E-Food – wird Cross-Channel-Lebensmittelhandel bald Standard?

Verfasst am 18. Oktober 2016 von .

Wir sehen großartigen Zeiten entgegen! Wir, dass sind all jene, für die der wöchentliche oder tägliche Lebensmitteleinkauf ein Höchstmaß an Zeitverschwendung darstellt. Jene, die einkaufen hassen! Und jene, die eigentlich ganz gern einkaufen, aber ihre Zeit lieber anders nutzen. E-Food, der Onlineversandhandel mit Lebensmitteln tauscht nervige Supermarkterlebnisse gegen bequemen Instant-Commerce.

Jeder muss essen!

Niemand kommt umhin seinen Körper mit Energie zu versorgen. Damit ist auch planen, entscheiden, einkaufen, kochen und Kalorien zählen unmittelbar verknüpft. Gut, das sehen die Entwickler von Soylent etwas anders. Ihr Lösungsansatz ist eher etwas für Menschen, die nicht nur einkaufen, sondern kochen und essen generell zeitraubend und überflüssig finden. Soylents Engineered Food oder Food 2.0 sind Pulver und Riegel, die den Konsumenten mit allen – kein Werbeslogan, sondern aus techno-medizinischer Perspektive entwickelt – Stoffen versorgen, die der Körper braucht. Einziger Nachteil: Freunde zum Essen einladen sähe recht komisch aus. “Ein Fläschchen Soylent, liebe Gäste?”

Zurück zu weniger radikalen Lösungen, die “nur” einkaufen bequemer machen.

Kaufland beginnt gerade E-Food in Berlin zu testen. Mit eigenem Fulfillment. Kaiser’s Tengelmann sucht Käufer für ihre Filialen und Amazon Fresh plant stationäre Läden. Wie hängt das zusammen? Kurzum: Kaufland hat Filialen und will auch online durchstarten. Amazon Fresh läuft, möchte aber auch Einkaufsgewohnheiten im Store ändern. Kaiser’s Tengelmann hat sehr unlukrative Filialen.

Das Stichwort für alle: Marktmacht durch Cross-Channel-Commerce.

Digitale Lebensmittelkunden

Kauflands eigenes Fulfillment ist durchaus bemerkenswert. Im Gegensatz zur Konkurrenz werden die Waren nicht in den Filialen für die Onlinekäufer kommissioniert. Damit gönnt sich Kaufland einen Transformationsprozess in Richtung digitale Kunden, der sich nicht sofort auf seine Filial-Strategie auswirkt.

Amazon Fresh plant zwar kleine Grocery-Stores, also eigene Filialen, will aber kein klassisches Filial-Einkaufserlebnis bieten. In den Regalen soll es nur kurzfristige Verbrauchswaren geben. Klassischerweise Obst und Gemüse. Weniger empfindliche Waren werden auch in der Filiale via Tablet oder Smartphone digital bestellt und im Lager für die Filiale kommissioniert. Typisch Amazon verändert der Handelsriese so Kundengewohnheiten, indem er offline-Shoppern vor Ort die Vorteile der Online-Methode subtil erlernt.

Darin liegt der Trick. Mittlerweile gibt es mehr smarte Endgeräte als Digital-Natives. Besitzer von aktuellen Waschmaschinen oder Kühlschränken wissen oft gar nicht um die WLAN-Funktion ihrer Geräte. Ebenso ist häufig nicht klar, dass sich Personen im Haushalt eine Einkaufsliste teilen können. Die Kombination aus vernetzten Nutzern über smarte Endgeräte öffnet dem digitalen Lebensmittelhandel alle Tore.

Die Liste für den Wocheneinkauf steht fest? Hat der Kühlschrank “Milch kaufen” auf die Liste gesetzt? Ja, dann warum losgehen und shoppen, wenn man die Liste auch einfach bestellen könnte. Inklusive Lieferzeitpunkt. Freunde kommen zum Essen? Das Menü wurde via Rezept-App saisonal zusammengestellt und ein passender Wein vorgeschlagen? Warum nicht den Bestellknopf drücken, am Abend die Lieferung frisch entgegennehmen und dann gemeinsam kochen? Der perfekte Abend mit Freunden!

Wie setzt man eine Cross-Channel-Strategie um?

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