Tatort im eigenen Shop: Warum Betrüger im M-Commerce leichtes Spiel haben

Verfasst am 21. April 2015 von .

Die Mobile Payments & Fraud Survey 2015 deckt es auf: Aufklärung von Betrügereien im M-Commerce wird vernachlässigt. Gerade am heutigen “Mobilegeddon” sollten sich Händler nicht nur der Optimierung des mobilen Auftritts verschreiben, sondern auch steigende Betrugsaktivitäten wahrnehmen und bekämpfen. Die Umfrage zeigt jedoch ein völlig gegenteiliges Bild: Auf der Implementierung von Zahlungsmethoden liegt der Fokus.

Mobile Payments & Fraud Survey zeigt aktuelle zahlen zum M-Commerce

Die dritte Ausgabe der Mobile Payments & Fraud Survey zeigt, wie Unternehmen und Händler im M-Commerce aufgestellt sind. Unter den 1500 zwischen November 2014 und Januar 2015 befragten Unternehmen sind zu 51,3 Prozent Händler vertreten, von denen 50,1 Prozent mehr als 50 Millionen US-Dollar Jahresumsatz erreichten. Dabei sind alle möglichen Händler vertreten: Vom Lebensmittelhändler bis hin zu Onlineshops für Schmuck, Blumen oder Beauty-Produkte.

Obwohl ein Großteil der befragten Unternehmen bereits über 5 Jahre im E-Commerce aktiv sind, unterstützen noch lange nicht alle einen mobilen Vertriebsweg. 20,5 Prozent der Händler planen dieses Jahr einen mobilen Support, 10,8 Prozent haben dahingehend noch gar keine Pläne.

43,3 Prozent der befragten Händler können übrigens nicht unterscheiden, ob ein Kunde via Computer, Tablet oder Smartphone eingekauft hat. Aber wie will man so den Erfolg eines mobilen Supports herausfinden?

Unterschätzen Händler die Gefahr?

Während der “True Cost of Fraud mCommerce”-Studie nach die Kosten durch Betrug im M-Commerce steigen, nehmen Unternehmen das anscheinend anders wahr. 61 Prozent sind sich generell unsicher, 21 Prozent glauben, dass die Betrugsaktivitäten im Vergleich zu den vergangenen Jahren gleich geblieben sind und 13,2 Prozent gehen davon aus, dass im mobilen Bereich tatsächlich mehr betrogen wird.

Laut Umfrage hat sich die “Angst” vor Betrug im M-Commerce im Vergleich zum letzten Jahr allerdings verringert, was den Kern des Problems darstellt.

Händler geben außerdem an, dass vor allem ID Authentication, die Ermittlung der Device ID sowie sichere mobile Bezahlmethoden zur präventiven Bekämpfung beitragen. Die Implementierung lässt indes zu wünschen übrig. Die Unternehmen, und hier sind vor allem die Händler gemeint, legen den Fokus momentan auf die Komplexität der Zahlungsmethoden.

Mobile Wallet > All

Auf dieses Ergebnis kommt auch die “Mobile Payments & Fraud Survey 2015“: Während die Sensibilität gegenüber Betrügereien im M-Commerce abnimmt, steigt die (geplante) Integration diverser Zahlungssysteme wie Apple Pay (akzeptiert von ca. 32 Prozent), Google Wallet (akzeptiert von ca. 32 Prozent) oder PayPal (akzeptiert von ca. 54 Prozent).

Die Unsicherheit in der Bekämpfung, fehlende Relevanz der Aufklärung und ein starker Fokus auf neue Zahlungsmethoden – das sind die Gründe, warum Betrügern im M-Commerce die Türen offen stehen. Händler sollten eine ganzheitliche mobile Strategie fahren, die nicht nur auf die optimierte Umsetzung eines mobilen Onlineshops ausgelegt ist, sondern auch alle möglichen Sicherheitsrisiken auf ein Minimum reduziert.

Mobilegeddon am 21. April 2015

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