JustHunger.com bald auch im gesamten deutschen Raum

Verfasst am 8. April 2009 von .

Tasche in die Ecke, Kühlschrank auf und feststellen, dass dieser leer ist, ist eine Sache, die nicht schön ist. Und da man als normaler Mensch den Berg Werbung aus seinem Briefkasten sofort entsorgt (oder auf Nachbarbriefkästen verteilt), steht man dann doof da, wenn der Heißhunger zuschlägt. Dann sucht man sich im Netz einen Pizza-Lieferservice raus und gut ist.

Es geht auch attraktiver.

just-hunger

Die Bestellcommunity JustHunger.com hat ein tolles Konzept entwickelt, das bis vor kurzem lediglich in Bayern und Österreich erfolgreich war. Aufgrund der großen Nachfrage expandiert man mit seinem Angebot nun auch im deutschsprachigen Raum (nichts gegen Bayern 🙂 ). Kohldampf 2.0 gibt es mittlerweile auch in Hamburg, Berlin, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und in Teilen von Nordrhein-Westfalen, berichtet deutsche-startups heute am Morgen:

Über eine Postleitzahlensuche können hungrige Zeitgenossen bei JustHunger nach Restaurants in ihrer Nähe stöbern und bestellen. Dem jeweiligen Bringdienst wird die Bestellung per Fax, E-Mail oder Telefon mitgeteilt.

meinemahlzeit

Ich kenne dieses Konzept zum Teil von Meine-Mahlzeit.de, nur dass man da nicht direkt bestellen konnte. Was mir an JustHunger besonders aufgefallen ist, dass die Tag Cloud in solch einem Web-Angebot wirklich Sinn macht. Das ist selten der Fall, meistens stören diese nur oder reißen die Website optisch aus ihrem Konzept. Hier klickt man einfach auf ein Gericht in der Tag Cloud und prompt werden alle Restaurants in der Umgebung angezeigt, ob sie bereits geöffnet haben und so weiter. Sollten diese noch geschlossen haben, so kann man vorbestellen. Hervorragend.

justhunger2Einfach einen virtuellen und äußerst übersichtlichen Bestellzettel ausfüllen und ab die Post.

Auf diesem kann man übrigens, ähnlich einem Warenkorb (man merkt, dass die Macher hier clever Online Shop Elemente und Social Commerce Funktionen (Bewertungenen, lokale Bookmarks, Profile, Blog, Chats, Freunde finden, Events gestalten) für den Service eingebunden und kombiniert haben), mehrere Sachen hinzufügen und wieder entfernen, wobei ein Zähler für die Rechnung mitläuft.

Der Communityfaktor, den deutsche-startups besonders gelobt hat, kann ich so (noch) nicht als gut einschätzen. Wer möchte auf einer Bestellcommunity mit anderen flirten? Einen Flirtaspekt sehe ich überhaupt nicht. Die Seite ist zwar optisch ansprechend gemacht und auch Live-Elemente kommen hier gut zum Tragen (z.B. wer zuletzt beim besuchten Restaurant bestellt hat, wer generell aus der Nachbarschaft bestellt hat, usw.), aber auf einen Communityaufbau würde ich vorerst verzichten.

Ich habe versucht im Raum Jena eine Bestellung aufzugeben, leider ist das Gebiet Thüringen noch nicht erschlossen. Aber ich weiß jetzt, dass wenn es bald erschlossen ist, dass mir zum aktuellen Zeitpunkt bald 369 Restaurants zur Verfügung stehen werden in denen ich virtuell bestellen, mich beliefern und diese bewerten lassen kann. Nützlich an dieser Community ist vielleicht, dass man Erfahrungen über Essensqualität austauschen kann.

Im Großen und Ganzen finde ich dieses Startup als Idee sehr gelungen und bisher fantastisch umgesetzt. Schließt schnell die geographischen Lücken, dann passt das. Wie verdient JustHunger sein Geld? Ich hätte da schon einige Ideen.

Und ich empfehle allen Döner-Läden und amerikanischen Fastfoodketten sich einen Lieferservice zuzulegen, denn ich schätze, wenn die Idee weiter so toll umgesetzt wird, dann kann man auch hier lukrativ ein paar Brötchen verdienen.

(12 Bewertung(en), Schnitt: 4,33 von 5)
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Kategorie: Versandhandel


3 Reaktionen zu “JustHunger.com bald auch im gesamten deutschen Raum”

  1. Max

    Am 8. April 2009 um 15:05 Uhr

    guter Tip, danke!

  2. Moritz

    Am 8. April 2009 um 15:17 Uhr

    Ok, das sieht alles ganz nett aus, aber ich frage mich gerade, ob die sich gegen die grosse Konkurrenz wie pizza.de und andere etablierte Anbieter durchsetzen können. Essen und Flirten haben schon was gemeinsam, aber auf so einem Portal würd ich das auch eher sein lassen.

  3. Sebastian (Handelskraft)

    Am 15. April 2009 um 08:15 Uhr

    @moritz
    Es anzubieten ist eigentlich ganz gut, aber man sollte diese Flirtsache nicht als Erfolgsfaktor, geschweige denn als antreibende Innovationsidee präsentieren.

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