PIM System einführen – Wann lohnt es sich für Onlinehändler? – Interview mit den PIM-Anbietern SAP Hybris, Akeneo und CONTENTSERV [Teil 1]

Verfasst am 9. August 2016 von .

arahan - Fotolia / dotSource

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Wie wir bereits in verschiedenen Artikeln der letzten Monate festgestellt haben, sind Produktinformationsmanagement(PIM)-Systeme das ultimative strategische Tool, um das Meiste aus dem eigenen Digital-Geschäft herauszuholen. Beispielsweise sind sie ein Muss in Cross-Channel-Szenarien, machen in komplexen B2B-Produktkatalogen den Unterschied aus und sorgen für stärkere Personalisierung aller Produkt- und Serviceportfolios.
 
Es ist wichtig, dass Onlineshops, sowohl im B2B als auch im B2C, darüber informiert sind, dass es nutzerfreundliche und hochmoderne PIM-Lösungen gibt. Sie sollten außerdem deren Vorteile kennen und wissen, anhand welcher Elemente herausgefunden werden kann, ob ein PIM benötigt wird.
 
Da wir wissen, dass dies ein komplexes Thema ist, das in letzter Zeit verstärkt Aufmerksamkeit erregt, haben wir drei Experten von den bekanntesten und stärksten PIM-Anbietern am Markt: Christian Rohr, Senior Product Marketing Manager bei SAP Hybris, Frédéric de Gombert, Akeneo Geschäftsführer und Alexander Garkisch, Business Development & Strategic Marketing Manager bei CONTENTSERV, an einen Tisch gebracht und dazu befragt, wo das wahre Potenzial von PIM liegt, wie Unternehmen davon profitieren und wie Händler die beste Wahl treffen können.

Warum wird PIM in der E-Commerce-Sphäre elementar?

SAP Hybris:

Christian Rohr (SAP Hybris)

Christian Rohr (SAP Hybris)

Es entstehen immer mehr Kunden-Touchpoints und Kanäle, reichhaltiger Content ist eine absolute Notwendigkeit, um außergewöhnliche Kundenerlebnisse zu schaffen – Eine gute PIM-Lösung ist da essentiell, um sowohl strukturierten als auch unstrukturierten Produkt-Content zu erstellen und zu verwalten und diese Inhalte dann nahtlos über alle Kanäle hinweg verfügbar zu machen. Eine PIM-Lösung befähigt außerdem geschäftliche Anwender dazu, reichhaltigen Produkt-Content zu erstellen und zu verwalten, etwa durch intuitive UIs, Workflow- und Collaboration-Fähigkeiten.

CONTENTSERV:

Im E-Commerce kommt es heutzutage sehr stark darauf an, dem einzelnen Kunden das passende Produkt zur richtigen Zeit mit der notwendigen Relevanz anzuzeigen. Dies kann nur mit den richtigen Produkt-Informationen gelingen, die in einem modernen PIM verwaltet werden.

Akeneo:

PIM ist für gewöhnlich Teil einer globalen Marketing- und Digital-Strategie. Es gilt als eines der wesentlichsten Tools der digitalen Transformation.

Was sind die größten Vorteile eines PIM im Onlineshop?

CONTENTSERV:

Alexander Garkisch (CONTENTSERV)

Alexander Garkisch (CONTENTSERV)

Ein PIM sorgt für effiziente Bearbeitung der Produkt- Informationen, die Bereitstellung von konsistenten Informationen über alle Kanäle sowie das Zusammenstellen und Ausliefern der passenden Informationen in Echtzeit.
 
 
 
 
 
 
 
 

Akeneo:

Es erleichtert das Tagesgeschäft des (E-)Marketers. Produktivität ist definitiv einer der größten Vorteile der Einführung eines PIM. Es erlaubt ihnen, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren – sie sind keine „Tabellenfüller“ mehr! Diese Produktivitätssteigerung kann auch den Katalogumfang erhöhen. Der zweite Vorteil liegt in der Time-to-Market. Ein PIM macht die Integration und Verteilung von Produktinhalten einfacher und schneller. Es ist ein zentraler Anteil für Händler.

