Worst Case: Marketing

Verfasst am 19. November 2009 von .

Schon vor vielen Jahren habe ich zu meinem Geburtstag automatisierte Glückwunschkarten von Firmen bekommen, mit denen ich irgendwie mal in Kontakt gestanden haben muss. Diese standardisierten Karten haben mich genervt und sind umgehend in den Müll gewandert. Das war noch zu Zeiten, in der die E-Mail eher von dubiosen Viagra-Händlern zum Spammen benutzt wurde. Mittlerweile haben sich die Zeiten geändert. Man ist Mitglied in Netzwerken und kauft im Netz verstärkt ein.

Hat man Geburtstag, trudeln die automatisierten Glückwunschkarten von Onlineshops im Minutentakt in den Posteingang. Im besten Fall mit einem lustigen Bild und vielleicht einem Gutschein. Die Methode hat sich einfach noch nicht geändert, eine Sache, die Marketers immer noch nicht verstehen wollen. In Zeiten, in denen Nutzer mit dem Web, und mit dem Social Web vertraut sind – schon allein, weil sie sich dort in ihrer Freizeit aufhalten – müssen Marketingentscheider neue Verhaltensweisen annehmen. Es ist ein Leichtes für jeden mit Internetanschluss überall zu sagen, was er denkt (zumindest in Deutschland). Worst Case ist folgendes:

Ein Jetzt.de-User namens “interliqui” machte sich in einem kurzen Beitrag Luft und bringt meiner Meinung nach die Problematik auf den Punkt, wenn Marketing längst noch nicht so 2009 ist, wie viele es proklamieren und fordern:

[…] und Onlineshops: Ich meide euch alle, wenn ihr mir solchen beknacht unauthentische, verlogene, Umsatzgetriebene Mails schickt! Fuck off eCommerce-Heinis ohne jeden Verve!

Den kompletten kurzen Eintrag kann man hier nachlesen. Ich schätze mal, dass sich die Ansprache an Kunden 2010 auch nur in sehr wenigen Häusern ändern wird. Aber ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt. Auf Fischmarkt.de gibt es auch eine kleine Slideshow (“What’s Next In Marketing and Advertising”), die das Problem der Ansprache und Interaktion aus Marketingsicht anschaulich zusammenfasst:

What's Next In Marketing And Advertising (2009) from Paul Isakson
(2 Bewertung(en), Schnitt: 5,00 von 5)
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Kategorie: Online Marketing


2 Reaktionen zu “Worst Case: Marketing”

  1. Frank @ Aiyoota!-CMS

    Am 19. November 2009 um 12:26 Uhr

    Ja, das ist schon immer wieder schön. Ich verstehe auch bis heute nicht,

    a) warum ich mich bei einem Online-Shop immer erst einmal registrieren muss

    b) warum ich dazu zudem mein Geburtsdatum angeben muss.

    Da muss doch mehr dahinter stecken als nur dumme Geburtstagsmails? Ich meine, wer hat bitte daraufhin schonmal wirklich was gekauft?

  2. Tweets die Handelskraft Der E-Commerce und Web 2.0 Blog - Worst Case: Marketing erwähnt -- Topsy.com

    Am 19. November 2009 um 13:38 Uhr

    […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Hagen Fisbeck, Handelskraft erwähnt. Handelskraft sagte: New blog post: Worst Case: Marketing http://www.handelskraft.de/2009-11-19/worst-case-marketing/ […]

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