“Digitalisierung ist kein Nebenjob” – Handelskraft-Speaker Alexander Schmelzl im Interview

Verfasst am 2. März 2017 von .

Alexander Schmelzl BayWa AG

Alexander Schmelzl, Leiter eBusiness Bau der BayWa AG

Agile Methoden wie Kanban und Scrum setzten sich immer stärker als Alternativen zum konventionellen Projektmanagement durch. Vor Allem im Umfeld der Softwareentwicklung, wo kurze Planungszyklen und hohe Flexibilität gefordert sind, wird oftmals auf agiles Projektmanagement gesetzt. Die Vorgehensweisen versprechen in der Regel einen dynamischen und strukturierten Weg zum Projektziel.
 
Auch die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Agenturen kann von den agilen Methoden profitieren. Kurze Feedback-Zyklen bieten beiden Parteien mehr Transparenz und verhindern das klassische „aneinander vorbeireden“. Gerade Kunden profitieren von mehr Transparenz. Sie werden permanent eingebunden und können sich darauf verlassen, dass das Produkt am Ende ihren Vorstellungen entspricht. Das Verhältnis zwischen Kunde und Agentur geht demnach weg vom Dienstleistungsverhältnis, hin zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit.
 
Handelskraft-Speaker Alexander Schmelzl, Leiter eBusiness Bau der BayWa AG, hat in Zusammenarbeit mit dotSource das erste agile Projekt des Unternehmens begleitet. Im Baustoff-Fachhandel gehört die BayWa mit rund 150 Standorten in Teilen Süd- und Ostdeutschlands und rund 30 Standorten in Österreich zu den größten Komplettanbietern für private und gewerbliche Kunden. BayWa wollte für die Zukunft gerüstet sein und das Konzept lokaler, kundennaher Märkte mit einem überregionalen B2B-Onlineshop verbinden. Im Interview spricht Alexander Schmelzl über seine Erfahrungen mit agiler Zusammenarbeit und warum es gerade in diesem Projekt so wichtig war agil zu arbeiten.

Die BayWa AG hat in Zusammenarbeit mit dotSource ihr erstes agiles Projekt umgesetzt. Kannst du uns kurz etwas über das Projekt erzählen?

Das Projekt verknüpft unseren stationären Handel mit dem Onlinebereich. Uns ist es wichtig, hier den Online-Kanal nicht als stand-alone-Lösung zu sehen, sondern als sinnvolle Ergänzung zu unserem umfangreichen Service- und Produktbereich.

Warum, denkst du, war es gerade bei diesem Projekt wichtig, agil zu arbeiten?

Wir hatten einen gesetzten Go-Live-Termin und wussten, dass wir diesen mit „normalen“ bzw. bewährten Projektmethoden nicht schaffen konnten. Daher mussten wir hier anders denken und uns in das agile Projektmanagement „hineinwagen“.

Welche Vorteile bietet deiner Meinung nach das agile Arbeiten im Gegensatz zu herkömmlichen Projektmanagement Methoden?

Man gewinnt Zeit und kann Prozesse und Vorstellungen „live“ testen. Zudem werden die einzelnen Prozesse intensiver betrachtet, als man es mit „normalen“ Methoden kann. Wir hatten so zum Go-Live relativ wenige bis keine Fehler, da wir innerhalb des Projektes schon permanent Fehlerkorrekturen hatten.

Welche internen Voraussetzungen sind erforderlich, um agil zu arbeiten können?

Digitalisierung ist kein Nebenjob. Wir mussten uns daher ein eigenes Team aufbauen, um hier stets agil Zuarbeit zur Programmierung zu leisten. Zudem mussten alle Fachbereiche abrufbar sein, um hier entsprechende Aussagen und Prozesse zeichnen zu können.

Kannst du uns einen kurzen Überblick über deine Session zur Handelskraft 2017 geben?

Es wird das Projekt vom Start bis Go-Live betrachtet. Ich versuche einen Blick „unter die Motorhaube“ zu geben, um zu zeigen, wie vorgegangen wurde. Natürlich fehlt hier auch nicht der Blick auf die Stolpersteine und Probleme, welche sich im Projekt aufgetan haben. Im Nachgang scheint es ja immer leicht gewesen zu sein.

Was erwartest du dir von der Handelskraft 2017 Konferenz?

Sowohl einen intensiven Austausch und Dialog mit den Besuchern auf der Handelskraft, als auch neuen Input für die tägliche Arbeit. Zudem bietet die Location natürlich auch einen entsprechenden Rahmen, um hier auch Input aus einer ganz anderen Branche mitzunehmen.

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