Amazons Erfolgsrezept nutzen

Verfasst am 10. Dezember 2015 von .
Foto: Zhao ! / Flicker.com

Foto: Zhao ! / Flicker.com

Es ist wohl kaum umstritten, dass Amazon die Vormachtstellung im E-Commerce genießt; nicht nur wegen der beeindruckenden Umsatzzahlen während der Black-Friday- und Cyber-Monday-Kampagnen, sondern vor allem auch wegen der kontinuierlichen Bemühung um Innovation.

Amazon entwickelt neue Drohnen, optimiert die mobilen Services und baut die Logistik-Infrastruktur unaufhaltsam aus. So hat der Platzhirsch die direkte Konkurrenz, wie Walmart oder Ebay, hinter sich gelassen und in der Onlinebranche ein ernstzunehmendes Monopol errichtet. Doch…gibt es noch Leben jenseits von Amazon?

Um diese Frage zu beantworten, sollte man zunächst einen Blick auf die Faktoren werfen, die Amazon so erfolgreich machen.

Mobile Optimierung

In Zeiten der omnipräsenten mobilen Technologie und der stetig wachsenden Popularität mobiler Endgeräte bietet Amazon seinen Kunden natürlich auch mobil eine großartige User Experience.

Im vergangenen Jahr generierte Amazon während des Black Friday 60 Prozent des Traffics über die eigene App und die mobile Website. In diesem Jahr versucht der Online-Riese die Kunden mit Mobile-Only-Angeboten zur verstärkten App-Nutzung zu animieren: Mit “Watch A Deal” können Nutzer ein Produkt auf ihre Watch-Liste setzen und werden dann benachrichtigt, wenn das Produkt bei der Amazon-App im Angebot ist.

Große Produktauswahl und Vertrauen

Amazon hat den Kunden beigebracht, dass Onlineshopping nicht nur bequem, sondern auch sicher ist und konnte so über die Jahre kontinuierlich das Vertrauen der Kunden aufbauen. Außerdem bietet die Plattform eine riesige Auswahl an Produkten, von denen viele im stationären Geschäft kaum zu finden sind. So findet man bei Amazon ein ansehnliches Angebot an Nischentiteln, die zu verkaufen sich ein stationärer Buchladen kaum leisten könnte.

Effizienz steigern

Amazon hat es geschafft, die Lieferzeiten drastisch zu verringern: so wird inzwischen häufig taggleich oder am nächsten Tag geliefert und die Prime-Dienste werden auch auf andere Services ausgeweitet. Gleichzeitig hat Amazon auch den SEO-Algorithmus auf den neusten Stand gebracht; der Platz für Suchbegriffe wurde von 250 auf 5000 Zeichen erweitert.

Promotion und Rabatte

Während des Black Friday und Cyber Monday bot Amazon Rabatte in allen Produktkategorien an. Vor allem sehr gefragte Produkte wurden besonders günstig angeboten, wodurch der Eindruck entstand, dass sämtliche Produkte billiger wären, selbst wenn das gar nicht immer der Fall war.

Stetige Innovation

Amazons Herangehensweise basiert auf Unmittelbarkeit; kontinuierlich werden neue Drohnen-Prototypen und mögliche Lieferpläne entwickelt.
Außerdem arbeitet Amazon ständig an neuen Strategien, um die komplexe Logistik-Infrastruktur zu organisieren.

So wurden zum Beispiel neue Trucks in Betrieb genommen, um die Waren zwischen den einzelnen Lagern und zu Lieferstationen und Sortieranlagen zu transportieren. Für die Lieferung zum Kunden sollen die neuen Fahrzeuge allerdings nicht eingesetzt werden; der Fuhrpark dient vor allem dazu, das Liefernetzwerk effizienter zu steuern.

Auch der stationäre Handel steht auf Amazons To-do-Liste. Nach der Eröffnung des ersten Buchladens in Seattle wird nun Berlin als nächster möglicher Standort gehandelt.

Services nach dem Kauf

Amazon hält die Kunden dazu an, Produkte und Services nach dem Kauf zu bewerten, und fördert so die Kommunikation zwischen Käufern und Verkäufern. Auch der Kundenservice wurde für beide Parteien mit einem komplexeren und nach Themen sortierten Hilfebereich, in dem unter anderem auch Video-Tutorials zu finden sind, maßgeblich verbessert.

Vom Meister lernen

All diese Strategien locken sowohl mehr Käufer als auch Verkäufer. Das Feuerwerk an Innovationen, neuen Produkten und Services, das Amazon Woche für Woche abschießt, stellt Unternehmen im Online- und Offline-Bereich zwar vor große Herausforderungen, bietet ihnen aber gleichzeitig auch einige Chancen.

Der beste Weg, diese Herausforderungen zu meistern, besteht darin, Innovationen zu erschließen, ständig aktiv zu bleiben und die Stakeholder einander anzunähern. So haben Bestbuy.com ihre Hausaufgaben gemacht und belegten im Rennen um die meisten Online-Verkäufe während des Black-Friday-Wochenendes den zweiten Platz, vor allem dank des verstärkten Engagements im Mobile-Bereich.

Bessere Rankings mit Amazon

whitepaper-bessere-rankings-auf-amazon-cover Unser aktuelles Whitepaper »Bessere Rankings auf Amazon« zeigt ausführlich wie man mit Amazon-SEO Produkte für Deutschlands beliebteste Produktsuchmaschine optimiert. Umfangreich wird auf die verschiedenen Stellschrauben eingegangen, mit denen Inhalt-, Performance- und indirekte Faktoren optimiert werden können, um die Conversion-Rate zu erhöhen. Händler und Hersteller können den Ratgeber hier zum kostenlosen Download anfordern.

(3 Bewertung(en), Schnitt: 3,67 von 5)
Loading...



4 Reaktionen zu “Amazons Erfolgsrezept nutzen”

  1. Florian

    Am 11. Dezember 2015 um 09:16 Uhr

    Gestern gab es die Zahlen vom 3. Quartal 2015 – auch diese sind wieder sehr beeindruckend (http://www.shopdoc.de/amazon-umsatz-steigt-und-steigt-und-steigt/).

    Das Ziel von Jeff, in den nächsten 3 Jahren 200 Mrd. Umsatz zu erzielen klingt jetzt noch utopisch, wenn man sich aber die prozentuale Steigerung von Amazon ansieht, ist es wohl nur eine Frage der Zeit bis auch diese unglaubliche Summe erzielt wird.

  2. Sara Herrera

    Am 15. Dezember 2015 um 17:46 Uhr

    Lieber Florian,
    Vielen Dank für deinen Kommentar und die Information!
    Ich stimme dir voll und ganz zu. Das ist nur eine Frage der Zeit. Wir sind gespannt, wie sich das bei Amazon weiter entwickeln wird.

  3. Wolfgang

    Am 18. Dezember 2015 um 08:55 Uhr

    Amazon ist wirklich unfassbar erfolgreich. Schade finde ich an dieser Stelle, dass die Mitarbeiter nicht unter guten Bedingungen arbeiten und das niemanden zu stören scheint.

  4. Thomas Merk

    Am 3. Januar 2016 um 14:31 Uhr

    Wolfgang, da hast du nicht ganz unrecht. In der Tat ist Amazon vermehrt in Verruf geraten, da die Arbeitsbedingungen nicht den Standart entsprachen bzw. ensptrechen sollen. Allerdings ist Verdi ja schon sei einiger Zeit da dran und hat soweit ich weiß auch schon einigen bewegen können.

Startseite zurück zur Startseite