SAP Hybris:

Personalisierte, außergewöhnliche Nutzererlebnisse aus einem einzigen konsolidierten Datenpool zu schaffen, Rich Media wirksam einzusetzen und geschäftliche Anwender zu befähigen, Produkt-Content intuitiv zu erstellen und zu verwalten, ohne die IT einbeziehen zu müssen. Mit digitalen Assets sind geschäftliche Anwender in der Lage, Produkt-Informationen schnell zu erstellen, effizient Massendaten zu bearbeiten und Content anzureichern. Außerdem werden Komplexität und Gesamtbetriebskosten reduziert und Unternehmen können sich schnell an veränderte Geschäftsanforderungen anpassen.

Welche kritischen Aspekte sollte man während des Entscheidungsprozesses zur Einführung eines PIM-Systems berücksichtigen? Wann sagt ihr “Sie brauchen kein PIM”?

Akeneo:

Frédéric de Gombert (Akeneo)

Frédéric de Gombert (Akeneo)

Man braucht kein PIM, wenn man keine Produkte verkauft! Aber für alle, die Produkte verkaufen, ob nun on- oder offline und sogar mit einem Katalog von 500 Artikeln, kann PIM eine Menge leisten. Bei kleineren Katalogen (einige Hundert Artikel) können Community- und Free-Editions, wie Akeneo one, Onlineshops dabei helfen, die beste Customer-Experience zu bieten, während ein PIM bei größeren Katalogen (Tausende Artikel) unerlässlich wird. Vor allem, wenn es verschiedene Quellen (ERP, IS, Excel…) gibt und die Produkte über diverse Kanäle verteilt sind (E-Commerce, Handel, Print, Apps…).

CONTENTSERV:

Ein PIM rechnet sich für jedes Unternehmen, welches mit seinen Kunden kommuniziert. Wir helfen unseren Kunden gerne bei der Erstellung der Business Cases.

SAP Hybris:

Wer darüber nachdenkt, ein PIM-System anzuschaffen, sollte immer nach einer Lösung schauen, die skalierbar ist, komplexe Produktspezifikationen und -attribute bewältigen kann und leicht in die bestehende IT-Infrastruktur zu integrieren ist.

Um herauszufinden, ob man tatsächlich ein PIM-System braucht, sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Kann ich meine Produktdatenfracht vollständig automatisieren?
  • Erfüllt die Qualität meiner Daten immer die Voraussetzungen für eine Veröffentlichung?
  • Habe ich die volle Kontrolle über den Content meiner Produkte? Wird der gesamte Content inhouse erstellt?
  • Besteht keine Notwendigkeit für Freigabe- und/oder Kontrollprozesse, um die Datenqualität sicherzustellen?
  • Brauche ich nur ein zentrales Produktsortiment und kommuniziere dieses Sortiment über alle Touchpoints hinweg?
  • Habe ich keinen B2B-Geschäftspartner, der meine Produktdaten empfangen oder ausgeben muss?
  • Ist die Produktion digitaler Assets und deren Zuweisung zu Produkten vollständig automatisiert und ist die Qualität immer so, wie ich sie erwarte, sodass es keine Notwendigkeit gibt, diesen Content zu kontrollieren?

Wer all diese Fragen mit “Ja” beantworten kann, braucht wahrscheinlich keine PIM-Lösung. Allen, die auch nur eine Frage mit “Nein” beantworten, empfiehlt sich die Anschaffung eines PIM-Systems.
 

PIM-Anbieter und -Systeme im Vergleich

Die Wahl des individuell passenden PIM-Systems hat großen Einfluss auf den Geschäftserfolg! Wer mehr darüber erfahren will, welche Rolle PIM-Systeme im B2B spielen werden und welche Herausforderungen es für Hersteller und Händler gibt, sollte unbedingt dranbleiben und in der nächsten Woche den zweiten Teil des Praxis-Interviews nicht verpassen.

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  1. PIM System einführen – Wann lohnt es sich für Onlinehändler? › Thomas Brodowski

    Am 9. August 2016 um 15:18 Uhr

    […] Quelle: Handelskraft.de ->  PIM System einführen – Wann lohnt es sich für Onlinehändler? – Interview mit den PIM-Anbieter… […]

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