Groupon sieht der Konkurrenz gelassen entgegen

Verfasst am 2. November 2010 von .

Pro Sieben hat in dieser Woche seine Liveshoppingplattform ProSieben Products in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Wie bei Groupon ist es hier möglich aus lokalen Angeboten auszuwählen. Fast zur selben Zeit sind zwei neue Groupbuying-Angebote gestartet. Das eine stammt von Ebay und das andere von der Einzelhandelskonzern Walmart. Der Auktionsriese bietet seit dem 1. November auf dem US-Markt den gemeinsamen Einkauf von Geschenken zurzeit über die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter und auch einfach nur per E-Mail an (Wie bei Amazon können hier per Facebook-Connect Geschenkvorschläge aus den einzelnen Facebookprofilen generiert werden).

Walmart hingegen hat seine Groupbuying-Idee direkt auf der Facebook Fanpage eingebunden. Wenn genug Personen auf den Like-Button drücken, kommt ein Deal über ein vergünstigtes Produkt zustande. Bei all den Konzepten, die Groupon imitieren, bleibt Julie Anne Mossler, Sprecherin der Plattform, gegenüber Advertising Age relativ gelassen:

We created the space, we innovated [in] the space; whether it’s a national brand or a competing deal site that’s essentially copied the model, that’s not a threat to us.

Zudem Begründet Groupon seine Ruhe gegenüber dem Wettbewerb mit der Einzigartigkeit des regionalen Angebots im Gegensatz zu denen die nur nationale Marken vertreiben.

In Bezug zu der gegenwärtigen Diskussion scheint die Aussagen von Julie Anne Mossler als nicht sehr standhaft. Zwar konnte Groupon international expandieren, jedoch befürchten kritische Stimmen, dass der momentane Marktführer mit seinen neuen Konzepten zu einer Rabattplattform verkommt. Schon lange verfehlt das Groupbuying-Konzept seinen Reiz, weil jeder Deal geknackt werden kann. Groupon wird zwar nicht vom Markt verdrängt werden, insofern mag Julie Anne Mossler mit der Annahme der Gefahrenlosigkeit Recht haben, glaubt man jedoch den Kritikern, so muss sich die Plattfrom damit abfinden einfach nur eine unter vielen zu sein.

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3 Reaktionen zu “Groupon sieht der Konkurrenz gelassen entgegen”

  1. Lutz

    Am 2. November 2010 um 18:27 Uhr

    Hi Sabine,

    guter Artikel, aber ich frage mich wieso du GroupGifts mit Groupon vergleichst. Ich sehe in den beiden Business Cases wesentliche Unterschiede. Und zwar bekommt eine Person bei Groupon einen Rabatt und bei GroupGifts werden mehrere Leute zusammen gesucht die dann ein Produkt kaufen und an eine weitere Person verschenken.

    Und bei dem Walmart Ansatz sag ich nur letsbuyit.com 🙂

    Aber zum Schluss noch, ich finde beide Umsetzungen auf den ersten Blick gut.

    Gruß
    Lutz

  2. Simon

    Am 2. November 2010 um 18:41 Uhr

    Bei den meisten Deals werden ja nur drei Käufer benötigt, damit der Deal zustande kommt. Da ist die Aussage mit Rabattplattform nicht unwahr…

  3. Sabine Bartmann

    Am 3. November 2010 um 09:09 Uhr

    @Lutz, stimmt, da hast du recht. Eigentlich ging es mir da eher um das Groupbuying-Konzept, das hätte ich noch mehr differenzieren können. Danke für den Hinweis!

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