10 Jahre iPhone – von der Ausnahmeerscheinung zur Omnipräsenz [5 Lesetipps]

Verfasst am 9. Januar 2017 von .
Quelle: pexels.com

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Heute vor genau zehn Jahren stellte Steve Jobs bei der MacWorld 2007 in seiner Keynote Apples Vision bezüglich der Rolle, die das Mobiltelefon dabei spielen würde, unsere Gesellschaft zu prägen, vor. Er enthüllte dem erwartungsvollen Publikum die Kerneigenschaften eines Geräts, das revolutionär werden sollte. “Ein iPod, ein Telefon, ein Internet-Kommunikationsdevice…das sind NICHT drei verschiedene Geräte! Wir nennen es iPhone!”, so beschrieb es Jobs damals.

Das klassische iPhone: Vor- und Nachteile

Das ursprünglich komplett schwarze iPhone war das erste Gerät, das über eine Touch-Tastatur und hochentwickelte, computerähnliche Fähigkeiten verfügte. Einige Details galten jedoch auch als überholt. So unterstützte es beispielsweise keinen Breitbandzugang per UMTS, hatte keinen App-Store, konnte keine Videos aufnehmen und hatte nur 128 MB RAM. Es lief langsam, hatte einen exorbitant hohen Preis und war mit seinen Maßen von 115 mm x 61 mm x 11.6 mm im Vergleich zu den neusten Prototypen (138.3 mm x 67.1 mm x 7.1 mm) ziemlich klein.

Trotzdem setzte es zugegebenermaßen den Standard für Smartphones und wurde zum Vorbild für andere Hersteller. Die Geschichte des iPhone ist gleichbedeutend mit der Geschichte des Smartphones.

Apple war der Pionier in der Umsetzung des bildschirmorientierten Designs: Das Unternehmen räumte dem Aussehen des Displays weitaus mehr Relevanz ein und erfand das Nutzererlebnis neu, indem es auf intuitivere Interfaces setzte, die besser zu einem kleineren und handlicheren Gerät passten als zu einem PC. Apple schaffte die Grundlagen für Scroll- und Wischbewegungen genauso wie für bessere Webbrowser.

Wie sehr hat sich die Internetlandschaft in den letzten zehn Jahren verändert?

Um zu verdeutlichen, wie sehr sich unser Verhalten in den letzten Jahren durch den Einfluss von Smartphones verändert hat, habe ich ein wenig recherchiert. Seid ihr bereit für eine Retrospektive?

  • 2007 betrug der weltweite Marktanteil des iPhone nur 3,4 Prozent. [Quelle]
  • 2008 verwendeten bereits sieben von zehn deutschen Internetnutzern Breitband, das den ISDN-Anschluss und das analoge Modem ersetzte. [Quelle]
  • 2008 nutzten nur 15 Prozent der Mobilfunkkunden in den USA ihre Mobilgeräte, um ins Internet zu gehen. [Quelle]
  • Im Juli 2008 waren im App-Store von Apple nur 800 Apps verfügbar. Heute sind es 2.200.000! [Quelle]
  • 2009 bezeichnete Jakob Nielsen mobile Usability als Oxymoron und fand heraus, dass sich die Nutzerfreundlichkeit seit den frühen 2000ern verschlechtert hatte. Die dabei untersuchten Mobilgeräte performten langsamer als WAP-Handys. [Quelle]
  • Im Juni 2009 kam das erste Samsung-Phone mit einem Touchscreen-Display (SCH-W850) auf den Markt. [Quelle]
  • 2010 verwendeten nur 8 Prozent der deutschen Internetnutzer ein Mobiltelefon oder ein Smartphone, während die Laptopnutzung weiter anstieg (51 %) und die PC-Nutzung zu sinken begann (76 %). [Quelle]
  • 2011 brachte Apple das iPhone 4S, iOS und iCloud auf den Markt. [Quelle]
  • 2012 der schnellte Suchbegriff “App” in der Google-Suche nach oben.[Quelle]
  • 2013 wurde der Begriff “Selfie” offiziell in das Oxford Dictionary aufgenommen. [Quelle]
  • Nachdem das Unternehmen einige Jahre versucht hatte, sich angesichts des Erfolgs von Apple und des gelungenen Starts von Newcomern wie HTC und Samsung über Wasser zu halten, verkaufte Nokia im April 2014 seine Abteilung Devices and Services offiziell an Microsoft. [Quelle]
  • Im Oktober 2014 kam Apple Pay auf den Markt. [Quelle]
  • 2015 verbrachten 32 Prozent der Arbeitssuchenden sechs bis zehn Minuten mit der Jobsuche über Mobilgeräte. Laut dem Consulting-Unternehmen Kantar Worldpanel war Android das beliebteste Betriebssystem (51,9 %), gefolgt von iOS (42,8 %).
  • 2016 nutzten deutsche User ihre Mobilgeräte (Smartphones, Tablets, MP3-Player oder E-Book-Reader) im Schnitt 163 Minuten täglich und Apple stellte sein a iPphone 7 mit kabellosem Laden und kabellosen Kopfhörern vor.

Faszinierend, oder? Wie ihr seht waren Mobiltelefone vor 10 Jahren noch ein Luxusgegenstand. Heute ist das Smartphone für große Teile der Bevölkerung ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand. Online ist nicht länger ein vorübergehender Zustand, da wir permanent online sind. Das Smartphone ist unser allgegenwärtiger Begleiter, eine smarte Erweiterung unseres Körpers, mir der wir in nur wenigen Sekunden kontaktlos bezahlen, online bestellen, Video-Anrufe tätigen, Nachrichten senden und Musik streamen können.

Wie stellt ihr euch unser Leben in 10 Jahren vor? Gerüchten zufolge will Apple heute, zum zehnten Jahrestag des iPhone, die erste Seite der Geschichte unserer nächsten Zukunft schreiben. Wir finden sicher bald heraus, ob das stimmt. Bleibt dran!

Unsere 5 Lesetipps der Woche

Does The Original iPhone Still Work Ten Years Later? I Gave It A Go [Forbes]

10 Tipps für eine erfolgreiche Mobile-Strategie [Internet World]

Samsung’s Gear smartwatches finally get their iPhone app [Techcrunch]

Apple’s Great App Store Sales May Not Signify Much [Ecommerce Times]

Nokia re-enters the smartphone arena with its first Android handset [The Next Web]

(5 Bewertung(en), Schnitt: 5,00 von 5)
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Eine Reaktion zu “10 Jahre iPhone – von der Ausnahmeerscheinung zur Omnipräsenz [5 Lesetipps]”

  1. Ralf

    Am 10. Januar 2017 um 17:03 Uhr

    Habe sogar noch ein iPhone von 2007 zu Hause liegen. Habe es letztens erst wieder in der Hand gehabt. Funktioniert auch noch einwandfrei.
    Ist heute ein Kultgegenstand und geht an Sammler raus für Beträge von einem neuen iPhone 7!
    Ein sehr guter Beitrag!
    Beste Grüße

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