Lerne früh zu sagen, was du denkst

Verfasst am 4. März 2008 von .

note2be.pngNote2be darf in Frankreich keine Lehrer mehr durch Schüler beurteilen lassen.
Französchische Lehrer haben vor einem Pariser Gericht gewonnen und das Pendant zum deutschen spickmich.de muss klein bei geben. Zumindest in F dürfen nun keine älteren Personen mehr bewertet werden, sondern nur noch Institutionen.

Also Lehrer dürfen Schüler bewerten, oder gibt’s keine Verhaltensnoten mehr, oder wie die hießen? Und Schüler sollen das am Liebsten nicht dürfen. Warum denn nich? Solange ein vernünftiger Ton angeschlagen wird, soll jeder so früh wie möglich anfangen, zu sagen, was er denkt. Da kommen doch sicher positive Effekte zustande die niemand erwartet. Besonders wenn die Lehrer mitmachen würden. Oder wenigsten mitlesen. Und sich nicht so ernst nehmen? Find ich jedenfalls.

In D bleibt die Lehrer-Beurteilung durch das Recht auf freie Meinungsäußerung jedenfalls gedeckt, urteilte Ende Januar 2008 das Landgericht Köln. Mal sehen was den Unterschied zwischen einer Einzel-Klage und einer Sammelklage ausmacht. Oder sind wir gar nich so uncool, während F das Internet als Stütze der Massenmedien benutzen will? Wie ist da überhaupt der Stand der Dinge?

via golem

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Kategorie: Social Web


2 Reaktionen zu “Lerne früh zu sagen, was du denkst”

  1. ethority blog » Freitag: Die Web 2.0-News der Woche

    Am 7. März 2008 um 17:37 Uhr

    […] Lehrerkampf gegen SpickMich geht in die nächste Runde Mit über 750.000 Usern innerhalb eines Jahres gehört die Lehrerbewertungsplattform zu den Newcomer-Communitys 2007. Doch jetzt droht dem Kölner Start-up Ärger. Beim Duisburger Landgericht klagt die selbe Lehrerin wieder gegen das Portal, die vor zwei Kölner Gerichten bereits gegen das Portal unterlag. In Frankreich gab es genau zu diesem Thema ein Grundsatzurteil, dort verbot ein Gericht die Lehrerbewertungsplattform Note2be. Weitere Infos gibt es bei Handelskraft […]

  2. aki27

    Am 24. April 2008 um 22:40 Uhr

    Stimmt schon, Lehrer dürfen – müssen – Schüler/innen bewerten. Macht übrigens nicht immer nur Spaß.

    Sie dürfen dies aber keinesfalls mit Namensnennung im Internet tun, sonst kriegen sie sehr schnell sehr viel Ärger.

    Wieso darf man ausgerechnet Lehrer (, die von Berufs wegen schon mal unangenehme Wahrheiten zu Papier bringen müssen,) anonym (!) mit Namensnennung öffentlich schlecht machen? Jeder frustrierte schlechte Schüler kann doch hier das Blaue vom Himmel herunter lügen.

    Wenn ein Angestellter irgendeines Betriebes mit Namensnennung von irgend jemandem in öffentlichen Medien ohne Beweise diskreditiert würde, würde niemand das rechtens finden. Aber Lehrer…??!!
    Gegen anonyme Angriffe kann man sich kaum wehren.

    Zum Beispiel wurde eine Kollegin von mir auf Spickmich als “langweilig, humorlos und schlecht vorbereitet” diffamiert, die gerade ihren geliebten Mann durch Krebs verloren hatte (was sie den Schülern nicht gesagt hatte, um sie nicht zu belasten).

    Nun steht für alle Zeiten im Netz, dass sie langweilig und schlecht vorbereitet ist. Das macht mich wütend.

    (Auch, dass bei euch nicht mal mehr Zeit ist für das “t” von “nicht”. Sorry. Lehrerkrankheit.)

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