Auf Facebook werben – bringt das noch was?

Verfasst am 5. Mai 2015 von .

Facebook ist das reichweitenstärkste Social Network: Knapp 1,4 Milliarden Menschen sind dort registriert, davon fast 30 Millionen in Deutschland. Bilder teilen, “Gefällt mir” drücken, kommentieren – alles schön und gut. Doch wie sieht es mit der Bereitschaft aus, auch einmal an einer Werbeaktion, beispielsweise in Form von Coupons, teilzunehmen? G/O Digital hat dazu eine Studie in die Wege geleitet, die in den Abgesang von Facebook als Werbekanal nicht mit einstimmt, zumindest für Small Businesses. Lohnt sich Facebook jetzt also doch?

Präsenz auf Facebook ist wichtig

Die Studie befragte 1000 US-Amerikaner im Alter von 18-29 Jahren über ihre Social-Media-Nutzung. G/O Digital interessierte dabei vor allem das möglicherweise gesteigerte Interesse an einem Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung bei einem lokalen/kleinen Unternehmen durch passende Facebook Werbeaktionen. Beeinflusst also Werbung auf Facebook das Kaufverhalten junger Erwachsener?

58 Prozent gaben an, dass sie mindestens einmal in der Woche mit Werbung auf Facebook interagieren bevor sie im stationären Laden einkaufen. 59 Prozent besuchen sogar regelmäßig eine unternehmenseigene Facebook-Page. Dieses Ergebnis ist vor allem für eine erfolgreiche Cross-Channel-Strategie interessant, wird doch gezeigt, dass (junge) Personen sich über ein Gerät, sei es Laptop, Smartphone oder Computer, informieren und anschließend offline einkaufen.

Kundenzufriedenheit und Targeting zählen!

Kleine Unternehmen sollten außerdem auf das Feedback von Facebook-Usern achten. 41 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass die Customer Reviews auf der Facebook-Page die Kaufentscheidung am stärksten beeinflussen. Bei der Frage, ob man eher geneigt ist ein Produkt bei einem Unternehmen zu kaufen, dass auf der unternehmenseigenen Facebook-Page positiv bewertet wurde, antworteten sogar 80 Prozent mit “Ja”.

Auch “Featured products/services relevant to your needs” ist ein wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung. Dafür ist allerdings eine gute Social-Media-Strategie mit einem funktionierenden Targeting nötig. Für eine bessere Zielgruppenansprache auch außerhalb von Facebook können sich Marketer des im letzten Jahr gestarteten Dienstes “Facebook Atlas” bedienen. Durch Daten aus dem sozialen Netzwerk könnte das Targeting in Zukunft noch genauer werden als es mit Google jemals möglich war.

Facebook geht auch im B2B

Die Studie von G/O Digital zeigt, dass sich Facebook-Werbung vor allem für kleine, lokal ansässige Unternehmen und Geschäfte lohnt. Auch im Vergleich zu anderen Netzwerken ist Facebook für 62 Prozent die erste Wahl bei der Produkt-Recherche, gefolgt von Pinterest (12 Prozent) und Twitter (11 Prozent).

Leider verrät die Studie nicht, wie die Erfolgsquote bei reinen Online-Aktionen, auch großer Unternehmen, aussieht. So ist Facebook aber dennoch nicht nur was für den B2C-Bereich, sondern kann auch zur Kontaktpflege im B2B-Sektor genutzt werden. Social-Media-Marketing beinhaltet eben mehr als nur den täglichen Post über aktuelle Geschehnisse.

Dass Facebook auch im B2B funktioniert, zeigt übrigens eine Studie von Eccolomedia. Hier wurden Entscheider im B2B gefragt, auf welchem Kanal sie am meisten von Werbung beeinflusst werden. Überraschend hat Facebook hier LinkedIn als zentralen Werbekanal abgelöst. Social Media ist aber nur ein Weg um im B2B E-Commerce erfolgreich zu sein. Eine Möglichkeit ist beispielsweise eine emotionale Ansprache der Kunden.

Sich in Position bringen

Also ja, Facebook lohnt sich (noch immer) als Werbeinstrument, sei es im B2C oder B2B. Wem das nicht einleuchtet, dem sei eine andere Denkweise nahegelegt: Wer jetzt schon aktiv auf Facebook ist und seine Page unter Interessenten gut positioniert, könnte bei der Einführung eines Buy Buttons Vorteile haben, da auf eine bereits bestehende Anhängerschaft zurückgegriffen werden kann. Das gilt übrigens nicht nur für Facebook, sondern auch Twitter und Pinterest überlegen schon lange, wann und wie man einen Buy Button integriert um so die User auf der eigenen Plattform zu halten.

Totgesagte leben länger – Facebook zeigt wie das geht, die richtige Strategie vorausgesetzt.

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