Olympia 2016: Viel Glück, ihr wisst schon wer bei ihr wisst schon wo!

Verfasst am 4. August 2016 von .

Quelle: PhotoMan - Fotolia

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Der magische Moment, in dem das olympische Feuer im Stadion von Maracanã in Rio de Janeiro entzündet wird, um die Spiele der XXXI. Olympiade einzuläuten, steht vor der Tür. 10.500 Athleten aus 206 Ländern sind bereit, alles aus sich herauszuholen und darum zu kämpfen, eine der begehrtesten Trophäen im Sport zu gewinnen: eine olympische Medaille! Gleichzeitig werden Brands, sowohl offizielle als auch inoffizielle Sponsoren, versuchen, sich in einer weniger idealistischen und eher gewinnorientierten Atmosphäre zu behaupten, in der Social Media wieder einmal eine entscheidende Rolle spielen werden.
 
Entscheidend, weil es überraschend ist, wie schnell sich Kommunikationsmittel in den letzten acht Jahren entwickelt haben. Der Gebrauch von Smartphones und sozialen Netzwerken revolutioniert die Art, wie wir Medien konsumieren, in solchem Maße, dass Unternehmen und auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) gezwungen waren, sich seit 2011 durch die Umsetzung folgender Social-Digital-Media-Richtlinien an das neue Online-Ökosystem anzupassen.

Social-Media-Verbote

Die Tatsache, dass das IOC neue Richtlinien erlassen hat, um die Nutzung von Social Media und digitalen Formaten zu kontrollieren, hat meine Aufmerksamkeit am meisten geweckt, da diese Maßnahme dem grundlegenden Kern des Kanals zuwiderläuft.

Obwohl die hier angewandte Regelung, die sogenannte “Regel 40”, theoretisch dafür da ist, die übermäßige Kommerzialisierung der Olympischen Spiele zu vemeiden und den Fokus auf Weltklasse-Leistungssport und Fair Play zwischen den Ländern zu richten, schützt sie eindeutig die Interessen der Unternehmen, die Millionen gezahlt haben, um offizielle Sponsoren zu werden.

Nachdem Athleten jahrelang Druck ausgeübt hatten, wurde diese Regel im letzten Sommer gelockert, sodass sich Unternehmen, die nicht zu den offiziellen Sponsoren gehören, bewerben können, um während der Monate vor den Olympischen Spielen Kampagnen mit Olympioniken zu schalten. Im Kleingedruckten ist jedoch festgehalten, dass nur streng kontrollierte Kampagnen lanciert werden dürfen: So gibt es feste Termine (vor- und nachher) und in den Anzeigen und Spots darf kein intellektuelles Eigentum mit Olympia-Bezug verwendet werden, wie etwa: Olympiade, olympisch, Olympionik, das Olympia-Motto, Rio oder Rio de Janeiro, Medaille, Gold, Silber, Bronze oder das Hashtag #Rio2016.

Im Ergebnis werden Unternehmen damit vor die Herausforderung gestellt, extrem kreativ zu sein und den geringen Zeitrahmen, den sie haben, optimal zu nutzen, um ihre Athleten zu unterstützen oder ihre Marke zu positionieren.

“No Picture Areas”…

Auf der anderen Seite können alle akkreditierten Mitarbeiter in den olympischen Spielstätten Fotos für die private Nutzung über soziale und digitale Medien posten und teilen. Allerdings dürfen in den als “no picture areas” ausgewiesenen Bereichen des Olympischen Dorfs keine Bilder gemacht werden.

Wir alle haben schließlich das Recht auf Privatsphäre und ein wenig Abstand von der öffentlichen Aufmerksamkeit, oder?

…und kein Live-Streaming

In Bezug auf Multimediaformate ist es erlaubt, Ton- und Videoaufzeichnungen der Veranstaltungen ausschließlich für die private Nutzung zu machen. Das IOC warnt jedoch: “Ohne vorherige Genehmigung des IOC dürfen solche Audio- und Video-Inhalte nicht in Social und Digital Media oder irgendeiner anderen Art von Medien veröffentlicht werden (z. B. durch Posten oder Streamen)”.

Also werden Periscope- oder Facebook Live-Fans nicht die Möglichkeit haben, ihre Erlebnisse zu teilen, und Zuschauer bekommen keinen inoffiziellen Einblick in den wahren olympischen Geist. Anstatt sich transparent zu zeigen, werden die Olympischen Spiele eher zu einer Art Bunker – eine Schande in unserer digitalen und demokratischen Zeit. Trotzdem bin ich neugierig, wie sich diese drei Wochen entwickeln und was passieren wird.

B2B-Marktchancen

Trotz der Social-Media-Einschränkungen sind die Olympischen Spiele immer eine gute Gelegenheit, das eigene Geschäft anzukurbeln. Die ganze Welt schaut noch enthusiastisch und gebannt darauf, wie diese Superfrauen und -männer neue Rekorde aufstellen und zeigen, dass der menschliche Körper keine Grenzen kennt.

Diese Zeit nutzt beispielsweise RGS Events, der offizielle Lieferant für Ausstattung, Zubehör und Ausrüstung der Olympischen Spiele, um zahlreiche Gegenstände direkt aus den Athleten-Unterkünften und von den Spielstätten in Rio über den Marktplatz B-Stock Events zu versteigern.

Das ist eine einmalige Gelegenheit für Einkäufer auf der ganzen Welt, Gegenstände zu kaufen, die von einigen der besten Athleten der Welt genutzt wurden,”

ließ Paul Ramler von RGS kürzlich in einem Interview verlauten.

Lorbeerkranz und Reaktionsvermögen

Obwohl es scheint, als wären die Olympischen Spiele dafür da, Geschäfte zu machen, sind Usain Bolt, Michael Phelps oder Simon Biles angehalten, erfolgreich zu sein und bei der ersten Olympiade in Südamerika Ruhm zu ernten, um die wahren sportlichen Werte zu vermitteln, auf ihre Sportarten aufmerksam zu machen und in die Geschichte einzugehen.

In einem so großen Wettkampf wie den Olympischen Spielen können unerwartete Dinge geschehen. In einer digitalen Welt, in der es zur tiefverwurzelten Gewohnheit geworden ist, online zu posten und sich selbst auszudrücken, sind Flexibilität und Reaktionsvermögen gefragt. Es wird spannend sein, zu sehen, wie die verschiedenen beteiligten Unternehmen auf diese hypothetischen Umstände reagieren und wie sie der Herausforderung begegnen, das Unkontrollierbare zu kontrollieren. Wird mehr als eines einen Fehlstart hinlegen? Wir werden es aufmerksam beobachten.

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