Twitter wird zum Spiegel des Erfolgs für TV-Sendungen und Werbespots

Verfasst am 6. Februar 2013 von .

Dass soziale Medien und das Fernsehen mehr und mehr zusammenwachsen, ist nichts Neues und hat bereits einen Namen: Social TV. Heißt so viel wie: Flimmerkiste an und das Gesehene fleißig auf Facebook, Twitter & Co. kommentieren. Erst am vergangenen Wochenende wurde dahingehend ein neuer Rekord aufgestellt: Der Super Bowl fand laut Bluefin Labs 30,6 Millionen Erwähnungen in sozialen Netzwerken, das sind 150 Prozent mehr als im vergangenen Jahr!

Jaja, die Amis, möchte man meinen. Aber auch in Deutschland ist der Second Screen auf dem Vormarsch. Zahlreiche Fernsehformate zeigen, dass auch hierzulande Smartphone, Tablet oder Laptop beim Fernsehen griffbereit liegen. Vor allem Twitter wird laut Business Insider gerne parallel zum Fernsehen genutzt.

Twitter ist der Second Screen zum Fernsehen

So wird beispielsweise am Sonntagabend fleißig über den Tatort abgelästert, Entschuldigung, getwittert und wer die aktuelle Folge verpasst hat, bringt sich einfach über den Kurznachrichtendienst wieder auf den neusten Stand.
Ob Präsidentschaftswahl, Grammy Awards oder Super Bowl – wenn etwas in der Welt passiert, dann passiert es auch auf Twitter, so das britische Twitter-Team in einer Präsentation zum Thema Twitter und TV. 400 Millionen Tweets werden täglich verschickt. Jedes TV-Ereignis, und mittlerweile auch zahlreiche Werbespots, sind auf Twitter präsent. Warum sollte man daraus nicht einfach ein Geschäftsmodell machen?

Twitter kauft Social-TV-Analyse-Agentur Bluefin Labs

Das hat sich das amerikanische Unternehmen mit Sitz in San Francisco bereits im vergangenen Jahr gedacht: Erst wurde ein TV-Chef eingestellt, dann eine mehrjährige Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen Nielsen initiiert und jetzt folgte der nächte Clou: Laut Branchenmagazin Business Insider hat der Mikroblogging-Dienst das US-Startup Bluefin Labs übernommen. Über die Kaufsumme gibt es keine Angaben, doch Experten sind sich einig, dass es sich um die bislang größte Akquisition des US-Unternehmens handelt.

Bluefin Labs misst die Reichweite und die Wirkung von TV-Sendungen in sozialen Netzwerken und kann anhand von Tweets, Kommentaren etc. Aussagen über demographische Merkmale und Interessen der Nutzer treffen. Doch nicht nur das TV-Programm steht im Fokus des Analyse-Unternehmens. Auch Marken werden genauer unter die Lupe genommen: Wie oft läuft ein bestimmter Werbespot im Fernsehen und wie häufig wird anschließend in sozialen Netzwerken darüber diskutiert? Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Marken auf Spitzenpositionen werden in ihrem Handeln bestärkt und Marken mit niedrigem Ranking sollten eventuell ihre Werbestrategie überdenken.

Die Symbiose von Twitter und Bluefin Labs liefert damit wertvollen Input für die Fernseh- und Werbebranche. Business Insider bringt es mit folgenden Worten auf den Punkt:

It [Bluefin Labs] can provide Twitter the ammo it needs to hook advertisers by showing who needs to spend money to up their social media status, and who needs to spend money to maintain their place at the top.

Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass Twitter mal eine solche Macht besitzen wird?

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Eine Reaktion zu “Twitter wird zum Spiegel des Erfolgs für TV-Sendungen und Werbespots”

  1. David

    Am 8. Februar 2013 um 19:15 Uhr

    Sehr interessanter Beitrag. Ja Twitter hat schon was. US Entertainmentkonzerne setzten schon seit längerem auf Hashtag und Co.

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