Thüringen: Come closer

In Thüringen gibt es ja nicht nur Glasindustrie und E-Commerce. Und ganz so bedeutungslos, wie es Rainald Grebe augenzwinkernd besungen hat, ist es auch nicht. Ein Produktionsteam hat sich dazu entschlossen, die kulturellen Sehenswürdigkeiten und Eindrücke auf einem Roadtrip mit der Kamera einzufangen. Ein schönes Ergebnis, wie ich finde, zumindest die Bilder im Hintergrund:



Oder? Was mir persönlich nicht ganz so gut an dem Spot gefallen hat, war das Intro und das Outro. Die waren ziemlich 1994, aber man kann ja nicht alles haben. Und warum modelt da ein hübsches, aufgestyltes Mädchen mit Kleid über Wiesen und durch Büsche? Da hätte man ruhig etwas authentischer sein können, denn die Bilder im Hintergrund müssen sich nicht hinter einem hübschen Gesicht verstecken. Kompliment an den Kameramann für die Auswahl der Kulissen.

Und warum hat man das Konzept und die Machart noch mal fast eins zu eins von MOVE abgekupfert?

Für ein Projekt war das Thüringen Come Closer jedenfalls trotzdem ein ganz guter Anfang. Auch mit den 1994-Frames, die sich irgendwie an den Anfang und das Ende des Trailers geschmuggelt haben.

(3 Bewertung(en), Schnitt: 3,67 von 5)
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5 Reaktionen zu “Thüringen: Come closer”

  1. Ich finde die Thueringen-Version allerdings angenehm unaufgeregt im Verhaeltnis zu MOVE. Gerne mehr davon – Thueringen hat ja anscheinend wirklich mehr als Erfurt =)

  2. Danke, dass du das so formuliert hast. Es wirkt in der Tat unaufgeregter, und das auf eine sympatische Art und Weise. Aber ich finde trotzdem, dass die junge Frau mit ihrem Styling zu sehr im Vordergrund steht. Da ist der Protagonist in MOVE wesentlich dezenter im Bildersujet in Szene gesetzt.

    Und ja, Thüringen hat mehr als Erfurt. Jena, zum Beispiel, ist wunderschön und sehr jung. Das merkt man gar nicht, wenn man auf der Autobahn dran vorbeifährt und einen die Plattenbauten angrinsen. Einfach mal rein fahren…

  3. Ich war noch nicht in Thüringen, aber nach dem Video könnte ich mir einen Besuch sehr gut vorstellen 🙂 Ziel erreicht würde ich sagen. Die junge Dame steht zwar ziemlich im Vordergrund, aber meiner Meinung bleibt der Zuschauer so besser ” am Ball” und verfolgt den Ablauf interessierter, als wenn nur Umgebung und Architektur gezeigt würden. Besonders gut gemacht sind die Kontraste zwischen den alten Gasse mit dem schönen Licht und den hellen modernen Aspekten die die Stadt bietet. Daumen hoch für das Video und Thüringen 🙂