Logistik outsourcen – macht das Sinn?

Verfasst am 11. Mai 2016 von .

Onlinehändlern dürfte der Begriffe “Service Provider” nichts neues sein, denn vor allem im Payment-Bereich setzt man auf Dienstleister wie PayPal oder Sofortüberweisung. Mit zunehmender Anzahl an versendeten Paketen ist allerdings nicht nur die externe Abwicklung des Bezahlvorgangs interessant, sondern auch die Handhabung etwaiger Logistikprozesse durch Dienstleister.

Je nach Unternehmensphilosophie kann so der komplette Logistikprozess – samt Lagerhaltung und Co. – an externe Dienstleister übergeben werden. Doch unter welchen Umständen sollte sich ein Onlinehändler überhaupt Gedanken über das Outsourcing von Logistik-/Shipping-Leistungen machen?

Nur Versand oder komplette Supply Chain?

In erster Linie muss man sich darüber im Klaren sein, welche Prozesse “aus der Hand gegeben” werden sollen. Anbieter wie ShipIt helfen beispielsweise beim Versand, während andere Anbieter, unter anderem Amazon, quasi die komplette Supply Chain übernehmen. Solange die Kernkompetenz nicht in der Logistik liegt, können Teile der Supply Chain unter Berücksichtigung des Kosten-Nutzen-Faktors an Dienstleister abgegeben werden.

Möchte man seine Waren allerdings noch in den eigenen Räumlichkeiten lagern, empfiehlt sich das Outsourcing der Supply Chain erst ab dem Verpacken beziehungsweise Versenden. Das lohnt sich übrigens vor allem bei wenigen Paketen, die versendet werden: Dienstleister, wie Shipcloud, bieten spezielle Geschäftskundenkonditionen für Versanddienstleister wie DHL, UPS oder DPD an – so profitiert man von günstigeren Versandkosten und kann diese an den Kunden weitergeben.

Customer Experience kann leiden

Beim Auslagern von Logistikprozessen müssen Händler jedoch auch Vorsicht walten lassen: Wer das Kommissionieren, Versenden, Verpacken oder Retourenmanagement auslagert, läuft Gefahr, dass die Customer Experience darunter leidet. Dienstleister und Händler sollten daher stets in enger Absprache stehen, beispielsweise wenn es sich um das Verpackungsmaterial oder die Lieferzeit handelt. Denn letztendlich zieht der Kunde den Verkäufer zur Verantwortung und nicht den Mittelsmann.

Mehr zum Thema Logstik-Performance, Kundenbindung und dem Auslagern von der Supply Chain gibt es hier.

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Eine Reaktion zu “Logistik outsourcen – macht das Sinn?”

  1. Meine Tanne

    Am 12. Mai 2016 um 09:12 Uhr

    Danke für den interessanten Artikel. Aus unserer Perspektive als Spezial-Anbieter zur Weihnachtszeit ist das Outsourcing von Logistik-Dienstleistungen durchaus interessant. So lange aufgebaute Ressourcen nicht das gesamte Jahr genutzt werden können, kann das Outsourcen durchaus sehr sinnvoll sein.

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