Werbung ist immer da, wo Leute sind

Verfasst am 15. Januar 2008 von .

Stephan Noller, Vorstand des Behavioral-Targeting-Spezialisten Nugg.ad, hält die Strategie von Facebook & Co., die Profilangaben der Nutzer für Vermarktungszwecke nutzen zu wollen, für falsch: Tatsächlich ist das meiste, was in den Profilen von sozialen Netzwerken steht, untauglich für Werbeschaltungen, zumindest wenn man die Werbung direkt darauf abstimmen will.

Das Interview mit Herrn Noller zeigt sehr schön die Probleme zwischen dem ultrascharf abgegrenzten Bedürfnis-Sektoren des Users und den Bedürfnissen der Werbetreibenden.

Ich denke aber immer noch selber, dass persönliche Empfehlungen in einem Netzwerk, die beste Werbeinformation enthält und das der Monetarisierungs-Fehler nicht am Phänomen Community liegt – dann eher schon an dem Ansatz, alles auf die Profile zurückzuführen.

Werbung ist ungeliebt, im Fernsehen, in der Gesellschaft, also auch in Communities. Aber sowohl in der Gesellschaft als auch im Internet kann man beobachten, dass Anbieter-Kunden-Beziehungen aufleben, wobei in Bezug zum Internet zunächst Wissensmanagement und Datenbanken erlauben, individuell auf die verschiedenen Bedürfnisse der Kunden zu reagieren – entweder im Dialog (Push&Pull) oder am Widget (Pull&Push). Ich bin überzeugt, dass derartig in Zukunft reale Bedürfnisse technisch zeitnah mit relevanten Informationen befriedigt werden. Wie die Widgets der Zukunft aussehen, weiß ich nicht. Aber die Menschen der Zukunft werden nicht an Gott glauben -> aber an Produkte! In so fern wird man rüher oder später entweder über Facebook u/o Google neue Absatzwege finden, die sich vielleicht gar nich so neu anfühlen werden, aber intelligent sind, wenn sie dann mal da sind.

Ich muss weiterarbeiten.



2 Reaktionen zu “Werbung ist immer da, wo Leute sind”

  1. Kai Henkel

    Am 16. Januar 2008 um 18:44 Uhr

    Der Tag, an dem die Wirtschaft das reale Bedürfnis im Moment des tatsächlichen Bedarfes präsentiert bekommt, ist der Tag, an dem Werbung, wie wir sie heute kennen, verschwunden sein wird.

  2. Das Marketing ist tot, es lebe das Gespräch ||| Handelskraft |||

    Am 6. Februar 2008 um 12:19 Uhr

    […] Das mit dem Verknüpfen wird aber funktionieren in den Netzwerken. Soziale Netze sind Tatsache und Werbung ist immer dort, wo Leute sind. Da es aber nirgends so leicht wie im Internet ist, Werbung zu ignorieren, erscheinen Gespräche in sozialen Netzen nicht unbedingt erwünscht, nur weil jemand, unter Umständen ein kleverer Scout, gerade etwas zu sagen hat. Aber ein schönes Unternehmens-Profil könnte Fans binden. […]

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