmen selbst lernen und die Agenturen, die sie betreuen ebenfalls.

Ausserdem ist es gar nicht schlimm, wenn StudiVZ mit der Brechstange vorgeht – Facebook kommt nun eh nach Deutschland und Europa. Sicher wird Facebook auch diese Erfahrungen mit einkaufen.

Und Google indes experimentiert einfach fröhlich weiter – mit einfachem unformatierten Text.

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