Ungereimtheiten beim Geschäftsschluss von GameGoods.de

Verfasst am 10. Oktober 2008 von .

Gamegoods.de, Anbieter virtueller Produkte und Währungen für Onlinespiele wie World of Warcraft und Eve online, hat nach eigenen Angaben den Betrieb eingestellt. Am 07.10 erreichte uns eine E-Mail in der das GameGoods Team mitteilte, dass noch innerhalb dieser Woche die Geschäftstätigkeit beendet wird.

Da dies mit Sicherheit keine direkte Auswirkung der Finanzkrise ist, wäre das ja an und für sich noch keine spektakuläre Meldung. 😉 Allerdings gibt es in diesem Zusammenhang einige Ungereimtheiten die mich stutzig machen.

Da wäre zunächst der offensichtliche Widerspruch zwischen der Mail vom GameGoods Team, in welcher der Geschäftsschluss für diese Woche angekündigt wurde, und diesem Text der angezeigt wird wenn man derzeit die Seite von GameGoods aufruft:

Was denn nun? Geschäftsschluss oder technische Schwierigkeiten? Da sollte ein eindeutiges Statement von Betreiberseite eigentlich nicht so schwer fallen. Wenn ich mir dann auch noch die Nutzerkommentare zu dem mittlerweile mehr als einem Jahr alten Handelskraftartikel über GameGoods durchlese, beschleicht mich ein ganz ungutes Gefühl.

Beispielsweise hinterließ eine Nutzerin diese Woche (am 07.10) folgenden Kommentar:

Ich warte schon seit einem Monat auf meine 1000 Gold, wurde x-mal vertröstet und im Kundenchat hingehalten. Heute ist sogar die ganze HP down. Also geht ich morgen zur Polizei!

Das ist übrigens nicht der einzige negative Kommentar der bei uns zum Thema GameGoods einging. Offensichtlich liegt da einiges im Argen und nun scheint es so, dass die Betreiber der Seite ihre Kunden durch bewusste Fehlinformationen nur noch etwas ruhig halten wollen um sich “ungestört aus dem Geschäftsleben zurückziehen zu können“.

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Eine Reaktion zu “Ungereimtheiten beim Geschäftsschluss von GameGoods.de”

  1. avadeals ermöglicht den Handel mit Gegenständen aus Online-Welten :: deutsche-startups.de

    Am 9. Dezember 2008 um 08:59 Uhr

    […] In all diesen Spielen gibt es seltene Gegenstände, spezielle Ressourcen oder individuelle Dienstleistungen, die andere Spieler auch gerne hätten. Bei den meisten Anbieter gibt es aber nur reduzierte Handelsfunktionen, so dass die Spielewelt geradezu nach einem Marktplatz für virtuelle Gegenstände schreit. Zumal die Zahl der Online-Spieler immer größer wird. Allerdings sehen es die Betreiber von World of Warcraft und Co. gar nicht gerne, wenn andere mit diesen Waren reales Geld verdienen. Spieler, die erwischt werden droht sogar der Rauswurf. Deswegen funktioniert der Handel bei avadeals nur über die jeweilige Inworld-Währung, also die Geldart in der jeweiligen virtuellen Welt. “Inoffizielles Real-Money-Trading, Gold-Seller und ähnliche Dienste, die den Fair Play aushebeln wollen, werden nicht toleriert”, sagt Brinkmann. Die Hanseaten wollen den Betreibern nichts wegnehmen, sondern den Spielern einen kostenlosen Service zur Vereinfachung des Handels an die Hand geben. Der deutsche Anbieter Gamegoods setzte auf den Verkauf von virtuellen Waren – inzwischen hat der Dienst seine Geschäftstätigkeit beendet. […]

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