Pauldirekt: Registrierte Nutzer ärgern

Pauldirekt versucht das aus der Textilbranche bekannte Clubshopping auf die Elektronikwelt zu übertragen. Gestartet wurde das Projekt im November letzten Jahres. So ganz möchte man sich mittlerweile nicht mehr auf Einladungen der Mitglieder verlassen. So prangt jetzt auf der Startseite ein Layer, über den sich jeder willige Nutzer anmelden kann.

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Der Layer verdeckt leider die ganze Seite, man kann ihn nicht schließen. Mein gewohntes Loginfeld oben rechts auf der Seite wird überdeckt und ich als registrierter Nutzer habe keine Möglichkeit mich schnell einzuloggen. Ich muss also erst auf den kleinen, unscheinbaren Einloggen-Button klicken und werde überflüssigerweise auf eine neue Seite umgeleitet. Mit einem kleinen Schließen-Symbol wäre das viel schneller gegangen. Die Loginbox befindet sich ja schließlich immer noch wie gewohnt oben rechts.

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Auf den Produktseiten lässt sich Paul nichts vormachen. Sie sind klar strukturiert und übersichtlich aufgebaut. Einzig die Produktabbildungen sind etwas klein geraten und dem Nutzer wird auch keine Vergrößerungsfunktion geboten. Dafür gibt es bei vielen Produkten ein Video. Die wichtigen Elemente wie der Warenkorbbutton, der Preis und andere Steuerelemente sind ausreichend groß und gut erkennbar.

Zum Verkauf noch eine Anmerkung aus eigener Erfahrung: Vor einiger Zeit habe ich bei einer Aktion zugeschlagen und anschließend erfolgreich per Kreditkarte bezahlt. Aber statt mir den Artikel zu liefern, wurde von mir gefordert eine Personalausweiskopie einzusenden, was aus meiner Sicht nicht in Frage kam. Das ist mir bisher noch nie beim Onlineshoppen passiert, der Chatsupport konnte mir auch keine zufriedenstellende Lösung anbieten. Vielleicht war man hier nicht an einer erfolgreichen Transaktion interessiert?

Paul scheint übrigens noch einer weiteren Tätigkeit als „Peter“ nachzugehen:

Oder hätte die Seite doch Peterdirekt heißen müssen 😉

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8 Reaktionen zu “Pauldirekt: Registrierte Nutzer ärgern”

  1. hallo maik,

    was hattest du denn bestellt wenn ich fragen darf? bei bestimmten produkten ist es ja durchaus üblich, dass onlineshopbetreiber sich eine ausweiskopie zusenden lassen. bei spielen die unter den jugendschutz fallen ist dies bspw. der fall und vom gesetzgeber ja auch so gewollt.

    cheers

  2. Als wir uns Pauldirekt anschauen wollten, das Gleiche. Dieser Layer lässt uns ohne Registrierung nichtmal die Chance eines Einblickes in das Portal. Schnäppchen gibt es auch woanders zu beziehen, dafür benötigen wir kein Club im Bereich Unterhaltunsgelektronik. Und so haben wir uns dazu entschlossen, das Portal einfach links liegen zu lassen. Auch spielt da der Bericht von Günther Jauch über getmobile.de stark mit ein?! Zu der Geschichte oben mit dem Staubsauger ist zu sagen, dass wir das in dieser Form auch noch nicht gehört haben. Man kann nur hoffen, dass dies ein Ausrutscher seitens pauldirekt gewesen ist. Wenn der Perso das Ziel eines Shoppingclubs sein soll, dann sehr gerne ohne uns.

  3. PaulDirekt war anfangs eine spannende Sache, leider haben sie in letzter Zeit nachgelassen. Das liegt meiner Meinung nach nicht nur an dieser wie oben beschriebenen Zugangserschwerung sondern auch an der Angebotsverwässerung. Früher gabs ein Artikel pro Tag, heute sind es immer mindestens 3 manchmal sogar mehr. Das führt die Idee adabsurdum…

  4. “Angebotsverwässerung. Früher gabs ein Artikel pro Tag, heute sind es immer mindestens 3 manchmal sogar mehr. Das führt die Idee adabsurdum…”

    War mit ein Artikel pro Tag sicher nicht erfolgreich, darum der Versuch mit mehr Artikel. Das ist der Anfang vom Ende…

  5. Immer wieder spannend, dass die DotSource hier vermeintlich “neutral” über die Konkurrenz lästert – schließlich betreibt DotSource nicht nur Handelskraft, sondern auch Preisbock… 😉

  6. @Uwe
    Von einer Angebotsverwässerung kann man nicht sprechen, finde ich. Eine Idee kann und sollte sich auch Weiterentwicklungen öffnen.

    @Daniel
    Ich würde das eher eine Reaktion auf den derzeitigen Markt und seine Booms sehen. Denn das Clubshopping lebt momentan wesentlich besser als das Liveshopping. Schon allein wegen den “Startgeldern”.

    @muster
    Wir machen das sehr neutral, ganz recht 🙂 . Wir schätzen pauldirekt und bewundern den fulminanten Start. Das sei nur mal festgestellt. Wenn er hier bei uns klopfen würde, dann würde er einen Kaffee kriegen und man würde sich nett unterhalten. Bauchpinselei ist schön und gut, muss aber auch nicht immer sein.