Paid Content – Wenn aus Lesern Kunden werden

Verfasst am 18. Juli 2013 von .
Paid Content

© Karin & Uwe Annas / fotolia.com

Wer eine Paywall einführen möchte, sollte einen Mehrwert bieten, der ihn klar von der kostenlosen Konkurrenz abhebt. Auch ungeachtet der Wettbewerber sollte das eigene Angebot ausgebaut und verbessert werden. Die Möglichkeiten, sich als Paid Content Anbieter zu profilieren sind vielfältig. Zum einen ist dies je nach der Ausrichtung eines Onlinemediums und dessen typischen Zielpublikums möglich. Beispielweise fällt die Strategie eines Unterhaltungsmediums anders aus als die eines Informationsmediums. Zum anderen ist entscheidend, ob man sich an ein Nischen- oder ein Massenpublikum richtet.

Paid Content Strategie

(c) dotSource GmbH

In der Matrix finden sich Beispiele für Bezahlinhalte anhand der genannten Kriterien. Nach dieser grundlegenden Unterscheidung zwischen den Strategien wollen wir uns den konkreten Anforderungen an Paid Content zuwenden.

Erfolgsfaktoren: Exklusivität, Qualität und Nutzerfreundlichkeit

Für die Profilierung als digitales Qualitätsmedium sind sowohl inhaltliche als auch technische Faktoren zu beachten. Aus inhaltlicher Sicht ist entscheidend, exklusiven und hochwertigen Content zu bieten. Das bedeutet für Inhalte in erster Linie, dass diese einzigartig sind. Es versteht sich von selbst, dass Kunden keine Gebühr für überall zu lesende, direkt aus dem Newsticker stammende Nachrichten bezahlen werden.

Das Alleinstellungsmerkmal, um Paid Content zu rechtfertigen, kann aus inhaltlicher Perspektive vielfältig sein:

  • Ausführliche Hintergrundberichte und Reportagen
  • Verstärkte Auslands- und Live-Berichterstattung, da durch die Einnahmen mehr Korrespondenten verpflichtet werden können
  • Marktrelevante Informationen und Analysen (Börsenkurse, Sportergebnisse) schneller liefern
  • Special-Interest Angebote zu Fachthemen, Testberichte
  • Moderierte Chatrooms und Foren zu aktuellen Themen, Hangouts mit Journalisten
  • Barrierefreiheit, beispielsweise durch Audioversionen von Artikeln
  • Innovation im Journalismus vorantreiben: neue Erzählformen wie Visual Storytelling testen und weiterentwickeln

Ein aktuelles Beispiel für exklusive und gefragte Zusatzleistungen gibt der Axel Springer Verlag, der sich im April die Internetrechte der Fußballbundesliga 2013 sicherte. Im Juni 2013 startete dann die Paywall auf BILD.de unter dem Namen »BILDplus«.

Nicht zu unterschätzen ist in Zeiten der digitalen, beziehungsweise mobilen Revolution, auch die technische Perspektive. Nutzer werden die Paywall nicht akzeptieren, wenn beispielsweise Apps für mobile Endgeräte nicht flüssig laufen, weil diese nicht für alle Betriebssysteme optimiert wurden. Die Qualität von Paid Content muss sich auch aus technischer Perspektive abheben. Hier zählt vor allem die Nutzerfreundlichkeit.

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