Ist die Wissensgesellschaft Illusion?

Verfasst am 18. Januar 2008 von .

Reichlich die Hälfte eher mehr der Internet-Nutzer gehen davon aus, dass Online-Informationen in der Regel zuverlässig sind. Jedoch bestimmen ausschließlich technische Optimierungen und die Suchmaschinen selbst die Gewichtung und Ausgabe von Suchergebnissen, niemand sonst! Tatsache ist aber, dass die Hälfte der Bevölkerung blind akzeptiert, was sie serviert bekommt.

Die menschliche Suchmaschine Mahalo bei der fernab von Algorithmen Menschen Webseiten zu viel benutzten Suchbegriffen zuordnen, erfreut sich wachsender Beliebtheit, weil sie als cool gilt. Besonders seit Mahalo vor kurzem soziale Features launchte, ist den Mitgliedern der Suchmaschine zum Beispiel die direkte Empfehlung von Suchergebnissen möglich. Weiterhin werden Suchergebnisse mit Toplisten durch die Nutzerschaft erarbeitet. Für mich ist es aber schwer vorstellbar, dass hier Relevanzen, Rankings und Ratings von etlichen von Zuordnungen ganz ohne Algorithmus geschehen.

Davon mal abgesehen: Was passiert mit unbekannten Websites, die für den Großteil der Social-Search-Community nicht interessant erscheinen? Es gibt seit jeher ein Gesetz aus der Offline-Publizistik, welches aussagt, dass sich publizistische Qualitäten umgekkehrt proportional zur angestrebten Auflage verhalten. Das wird im Web nicht anders sein.

Die Human Power hat den Spidern, Crawlern und Bots jedenfalls schon jetzt eines vorraus:
Nicht alle Menschen belassen es dabei, bei Null anfangen zu zählen:

Das Wichtigste beim Suchen wird nicht das Finden sein, sondern die Fähigkeit, gefundene Informationen zu filtern.

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