Wie entwirft man eine erfolgreiche Mobile-First-Strategie?

Verfasst am 24. Januar 2017 von .

daviles - Fotolia

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Um die Erwartungen eines zunehmend vernetzten Kunden zu erfüllen, bedarf es einer gewissen Mobile-First-Mentalität. Wir leben in einer digitalen Welt, in der Smartphones nicht nur als Kaufbegleiter verstanden werden, sondern auch als Treiber vielversprechender Technologien (wie VR, KI oder IoT), in der die Customer-Journey zunehmend komplexer wird und soziale Medien, Chatbots und Apps die Interaktion zwischen Käufern und Verkäufern revolutionieren und vereinfachen.
 
Vor diesem Hintergrund ist ein tiefes Verständnis dessen, was Mobile-Commerce bedeutet und impliziert, heutzutage ein Muss für Unternehmen, die ein Omnichannel-Einkaufserlebnis unterstützen und Innovationen den Weg bereiten wollen.
 
Welche Aspekte müssen folglich in erster Linie Beachtung finden, um eine außergewöhnliche Mobile-First-Strategie zu entwerfen?

Blick auf die Nutzertypen

Die Nutzung von Smartphones ist in der gesamten Bevölkerung zunehmend verbreitet. Die erwartete Marktpenetration soll 2020 in Europa bei 82,2 Prozent liegen (22,9 Prozent über dem weltweiten Durschnitt). 86 Prozent der Deutschen besitzen ein Smartphone, bereits 50 Prozent nutzen das Internet über ihre mobilen Endgeräte. Das Smartphone etabliert sich so zur Erweiterung des menschlichen Körpers.

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Erwartete Markt-penetration 2020

Tatsächlich bestätigte das Internet-Marktforschungsunternehmen comScore Inc. Ende 2014, dass Mobilgeräte bereits der primäre Zugangspunkt zum Onlinehandel sind und Marken daher im Hinblick darauf, wie sie digitale Einkaufserlebnisse bieten können, zum Umdenken gezwungen wären.

M-Commerce bleibt also weiter in Schwung und nähert sich der Gleichstellung mit dem stationären PC. Die Omnichannel-Perspektive führt zu neuen Geschäftsprozessen, die ein personalisierteres 360-Grad-Kundenerlebnis mit mehr Touchpoints und eine differenziertere Customer-Journey einschließen.

In diesem Kontext, überholt die Generation der Millennials die Silver-Surfer als die Altersgruppe mit den meisten Smartphone-Besitzern. 97,4 Prozent der Millennials besitzen ein Smartphone, 73 Prozent kaufen bereits mobil ein und 28,9 Prozent von ihnen gelten als Heavy-Mobile-Shopper.

Obwohl sie digitale Technologien annehmen und die Smartphone-Nutzung für sie zur Alltagsroutine gehört, sind die Silver-Surfer in ihrem Einkaufsverhalten sehr traditionell. Beim Onlineshopping halten sich ausschließliche Desktop-Nutzer (50,2 Prozent) und User, die sowohl mobil als auch am stationären Rechner shoppen (48,2 Prozent), in etwa die Waage.

Vielen potenziellen Kunden (hier spielt der Altersfaktor eine Rolle) ist nicht klar, dass Onlineshops auch für Smartphones optimiert sein können, andere stehen dem Bezahlen per Smartphone eher verhalten gegenüber, da sie es als unsicher empfinden. Durch kundenfreundliche mobile Websites und die verstärkte Kommunikation der Vorteile von Mobile-Shopping werden sie langsam von der Nutzung des Smartphones als Shopping-Kanal überzeugt.

Blick auf die UI und die Usability

Nicht nur aufgrund der physischen Unterschiede zwischen stationären PCs und mobilen Endgeräten ergeben sich spezielle Anforderungen an die Bedienung von Smartphones und Tablets. Im Gegensatz zum Desktop-Rechner kann hier nicht mit Hover-Effekten gearbeitet werden, da ein reines Überfahren einer aktiven Oberfläche nicht möglich ist, ohne eine Aktion auszulösen. Damit können auch keine durch Darüberfahren aufklappbaren Menüs eingesetzt werden.

Die wichtigsten Optimierungsfaktoren aus Marketer-Sicht

Die wichtigsten Optimierungsfaktoren aus Marketer-Sicht

Auch der Nutzungskontext spielt eine definierende Rolle. Die Nutzung mobiler Endgeräte findet häufig nebenbei statt, beispielsweise vor dem Fernseher oder unterwegs. Die Bedienung muss dementsprechend intuitiv sein und die Zahl sichtbarer Objekte reduziert werden – ohne wichtige Inhalte wegzulassen.

Die Herausforderung für Onlineshops besteht insbesondere darin, dass die Einfachheit auch dann eingehalten werden muss, wenn umfangreiche Sortimente, Kategorien oder Servicebereiche dargestellt werden müssen.

Grundlegend zeichnen sich mobile Bedienkonzepte durch folgende Merkmale aus:

  • Die Bildschirmgrößen und Auflösungen variieren stark aufgrund der Vielzahl von Anbietern und Gerätetypen.
  • Anzeige im Hoch- und Querformat (Portrait & Landscape).
  • Betonung von Bildern und Icons.
  • Reduziertes Design, vereinfachte Navigationsstruktur.
  • Touchgesten statt Mauszeiger.
  • Daher müssen Buttons und Schaltflächen größer ausfallen.
  • Endless Scrolling ersetzt Pager.
  • Hover-Effekte und -Interaktionen können nicht verwendet werden.

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